Ein Traum und die Realität

Der Traum:
Einer meiner Onkel, der schon ca. 20 Jahre tot ist, stand in meiner Küche, die irgendwie gar nicht meine Küche war, und hantierte mit Blumenerde. Ich glaube, dieser Onkel hat Zeit seines Lebens nie mit Blumenerde hantiert.

Wie dem auch sei, ein wenig Blumenerde verteilte sich auf der Arbeitsplatte. Das fand besagter Onkel so lustig, dass er mit den Händen in die Blumenerdetüte griff und Blumenerde grosszügig in der Küche verteilte.

Ich rastete aus und schrie ihn an „Du Schwein, verlass sofort meine Wohnung, hau ab!“. Ich griff den Onkel mit beiden Händen an seinen Klamotten und schob ihn zur Tür. Um der Sache mehr Nachddruck zu verleihen, stiess ich ihm mit meinem Knie.

Die Realität:
Ich wurde in dem Moment wach, in dem ich mein Knie in den Rücken meines Schatzes rammte, der ahnungslos neben mir im Bett lag und schlief. Muss heftig gewesen sein, er knurrte uns sagte „Aua!“.

Geredet haben wir nicht weiter, wir kuschelten uns aneinander und er schlief wieder ein. Ich konnte lange nicht einschlafen. Nach dem Körpereinsatz war ich hellwach. Vieles ging mir durch den Kopf, das mit dem Traum nun absolut nichts zu tun hatte. Aber keinen Gedanken konnte ich klar fassen oder länger verfolgen.

Dieser Traum hatte eine neue Dimension, ich war der Angreifer. Bisher war es so, dass ich mich im Traum gegen Angreifer verteidigen musste, was ich, unmännlich, durch beissen versuchte. Dabei habe ich meinem Schatz schon mal kräftig in die Schulter gebissen.

Ist wohl nicht ganz ungefährlich, neben mir im Bett zu liegen.

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