
Die Speisenfindung für das Wochenende verläuft immer ziemlich einvernehmlich, meistens haben wir schon die selben Ideen. Es kommt auch vor, dass ich was neues Vorschlage und die Idee von meinem Schatz auch angenommen wird. Was wir am Wochenende essen wollen ist auch davon abhängig, ob mein Schatz am Samstag arbeiten muss. Dann gibt es etwas, was ich im Lauf des Tages gut vorbereiten und zum richtigen Zeitpunkt nur noch heiss machen muss.
Am vergangenen Samstag hatte der Gatte frei. Uns war nach Spargel. Spargel hat ja zurzeit Saison. Bislang war es so, dass ich Spargel immer mit einer Spargelschälmaschine schälen lassen konnte. In diesem Jahr wird die leider nicht aufgestellt. Der örtliche Spargelbauer besitzt zwar so ein Teil, aber dorthin zu fahren, passt nicht in unsere Tagungsplanung.
Ein örtlicher Supermarkt bot geschälten Spargel an, in 400 Gramm Schalen. 3 Stück würden wir brauchen. Vor Ort entdeckte ich nur Schalen zu 500 Gramm, ok, 2 davon gehen dann auch. Erst zuhause entdeckte ich, dass der Spargel nicht geschält war, ich hatte mal wieder nicht genau hingeschaut.
Aber zwei Mann – zwei Spargelschäler, das ging dann doch recht fix. Ich hab beim Schälen immer die Befürchtung, dass ich zu wenig schäle und wir dann auf der strohigen Schale rumkauen und sie dann aus dem Esszimmer ziehen. Zuviel will man ja auch nicht abschälen, wir wollen ja nicht Bleistifte auf dem Teller haben. Aber es war alles ok. Beim nächsten Spargelessen kaufen wir wieder ungeschälten Spargel.
Gestern gab es französischen Kartoffelauflauf Reblochon de Savoie, allerdings tranken wir deutschen Weisswein dazu. Nach dem recht üppigen Mahl musste es unbedingt ein Digestif sein. Wir fragten uns, was man in Frankreicht dazu kredenzt.
Ich lese viele Krimis, die u.a. auch in Frankreich spielen. Bei jeder Gelegenheit trinken die Kommissare Wein, auch tagsüber während sie Mittagspause in einem Restaurant machen. Aber ich habe noch nie gelesen, dass es einen Digestif gibt. Vielleicht nehmen die Pastis, ein Anisschnaps, ähnlich wie Ouzo oder Raki. Nach Ouzo war uns nicht, wir entschieden uns für eine Grappa. Aber ich werde mal versuchen herauszufinden, was die Franzosen nach dem Essen trinken.

Spontan habe ich an Cognac und Calvados gedacht. Würde ich beides nicht mögen, aber ich trinke eh fast keinen Alkohol mehr.
Wir schälen Spargel immer selber. So hält er sich auch besser frisch. Meistens wird der Spargel zwar sofort gegessen, aber es kann schon mal zu spontanen Änderungen kommen.
Im Moment probiert der Gatte ja viel neues aus.
Gelegentlich essen wir sogar getrennt. Ich bekomme dann Spaghetti mit Shrimps und der Gatte Germknödel, Linsensuppe, Königsberger Klopse oder anderes, was ich nicht mag.
Wir schlagen geschälten Spargel immer in ein feuchtes, schon fast nasses, Tuch ein und legen das Paket dann in das Gemüsefach vom Kühlschrank. Samstag war das ja nicht notwendig.
An Cognac hatte ich auch gedacht, aber gefühlt eignet der sich nicht als Digestif, wobei ich Cognac auch nicht mag, schmeckt für mich parfümiert. Ich bleibe dann lieber bei spanischem Brandy.
Diesen Auflauf haben wir mal in Grenoble gegessen, Spezialität der Gegend. Lecker!
Also ich kenne nur, dass uns in Frankreich nach jedem Essen „un café“ (ein Espresso) angeboten wird.
Vorher ein Aperitif (zum Beispiel Pastis) und noch einzwei Glas Wein zum Essen, das reicht dann wohl an Alkohol 🙂
Kaffee nach dem Essen, die Idee hatte ich noch nicht, aber ok, wenn es in einem gemütlichen Rahmen so angeboten wird, warum nicht. Es gibt ja Leute, die meinen, ein Digestif sei sinnlos. Darüber gibt es auch andere Meinungen. Wenn ein Digestif z.B. ätherische Aromen enthält, wie z.B. Gin, Grappa, Ouzo oder Obstbrände, soll das für die Verdauung gut sein.
Jedes Restaurant bietet das an: Wollen Sie ein Dessert? Einen Café?
Die Bitterstoffe im Kaffee helfen sicher auch bei der Verdauung – und das Koffeinbeim Wachbleiben nach dem üblichen Glas Wein mittags 🙂
Mittags wäre das ja auch ok. Wenn ich abends Koffein zu mir nehmen würde, würde ich nachts im Bett stehen.