Immer und immer wieder muss man leider lesen, dass Väter ihre Kinder und sich selbst umbringen. Kann man als Vater so wütend auf die Mutter seiner Kinder sein, dass man sie ermorden muss? Ist es Mord aus Eifersucht weil man der Mutter nicht gönnt, dass sie im Fall einer Trennung die Kinder zugesprochen bekommt? Ich kann das nicht verstehen, das will nicht in meinen Kopf.
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Urlaub mit der App?

Jeder hat andere Ansprüche an seinen Urlaub, der die schönste – und oft die teuerste – Zeit des Jahres ist bzw. sein sollte. Allein das Aussuchen des Reiseziels, dann die Suche nach dem Hotel, was in das persönliche Budget passt und in diesem Rahmen natürlich das perfekte Hotel sein soll, nimmt Zeit in Anspruch. In Onlineportalen werden Vergleiche angestellt, Meinungen und Erfahrungen anderer Gäste verglichen. So ist das heute. Und wer endlich am Ziel seiner Träume eingetroffen ist, hat stets sein Handy mit einer passenden App zur Hand, in der man weiter Vergleiche anstellen und nach dem nächstbesten Restaurant suchen kann.
Muss immer alles perfekt sein? Muss ich am Urlaubsziel meine von zu Hause gewohnten Cerealien auf dem Frühstücksbüffet haben, müssen Eisbein und Kraut auf der Speisekarte stehen, mein Bier, welches ich gewohnt bin zu trinken, auf der Getränkekarte zu finden sein? Nein, denn dann kann ich zu Hause bleiben. Urlaub muss auch ein wenig Abenteuer sein, mal was neues probieren, mal von gewohnten Pfaden abweichen, und man muss sich auch mal überraschen lassen, positiv wie negativ.
Wer immer mit dem Handy in der Hand und der darauf geöffneten App rumsitzt, verpasst das Naheliegende, das vielleicht viel schöner ist, als das, was man eigentlich finden wollte. Ich erinnere mich an unsere letzte Kreuzfahrt, das Schiff blieb übernacht in Lissabon. Natürlich gingen wir abends an Land. Und wir hatten die Handies dabei und darauf die App CityMaps2go, Stadtkarten, auf denen man sich Ziele programmieren kann, die man ggf. in dieser oder jener Stadt sehen möchte oder die einfach der Orientierung dienen. Wir waren ungwollt mit einer Familie (Papa, Mama und 2 Kinder) unterwegs. Papa lief mit seinem Handy in der Hand vorweg und gab die Richtung an, die Familie folgte. Zum Glück verloren wir die bald aus den Augen, denn es nervte ganz fürchterlich zu sehen, wie sich die Familie durch das auch bei Nacht schöne Lissabon bewegte. Auch wir schauten ab und zu in die Karte. Aber wir hatten hauptsächlich Augen für das, was am Wegesrand lag, schöne oder verkommene Fassaden, Gärten, in die man durch Gittertore hineinblicken konnte, berankte Mauern, kleine Gassen, in denen Tische und Stühle vor einem Restaurant standen. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. „Lass uns doch mal durch die Gasse dort gehen, das sieht nett aus.“ – so ließen wir uns im Dunkeln durch Lissabon treiben, ein kleines Abenteuer eben. Ziele, die wir uns ausgesucht hatten, ließen wir links liegen und fanden ganz was anderes.
So war es übrigens in allen Häfen, die wir auf unserer Reise angesteuert hatten. Lissabon dient hier nur als Beispiel, wie man sich heute auf eine App verlässt, wie der besagte Familienvater, der mehr oder weniger blind durch Lissabon lief, die Augen nur auf der Karte.
Auch in diesem Jahr werden wir uns die entsprechenden Karten auf unser Handy laden und bei Bedarf darauf zurückgreifen. Im Vorwege werden wir uns im Internet darüber informieren, was es in den Häfen zu sehen gibt und wenn es uns interessiert, werden wir die Punkte in der Karte markieren. Ob wir das dann auch „ablaufen“ werden wir sehen. „Lass uns mal hier gehen.“ – und vielleicht stehen wir dann staunend vor etwas, was wir gar nicht auf „auf der Rechnung“ hatten.
Die Urlaubskultur hat sich verändert in Zeiten von Apps. Ob das immer hilfreich und entspannend ist, sei mal dahingestellt. Einen interessanten Artikel dazu habe ich in der MOPO gefunden. Mag sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie er seinen Urlaub verbringen möchte. Für uns ist ein kleines Abenteuer abseits der Pfade und Erfahrungen anderer Menschen viel interessanter als ihnen zu folgen.
Genau so verhält es sich mit ganz vielen Reiseblogs. Die Überschrift „Was du unbedingt in Lissabon gesehen haben solltest!“ Lissabon ließe sich beliebig austauschen durch jede andere Stadt. Woher will der Autor wissen, ob ich das sehen will, ob mich das interessiert, ob ich genau das auch so toll finde?
Davon geht die Welt nicht unter!
Seit ein paar Wochen bin ich ja auch bei Instagram. Und jetzt ist Instagram down!
Skandal! Nichts geht mehr! Unfassbar! – jedenfalls wenn man die Kommentare dazu auf einer Seite liest, auf der Störungen angezeigt werden. Social Network – man kann auch mal ohne! Was haben die nur früher gemacht, als das alles noch nicht gab?
Meine Mutter!
Gestern war wieder „Muttertag“, will sagen, der wöchentliche Besuch bei meiner Mutter im Seniorenheim und sie erzählte mir folgendes: Sie hat jetzt eine Dame kennengelernt, eine Zimmernachbarin, eine Dame, die sprechen kann und auch will. Die beiden Damen haben auch einen Platz bei den Mahlzeiten am gleichen Tisch.
Besagte Dame sitzt im Rollstuhl. Ein Bein ist amputiert, ein Arm ist nur beschränkt einsatzfähig. Den Rollstuhl kann sie nur mit einer Hand vorwärtsbewegen, was entsprechend langsam geht. Meine Mutter benutzt den Rollator wenn sie zu den Mahlzeiten geht, dafür reicht ihre Kraft, während sie ja sonst auch im Rollstuhl sitzt.
Wenn die Damen ihre Mahlzeiten beendet haben, begeben sie sich gemeinsam zu ihren Zimmern, sie haben ja den gleichen Weg. Und was macht meine Mutter dann?: Damit die andere Dame es etwas leichter hat, schiebt meine Mutter den Rollstuhl mit ihrem Rollator! Ich möchte bei dieser Gelegenheit in Erinnerung rufen, dass meine Mutter im nächsten Monat ihre 93. Geburtstag begeht.
In der Binnenschifffahrt kennt man so was in der Art auch, da nennt man das einen Schubverband.
Titanic – 15. April 1912
https://www.instagram.com/p/BS5SM_RleCG/?taken-by=kravszenko_2016
Traditionen bewahren

Traditionell isst man Karfreitag Fisch, das muss so, das gehört so! Da mein Mann auf Fisch aber lieber verzichtet – es könnte ja sein, dass sich im Filet noch eine Gräte versteckt hat – kommt bei uns Fisch in Klotzform auf den Tisch, Klotzfisch eben. Und da ich keine Lust habe, Kartoffeln zu kochen und zu schälen, oder umgekehrt, und dann mit Muskelkraft zu Pürree zu verarbeiten, gibt es zum Klotzfisch eben Pü aus der Packung, was übrigens sehr schmackhaft ist und auch optisch was hermacht.
So sind wir eben: Pü aus der Packung, dafür machen wir unsere Pasta selbst.
Durchblick – noch

Obwohl das Laub der Pappeln, die um das Elbe-Penthouse herumstehen, noch nicht ganz ausgebildet ist, kann man schon leicht das typische Rauschen, fast so wie Meeresrauschen, hören, wenn der Wind durch die Bäume streicht.
Noch hat man den Durchblick durch die Baumkronen, entweder in den blauen Himmel, wenn die Sonne mal scheint, oder ins Bett (oben links vom Stamm der Pappel) unserer Freunde Claudia und Thomas im Haus gegenüber. Manchmal sehe ich sie dort ihren Morgenkaffee schlürfen, noch. Aber das wird bald vorbei sein – bis zum Herbst. Dann können wir uns wieder zuwinken – die beiden aus dem Bett und ich aus dem Fenster.
Glasbruch
Fast wie handaufgebrüht schmeckt Filterkaffee, der mit dieser Kaffeemaschine zubereitet wird. Das Wasser wird oben in einem Glaskessel erhitzt und läuft dann durch das System in den Filter mit dem Kaffeepulver und tropft dann in die Glaskanne. Direkt-Brüh-Prinzip heißt das System.
Diese Maschine hatten wir schon viele Jahre in Betrieb, für Besuch. Denn an einer Kaffeetafel mehrere Personen mit einem Volltautomat mit Kaffee zu versorgen, ist relativ mühsam.
Die Maschine ist insofern etwas unpraktisch weil sie einen hohen Stauraum benötigt. Sie kann natürlich auch auf der Arbeitsplatte stehen, aber was soll das wenn sie nicht benötigt wird. Also verschwindet sie in einem Schrank, in welchem auch die Polster für die Terrassensessel ihren Platz haben.
Ein Griff – und die Maschine fiel aus dem Schrank, herausgerissen mit dem Polster. Eine neue Maschine ist schon unterwegs. Sonntag nehmen wir eine Kanne frischgebrühten Kaffee mit zu meiner Mutter.
Fällt das eigentlich unter den Versicherungsbegriff „Glasbruch“?
Der Heimflug
Irgendwie müssen wir vom Big Apple ja wieder nach Hause kommen. Direktflüge von NY nach HH gibt es kaum, aber es gibt sie. Hamburg ist zwar das Tor zur Welt, das bezieht sich aber nur auf die Schifffahrt. Im internationalen Überseeflugverkehr ist Hamburg nahezu bedeutungslos.
Inzwischen steht fest, mit welcher Flugsesellschaft wir nach Hause fliegen werden, unsere Flugnummer ist UA864. Wie, UA sagt euch nichts? Die Fluggesellschaft war doch gerade in aller Munde und in allen Medien wurde darüber berichtet, dass ein Passagier mit Gewalt aus einer Maschine geholt worden ist weil die Flug überbucht war. Nun denn, wir werden sehen, wie das bei uns wird. Vielleicht klappt ja auch alles – obwohl TUICruises sicher einen Sonderpreis vereinbart hat.
Der Neue!

Fast auf den Tag genau ging heute nach 14 Jahren eine Ära zu Ende, unsere Cabrio-Zeit. Am 28. März 2003 hatten wir unser erstes kleines Cabrio übernommen, den Peugeot 207cc. Leider war im keine lange Lebenszeit beschieden. Im Sommer des gleichen Jahres wurde der Wagen durch einen Auffahrunfall ein Totalschaden – unverschuldet. Wir bestellten das gleiche Modell nochmal. Im September 2011 gab es dann das größere Modell 308cc. Es war eine schöne Zeit und eine tolle Erfahrung, offen zu fahren, besonders abends oder nachts. Aber die Zeiten ändern sich. Wir sind nicht die Menschen, die am Wochenende mal eine Spritztour machen und um 2 Minuten zum Supermarkt zu fahren oder 1 x in der Woche nach Lübeck zu meiner Mutter – dafür braucht es kein Cabrio.
Es war schon ein merkwürdiges Gefühl als wir heute die letzte Fahrt mit dem alten Wagen antraten, der ja leider in den letzten Tagen noch beschädigt worden war. Egal – wir schauen nach vorn.
In den nächsten Tagen werde ich mich mit der umfangreichen Technik vertraut machen. Wir haben zwar eine kleine Einweisung bekommen, aber viel blieb davon nicht hängen, man kennt das. Aber erstmal können wir fahren und die wichtigsten Funktionen können wir bedienen.

Ein paar Einzelheiten des Wagens werde ich noch separat fotografisch festhalten. Hier ein erster kleiner Eindruck der Frontscheinwerfer mit dem LED-Lichtsystem Thors Hammer.

