Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Zu blöd für Briefwahl

Unsere Briefwahlunterlagen waren eingetroffen. Damit diese rechtzeitig vor der Wahl im Wahlamt eintreffen, haben wir heute gewählt und wollten den roten Umschlag in den Postkasten beim Supermarkt unseres Vertrauens einwerfen.

Ich machte also mein Kreuz, steckte den „Kreuzschein“ in den blauen Umschlag und leckte diesen ordnungsgemäß an, um ihn zu verschließen. Dass das Blaue ins Rote gehört, weiß man ja. Also steckte ich den blauen Umschlag mit dem „Kreuzschein“ in den roten Umschlag, den ich ebenfalls ordnungsgemäß anleckte um ihn zu verschließen. So, geschafft.

Währenddessen machte Bernd seine Kreuze und stellte dann fest, dass der unterschriebene Wahlschein ebenfalls in den roten Umschlag gehört. Ohchottochottochott, wat nu? Mein Wahlschein war nämlich nicht im roten Umschlag sondern lag noch auf dem Tisch. Das Ding war doch nur das Anschreiben zur Sendung mit den Wahlunterlagen, hab ich also gar nicht erst angeschaut. Eine vorsichtige Operation mit einem scharfen Messer konnte nicht helfen, der rote Umschlag wäre zerstört worden, was beim Wahlamt sicher nicht gut angekommen wäre.

Jetzt muss ich also doch am Wahltag zum Wahlraum. Dort präsentiere ich den ausgefüllten und unterschriebenen Wahlschein und bekomme, nach dem Vergleich des Wahlscheins mit meinem Personalausweis, einen Stimmzettel ausgehändigt, auf dem ich dann meine Kreuze schlagen, äh, machen darf. Na gut, ein ca. 5-minütiger Sonntagsspaziegang kann ja nicht schaden.

Stollenwand


Ist das zu glauben? Es werden schon Stollen angeboten im Supermarkt. Und wie man sieht, wurde da auch schon zugegriffen. Wer isst bitte jetzt schon Stollen? Mein Schatz und ich haben gestern auf der Terrasse gesessen, Kaffee getrunken und Torte gegessen. Mir würde nie nie nie in den Sinn kommen, jetzt schhon Stollen zu kaufen, oder anderes Weihnachtsgebäck. Auch im Oktober noch nicht. Im November könnte ich mal darüber nachdenken, aber nur vielleichtgegebenenfallsunterumständen.

Auf der Terrasse blühen noch die Sommerblumen, ich habe noch nicht mal Herbstbepflanzung angeschafft. Und da wird schon Stollen angeboten! Ich habe es schon bei anderen Gelegenheiten erwähnt: Wenn ich sowas im Supermarkt sehe, würde ich am liebsten mit Anlauf in so ein Regal springen.

Ein Ex sagt, was Sache ist

Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck äußert sich auf einer Tagung in Rostock über Impfgegner. Er tituliert sie als Bekloppte. Dem kann ich nur zustimmen. Endlich mal ein Politiker, auch wenn er nicht mehr im Amt ist, der kein Blatt vor den Mund nimmt und die Wahrheit sagt. Meine Hochachtung.

Gauck hat hinterhergeschoben, dass er jetzt ja Rentner sei und nicht mehr auf jedes Wort achten muss. Als Bundespräsiden im Amt hätte er die Wortwahl „Bekloppte“ nicht benutzt, jedenfalls nicht öffentlich.

Gut erklärt

Auch die ganz Dummen und total Durchgeknallten sollten verstehen können, wie Thomas Schmoll die AfD und ihre Ideen erklärt. Aber Schwurbler, Durchgeknallte, Dumme, Reichsbürger und sonstiges rechtes Gesochs sind taub und blind für Aufklärung. Sie werden weiterhin die Alternative für Durchgenkallte wählen.

Das Zukunftsteam

Arnim Laschet, der ungeliebte Kanzlerkandidat der CDU, hat heute sein Zukunftsteam vorgestellt, welches sich im Wahlkampf engarieren soll um das Ruder herumzureissen. Ob es gelingt?

Habt ihr die Namen schon mal gehört, sagen euch die Persönlichkeiten was – ausser Herrn Merz natürlich? Wer sind die anderen 7 Menschen? Völlig unbekannt, jedenfalls auf Bundesebene. Vier Frauen hat Arnim Laschet in sein Team geholt, ich kenne sie nicht. Ich muss mich ja auch nicht undbedingt für andere Bundesländer interessieren, außer dem, in dem ich selbst lebe. Vier Frauen also, die kaum einer kennt.

Dann ein Farbiger, ein Musikmanager. Will uns eine eventuell CDU-geführte zukünftige Regierung, was hoffentlich vermieden werden kann, den letzten Marsch blasen?

Panik-Team tituliert ntv die Vorstellung der Personen, die Arnim Laschet heute präsentiert hat. Für mich sieht dieses Team nach einem Alibteam aus. Schaut her, ich habe 4 Frauen in meinem Team, ist das nicht toll? Und ein Alibifarbiger ist auch dabei, für die CDU-Wähler, die nicht ganz rechts stehen, um zu zeigen, wie tolerant man doch in der CDU sein kann. Das sieht so aus, als würde die CDU alle Wähler bei der Stange halten zu wollen.

Die Idee mit den Personen im Panik-, pardon, Zukunftsteam, ist sicher nicht auf dem Mist von Arnim Laschen gewachsen, auch nicht auf dem Mist von Herrn Merz. Der ist zu konservativ, um 50 % Frauenanteil und einen Farbigen ins Team zu holen. Da wurde was mit der heißen Nadel gestrickt, um die Umfragewerte der CDU nach oben zu korrigieren. Ob das hilft, werden die nächsten Umfragen zeigen.

Drei Wochen noch bis zur Wahl. Wahlen werden auch gewonnen – oder verloren – durch Ereignisse, auf die die Politik keinen Einfluss hat. Naturkatastrophen z.B., oder Attentate. In drei Wochen kann noch einiges passieren, was im Hinblick auf eventuell betroffene Personen nicht geschehen möge. Spannend bleibt es allemal.

So süß!


All die Katzenhaare, die durch die Wohnung fliegen, sich zu Büscheln auf dem Boden zusammenrotten und dann durch leichten Zugwind durch die Wohnung wuseln, sind vergessen, wenn sich Glinda zu mir legt und sich knuddeln lässt. Manchmal reicht das Vorbeigehen schon, um einen leichten Wind zu erzeugen, und schon sammeln sich noch mehr Haare an einem Büschel. Der Akkusauger ist mehrmals am Tag im Dienst und versucht, der Haarflut Herr zu werden, vergebens.

Ich schrieb ja vor ein paar Tagen schon über Katzenhaare, ob es sinnvoll wäre, für das Bett eine Tagesdecke anzuschaffen. Aber die müsste ja auch täglich enthaart werden. Katzenhaare haben die Eigenschaft, sich an Kleidung und andere Textilien zu heften. Ausschütteln aus dem Fenster, lieber auf der Terrasse, wäre wenig hilfreich. Und das Ding täglich in den Wäschetrockner zu stecken und durchzulüften, wäre mit der Zeit zu teuer.

Bernd hat vor ein paar Monaten eine Tierhaarrolle entdeckt. Das Ding ist wirklich gut. Das Sofa, die Stühle, Gartenstuhlauflagen, lassen sich damit sehr gut enthaaren. Und natürlich auch die Bettdecke.

Seit die Katze das Bett zum Ruhen, und auch zum Toben, entdeckt haben, wird also an jedem Abend vor dem Schlafengehen die Bettdecke enthaart. Das Ergebnis ist beachtlich.

Warum Katzenhaare in der Masse immer grau sind, ist mir ein Rätsel. Auch die Haare, die wir aus der Katzenbürste klauben, sind immer grau. Sehr merkwürdig.

Einheitliche Regelungen

Wie es heißt, möchte der Gesundheitsminister Spahn einheitliche Quarantäneregelungen in den Schulen, bundesweit, also in jedem Bundesland sollten die gleichen Regeln gelten. Derzeit kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, das sei nur schwer nachvollziehbar für Eltern und Kinder.

Es ist ja durchaus üblich, dass Schüler die nur wenige Kilomenter von einem anderen Bundesland entfernt wohnen, lieber dort zur Schule gehen als in dem eigenen Städtchen. In Hamburg gibt es an einigen Strassen eine durchgehende Bebauung. Ohne das Ortsschild auf der Ländergrenze würde man nicht merken, von Hamburg nach Schleswig-Holstein gegangen/gefahren zu sein.

Die Initiative von Jens Spahn ist zu begrüßen. Jedoch sollte das auch auf alle Coronaregeln bundesweit gelten. Es ist auch für mich schwer nachvollziehbar, dass hier in Schleswig-Holstein andere Regeln gelten als im benachbarten Hamburg oder Niedersachsen.

Eine Tagesdecke?


Früher war es üblich, dass die Betten tagsüber mit einer Tagesdecke abgedeckt wurden. Ich habe mir damals keine Gedanken darüber gemacht, warum das so war, aber das gehörte so, so meine Wahrnehming. Aber warum? Man hat doch nicht im Schlafzimmer gewohnt. Die Plumeaus und Pfühle mussten nicht versteckt werden. Es wurden ja auch keine Gäste im Schlafzimmer empfangen. Aber das möchte ich jetzt nicht weiter eruieren (ach was bin ich heute gebildet).

Seit ein paar Tagen haben die Katzen unser Bett als Schlafstatt entdeckt. Mal zu zweit, mal allein. Sieht ja auch süß auch, wenn da so ein Fellknäul auf dem Bett ruht. Der Nachteil: Unsere 2 haaren. Sie haaren wie verrückt. Und der Bezug ist gierig danach, Katzenhaare zu speichern. Vor dem Schlafengehen wird also jedes Mal die Bettdecke enthaart. Dafür haben wir eine sehr effektive Rolle. Das Ding ist wirklich toll.

Nun hatte ich die Idee, das Schlafengehen zu vereinfachen. Einfach eine Tagesdecke, möglichst ein Motiv mit Schiffen (nicht eine Tagesdecke zum Einschiffen), darüber legen. Mein Mann rollte mit den Augen als ich ihm dem Vorschlag unterbreitete. Der war ich nicht wirklich ernst gemeint, also der Vorschlag. Meinen Mann nehme ich schon ernst.

Meine Großeltern hatten einen Kater, schwarz mit einem weißen Lätzchen und weißen Pfoten. Petschi hieß der. Und im Schlafzimmer meiner Großeltern gab es auch eine Tagesdecke, irgendwas mit Ranken und Blümchen, wir hatten ja nichts. Aber Petschi scherte sich einen Dreck um die Tagesdecke. Er lag nicht auf der Decke. Er kroch lieber unter die Decke und lag dann direkt auf dem Federbett. Über der Tagesdedecke wölbte sich dann eine Beule weil der Kater nämlich unter der Decke lag.

Also such ich gar nicht erst nach einer Tagesdecke mit einem maritimen Motiv. Die Katze tut eh was sie will, ob mit oder ohne Tagesdecke.

Entfolgt

Instagram ist ein Sammelbecken von vielen Interessen, welche von den Usern als Fotos oder Videos eingestellt werden. Zusätzlich zum Fotoalbum gibt es die Stories. Das, was dort veröffentlicht wird, ist 24 Stunden sichtbar.

Instagram ist auch ein Sammelbecken für viele verschiedenen Menschen. Durch die Interessen findet man zusammen, man tauscht sich aus – mit einigen weniger, mit anderen mehr. Manchmal folgt man einigen Usern, schaut sich an, was sie zeigen oder sagen. Man kann es kommentieren oder „liken“, oder einfach ignorieren. Klick, der nächste User bitte, was gibt es bei XY zu sehen?

Heute ging es in einer Story um das Impfen. Die Familie veröffentlichte in ihrer Story ein Statement irgendeines Professors, der meinte, es wäre eine Impflicht durch die Hintertür eingeführt worden und dass das nicht der Verfassung entspräche. Wer solche Meinungen kommentarlos weiterverbreitet, schließt sich dieser Meinung an. Sowas kann wie eine Lawine durch die sozialen Medien gehen. Einer nimmt das auf, mehrere andere sehen bzw. lesen das, verbreiten es weiter – und die Lawine rollt.

Über die Chatfunktion diskutierte ich mit der Dame, welche die Meinung des Professors weiterverbreitet hatte. Es stellte sich heraus, dass sie selbst gegen das Impfen gegen Corona sei. Auf meine Nachfrage, warum das so ist, erhielt ich die Antwort – Zitat: „Weil es ein Virus ist und ich davon überzeugt bin, dass wir dieses Virus ohne Probleme überstehen würden.“ Ob sie mit „wir“ ihre Familie meint oder die Bevölkerung im allgemeinen, weiß ich nicht. Aus einer früheren Bemerkung weiß ich, dass sie auch gegen die Maskenpflicht ist.

Meine Antwort – Zitat: Das ist Dummheit pur. Dann tut es mir leid, diese Einstellung kann und will ich nicht akzeptieren. Damit entfolge ich euch jetzt. Bleibt gesund.

Ein Klick – und sie waren aus meiner Liste verschwunden. Ich habe diese Familie inzwischen auch blockiert. Mit solchen Leuten will ich wirklich nichts zu tun haben.