Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Privates Bulletin IV


Nach einem relativ beschwerdefreien Samstag folgte ein Sonntag, den ich lieber entspannter erlebt hätte. Die gestern gezeigten Fotos spiegeln ein Urlaubsfeeling wieder, welches körperlich nicht vorhanden war. Ich wusste kaum, wie ich mich hinsetzen oder stellen sollte. Jede Stellung war nach wenigen Sekunden schmerzhaft. Besonders schlimm war es beim Aufstehen nach längerer Zeit des Sitzens. Dann schoss der Schmerz förmlich in das linke Bein bis hinab in das Schienenbein.

Beim Aufstehen heute Morgen merkte ich, dass eine Besserung eingetreten ist. Ob das an den Tabletten liegt, die ich seit einer Woche schlucke, wage ich zu bezweifeln. Denn dann hätte eine Besserung wohl schon viel früher eintreten müssen.

Heute Morgen hatte ich die erste Therapiesitzung. 10 Minuten wurden mir „polarisierte elektro-magnetische 12 cm Wellen“ in den Lendenbereich gestrahlt. Danach sollte ich eine Kortison-/Anästhetikumspritze bekommen. Der Doc fragte zum Glück nach dem MRT. Als ich ihm sagte, dass Selbiges heute Nachmittag gemacht werden würde, musste er von der Spritze absehen da sie das Ergebnis des MRT verfälschen würde.

Wenn ich die Liste studiere, für was die Wellen alles gut sein sollen, sind die wohl so eine Art Allheilmittel, so ähnlich wie mein Schwedenbitter. Chirugie, Orthopädie, Innere Medizin, Dermatologie, Urologie, ja, sogar Gynäkologie. Hauptsache, mir wächst jetzt keine Muschi.

Den Termin für das MRT hatte die Praxis gemacht, allerdings wäre der früheste Termin erst in 2 Wochen. In der Firma hatte ich Freitag ich einen Zwischenbescheid über meinen Zustand gegeben. Ein Kollege gab mir einen Tipp, es in einer ihm bekannten Radiologiepraxis zu versuchen. Und siehe da, die hatten einen Termin für heute Nachmittag. Zwei Wochen gespart bei der richtigen Behandlung, vorausgesetzt, in der Röhre wird nun nachher was festgestellt, dass es zu behandeln gilt.

Fortsetzung folgt.

Ich habe gesündigt


Spargel gab es gestern, Spargel im Bratschlauch natürlich. Leider war das Timing nicht perfekt. Bernd mag den Spargel lieber ziemlich weich gegart und ich lieber eher al dente. Deshalb machen wir 2 Päckchen Spargel, d.h. meins kommt dann halt etwas später in den Ofen. Gesündigt habe ich deshalb, weil ich mich hab dazu hinreissen lassen, 1-1/2 Gläser Wein zu trinken. Spargel ohne Wein geht für mich ja nun gar nicht. Ich werde es wohl trotz Medikamente überleben.

Im Übrigen ist das obige Bild das dreitausendreihundertdreiunddreissigste in diesem Weblog. Und das ist doch ein Anlass, darauf anzustossen.

Da die Kartoffeln (Erdäpfel für die Leser aus Österreich) noch nicht ganz gar waren, war nun auch mein Spargel weicher als gewünscht. Geschmeckt hat er trotzdem, besonders wenn man ihn auf der frischbepflanzten Terrasse geniessen kann.

Unsere neuen Mitbewohner müssen sich nun an uns gewöhnen. Mama Amsel ist noch etwas zurückhhaltend. Sie drehte wieder ab als sie uns bemerkte. Papa Amsel ist da etwas mutiger oder frecher. Er landete mit einem Wurm im Schnabel auf dem Balkongeländer, schaute etwas skeptisch um sich und verschwand dann im Kugeltuja um dem Nachwuchs zu füttern.

Privates Bulletin III

Ich bin genervt! Warum? Weil ich Dinge tun möchte, die ich nicht machen kann, z.B. spazierengehen.
Und weil ich Dinge tun möchte, die ich nicht machen darf, z.B. ein oder zwei oder mehr Gläser Wein zum Grillen trinken. Aufgrund der Medikamente, die ich nehme, ist Alkohol zurzeit nicht angesagt.

Habe aber eine nette Alternative gefunden. Zwar nicht als Getränk zum Grillen, aber für mal so zwischendurch: Ipanema. Sehr lecker, sehr erfrischend.

Privates Bulletin II

Schneller als erwartet fand heute die Untersuchung beim Orthopäden statt. Ca. 1-1/2 Stunden musste ich warten. Das, so finde ich, ist in Ordnung wenn man einen eingeschobenen Termin hat.

Die Röntgenaufnahmen brachten ein eindeutiges Ergebnis, d.h. es muss ein MRT gemacht werden. Darauf muss ich noch 2 Woche warten. Ein Kollege rief mich eben an mit einem Tipp, wo ich das vielleicht auch früher bekomme. Ich werde mich darum kümmern.

Ab Montag soll ich eine Therapie bekommen mit magnetischen Strahlen. Sofern mir das eine Linderung der Schmerzen bringt, soll das in Ordnung sein. Hoffentlich bleiben danach nicht alle Eisenteile an mir hängen.

Für eine weitere Woche habe ich eine Krankschreibung erhalten. Heute bekam ich dann aber den altbekannten „Gelben Zettel“.

Privates Bulletin I

Die Beschwerden sind leider nicht besser geworden. Habe mir heute morgen einen Termin beim Arzt geben lassen, sogar noch für heute Vormittag. 11:30 Uhr sollte ich dort sein, um 11:45 Uhr war ich im Behandlungszimmer. Darüber kann man sich nicht beschwerden.

Nach einer kurzen Erklärung der aktuellen Symptome hatte ich eine Überweisung zum Orthopaden in der Hand. Die Ärtzin machte gleich selbst telefonisch einen Termin aus. Na ja, es ist ihr Mann, der die Praxis betreibt. Morgen früh um 08:25 Uhr soll ich mich dort einfinden, allerdings müsste ich mit einer längeren Wartezeit rechnen.

Man hört ja viel über Orthopäden. Einige nehmen gar keine Patienten an, bei anderen bekommt man einen Termin nur mit mehrwöchiger Wartezeit. Insofern bin ich froh, dass ich schon morgen einen Termin habe, auch wenn ich möglicherweise stundenlang in einem von mir so heissgeliebten Wartezimmer sitzen muss.

Es ist Saison

Nämlich Spargelsaison.
Der zurzeit meistgesuchte Begriff für dieses Weblog ist „Spargel im Bratschlauch“.

Tradtionell essen wir den ersten Spargel immer am 1. Mai, das war also am vergangenen Sonntag. Und natürlich haben wir den Spargel im Ofen im Bratschlauch gegart. Köstlich!

Der nächste Spargeltag ist am kommenden Samstag. 1-/2 kg geschälten Spargel haben wir bereits bei der Abholung am 1. Mai bestellt.

Hier nochmal der Link für die Zubereitung.

Ich habe Aua

Bevor ich auch nur einen Gedanken daran verschwende, eventuellgegebenenfallsunterumständen einen Arzt aufzusuchen, muss meine körperliche Verfassung schon arg in Mitleidenschaft gezogen sein. Schmerzen im linken Bein, die von der Leistengegend bis zur Wade zogen, liessen den Gedanken eines Arztbesuches aufkommen. Schmerzen, die nicht nur einfach so im Hintergrund da waren, nein, die Schmerzen waren schon etwas heftiger Natur.

Heute morgen sass ich dann kurz vor acht Uhr im Wartezimmer. Eine Dame war schon da. Da ich keinen Termin hatte, richtete ich mich mental auf eine längere Wartezeit ein. In der Firma hatte ich bereits Notiz gegeben.

Nach und nach füllte sich das Wartezimmer. Alle grüssten mehr oder weniger freundlich. Dann kam eine junge Frau mit Metall im Gesicht. Grusslos setzte sie sie sich auf einen freien Platz. Aus ihrer grossen Tasche kramte sie erstmal eine Flasche mit Saft hervor und nahm einen kräftigen Schluck daraus. Dann steckte sie sich die Knöpfe ins Ohr und hörte schniefend Musik. Taschentücher hatte sie in der grossen Tasche wohl nicht versteckt. Ein Griff neben sich hätte gereicht. Dort stand nämlich ein kleiner Tisch auf dem netterweise von der Praxis eine Box mit Papiertüchern bereitgehalten wird.

Zum Glück musste ich mir ihr Geschnotter nicht lange anhören. Ziemlich schnell wurde ich aufgerufen. Ich erklärte der Frau Doktor meine Beschwerden. Sie machte einen Test mit meinen Beinen und war dann der Meinung, dass es eine Nervenreizung/-entzündung sein könnte. Ich bekam schmerzlindernde und enztündungshemende Pillen verschrieben sowie für die Nacht ein Muskelentspannedes Medikament. Wenn sich der Zustand bis Donnerstag nicht gebessert hat bzw. wenn ich vorher ein Taubheitsgefühl in den Zehen bekomme, werde ich zum Orthopäden geschickt. Es könnte nämlich durchaus auch sein, dass die Beschwerden von der Wirbelsäule kommen könnten – was ich nicht hoffe.

Nun bin ich erstmal bis einschliesslich Freitag dieser Woche krankgeschrieben. Der Zettel ist aber nicht mehr gelb, der ist jetzt rosa.