
Nach Tagen mit stürmischem und regnerischem Wetter verabschiedet sich der Sonntag versöhnlich. Die vorherigen Tage, besonders der gestrige Samstag, waren dramatisch, ich zitiere aus dem Blog von Maximilian Buddenbohm:
„So einen Tag, an dem es erst nieselte, dann schüttete und dann kübelte. Wonach es von einer Sekunde zur anderen aufriss, und zwar dergestalt blitzartig schnell, dass erstens die nasse Stadt auf einmal gleißend blendete und auch die Temperatur sofort wie unter einem Heizstrahler stieg, so dass man allgemein hektisch nach Sonnenbrillen suchte und auch die Jacken aufriss, nach oben sah und dabei an seinem Verstand zweifelte. Denn da mussten doch eben gerade noch Wolken gewesen sein? Wie geht das wieder zu, was stimmt denn mit dem Wetter nicht?
In der nächsten Sekunde wurde es aber schon wieder dunkler, viel dunkler, dramatisch dunkler. Die Wolken rückten wieder vor, stürmend wie eine über den Himmel walzende Invasionsarmee der fantastischen Art, und der Regen begann nicht etwa zögerlich, also mit ersten und eher zögerlichen Tropfen als Vorhut, wie es sich doch gehört, sondern indem eine Wasserwand vom Himmel fiel, die sich überzeugend anfühlte, als würde die komplette Septemberregenmenge am Stück geliefert werden.“
Und ähnlich geht es weiter. Und so war es nicht nur nebenan in der grossen Stadt an der Elbe, genau so habe ich es hier auch erlebt, wenn auch aus der gemütlichen Wohnung.
Aber heute am frühen Abend ist alles wieder chick, vielleicht schon als Vorbote des angekündigten sommerlichen Montags.
Schatz hatte sein Arbeitswochenende mit dem langen Samstag. Heute, am Sonntag, genossen wir unsere Gaymeinsamkeit. Nach dem Essen, das uns zwar gemundet hat, aber nicht zur Wiederholung neigt, begaben wir uns auf die spätsommerliche Terrasse und tranken unseren Digestif, eine Grappa. In dieser Zeit weiss man nie, ob es nicht vielleicht das letzte Mal in diesem Sommer ist, in der man das geniessen kann.
Morgen soll es ja nochmal warm werden und ich hoffe, dass ich ein paar Momente habe, auf der Terrase sitzen zu können. Die nächsten Monate verdammen mich dazu, nur noch drinnen sitzen zu können. Ich freue mich jetzt schon auf das erste Frühstück auf der Terrasse nach dem Winter.

Ich hätte gestern mindestens zwei doppelte gebraucht, aber wir haben sowas gar nicht im Haus.
Als die Aufnahme entstand, wussen wir von der Scheisse noch nichts. Wir haben gemütlich gegessen, ’ne Flasche Wein dazu, ein Gläschen Grappa danach und geschnackt. Und dann sind wir nochmal raus auf die Terrasse. Das Erwachen kam dann erst später. Immerhin wurde das erklärte Ziel, die absolute Mehrheit, verpasst. Leider ist es ja so, dass man das Positive bei all dem Mist auch mal sehen muss.
Das BSW wird schon aushelfen. Die hätten gerne draußen vor der Tür bleiben können.
Eins ist jedenfalls gewiss: Unter diesen Umständen werden wir den Musicalaufführungen auf dem Magdeburger Domplatz fernbleiben. Nächstes Jahr hatten wir eh kein Interesse. Scheint so, als hätte man da der Regierung schon vorgegriffen: „Wie im Himmel“ heisst das Stück, nach dem gleichnamigen Film. Beworben werden die Aufführungen u.a. mit diesem Satz: Ein Musical über die Kraft des gemeinsamen Singens!