Ohne Maskenpflicht

In Schleswig-Holstein gibt es für den Einzelhandel keine Maskenpflicht mehr. Natürlich kann jeder weiterhin eine Maske tragen wenn er sich damit sicherer fühlt – so wie ich.

Heute war ich das erste Mal ohne Maskenpflicht einkaufen, wegen einer Regenpause noch recht früh. Ich sah schon, dass Kunden mit und ohne Maske zwischen den Regalen unterwegs waren. Am Kassenband dann das Übliche: Hinter mir rückte eine Kundin – ohne Maske – ziemlich dicht an mich ran und packte ihre Waren auf das Band. Ich bat sie, doch bitte etwas mehr Abstand zu halten. Sie wurde dann etwas ungehalten, ging übertrieben weit zurück und brabbelte irgendwas vor sich hin. Ich drehte mich nochmal zu ihr hin und sagte, sinngemäß: Ich bin jetzt 2 Jahre ohne Probleme durchgekommen und ich möchte, dass das so bleibt.

Ich fand es ja schon eh immer schlimm, wenn Leute hinter mir an der Kasse sehr dicht aufrückten, ihre Waren auf dem Band möglichst weit vowärts schoben und sich dann auch noch, weit vorgebeugt, den Warentrenner angelten. Auch da schon habe ich die Kunden gebeten, doch bitte Abstand zu halten, und zwar schon zu Zeiten, als es Corona noch gar nicht gab.

Und jetzt, wo die Leute im Supermarkt zum Teil ohne Maske umherlaufen, finde ich es noch viel wichtiger, Abstand zu halten. Es geht ja nun nicht schneller an der Kasse, wenn der nachfolgende Kunde mir auf die Pelle rückt und seine Einkäufe auf das Kassenband quetscht.

16 Gedanken zu „Ohne Maskenpflicht

  1. Elvira

    Ich war gestern das erste Mal seit Wegfall der Maskenpflicht im Supermarkt und sehr überrascht, dass fast alle Kunden und Mitarbeiter Maske trugen. Die wenigen ohne Maske konnte ich an einer Hand abzählen. Mal sehen, wie das lange anhält.
    Liebe Grüße,
    Elvira

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    1. Hans-Georg

      Es war noch recht früh und dementsprechend war es recht leer und deshalb wohl auch nicht repräsentativ, vielleicht 50:50. Ich würde es begrüßen, wenn der Einzelhandel von seinem Hausrecht gebrauch macht und auf der Maskenpflicht besteht. Hier in der kleinen Stadt an der Elbe sind die Ausweichmöglichkeiten, sich woanders zu versorgen, nicht wirklich groß, für den Fall: Waaas, immer noch Maskenpflicht?! Dann gehe ich eben zu XY!

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  2. Ralf

    Nach meiner eigenen Beobachtung und der anderer geht bis jetzt fast niemand ohne Maske einkaufen, und das Personal hält auch weitestgehend an der Maske fest. Bei Ärzten, Banken, Verwaltungen und in kleineren Geschäften gilt sowieso auf Grund Hausrechts weiter Maskenpflicht. Gestern war ich in der Kreisstadt, und dort tragen sogar viele Menschen weiter im Freien Maske. Man hört von vielen Arbeitgebern, die für ihre Belegschaft weiter Maske vorgeben und/oder Homeoffice weiter anordnen, empfehlen oder erlauben, besonders bei dünner Personaldecke (unsere beiden Mieter z.B. arbeiten weiter von zu Hause aus, der eine auf Empfehlung, der andere auf Anordnung). Allerdings sind wir hier der Hotspot unseres Bundeslandes, und schon allein das steigert das Sicherheitsbedürfnis, dem nur das Maskentragen gerecht wird. Auch kennen inzwischen fast alle Krankheitsfälle im eigenen Familien-, Freundes-, Kollegenkreis, und darunter sind viele schwer symptomatische, auch trotz Impfung. Das dürfte ebenfalls zum Festhalten an der Maske beitragen. Wir beide verhalten uns weiter mit größter Vorsicht und ändern daran nichts. Beobachten wir, wie es weitergeht. Ansonsten: Auch ich hasse schon immer die Unsitte, sich an andere Menschen heranzuquetschen. Es gibt glaube ich sogar eine wissenschaftlich erforschte soziale Norm, die einen Abstand von einer Armlänge vorgibt, bei deren Unterschreiten die meisten Menschen sich unwohl fühlen.

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  3. Jörg

    Hallo Hans-Georg,
    Ich mach das immer wie folgt.
    Mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt (auch wenn ich nur wenig einkaufe).
    Bei der Kasse stehe ich dann VOR meinem Einkaufswagen und packe die Waren aufs Band und bleibe dann bis zum verlassen der Kasse immer VOR dem Einkaufswagen. Damit halte ich mir die Person hinter mir durch den Einkaufwagen dazwischen automatisch auf Abstand (zur Person vor mir kann ich den Abstand ja selbt bestimmen) und erspare mir allfälliges Herumdiskutieren mit Dränglern.

    LG Jörg

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    1. Hans-Georg

      Moin Jörg. Ja so kann man es natürlich machen. Gelegentlich beobachte ich das auch bei anderen Kunden. Diskussionen sind zum Glück eher selten wenn ich Hintermirstehende freundlich auf den Abstand hinweise. Ich vermute, bei der Dame heute Morgen hatte sich das Bändchen vom Tampon im Schlübber verheddert.

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          1. Ralf

            Na dann…

            Ein Schwuler fährt Fahrstuhl. Mit drin ein Latin Lover. Der Fahrstuhl bleibt stecken. Der Latin Lover wird immer zappliger. Der Schwule auch. Schließlich sagt der Latin Lover: „Mann, ich will zu meiner Freundin. Ich kann es nicht mehr halten. Ich bin so geil, ich könnt ein Schaf ficken!“ Sagt der Schwule: „Määh-äh-äh!!!“

  4. Trude

    Ich mochte sie auch noch nie – diese Leute die sich immer so an einen ran drängeln 😱
    Auf meine FFP2 Maske 😷 werde ich vorerst auch noch nicht verzichten. Auch wenn ich sie eigentlich nicht mag. Ich nehme schließlich auch meine Medikamente – könnte ich auch gut drauf verzichten.
    🌈😘😎

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  5. Anne

    In Hamburg ist ja noch Maskenpflicht und auch wenn ich diese Maskerade gerade in den kalten Monaten hasse (Brillenträger und Blindfisch) finde ich es ok.
    Übrigens machte ich es wie Jörg auch schon vor Corona, nicht nur weil ich schon immer einen Abstand zu anderen Menschen wünschte, nein es ist auch leichter den Wagen von vorn auszupacken als über den hohen Griff 😉
    LG !

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    1. Frau Momo

      Kleiner Tipp von Brillenträgerin zu Brillenträgerin: Antibeschlagspray. Das hilft tatsächlich.
      Ich finde es gut, dass wir in Hamburg noch Maskenpflicht haben. Ich trage sie eh weiter, aber mir ist wohler, wenn andere es auch tun

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  6. Sandra

    Also, auch hier im Saarland darf man jetzt auch ohne Maske. Aber ich gehe nach wie vor mit Maske. Ich habe auch beobachtet, dass viele Kunden in Supermärkten noch Masken tragen und ich finde das gut so. Es darf aber jeder selbst entscheiden. Allerdings: wenn mir jemand auf die Pelle rückt, mag ich das auch nicht, und dann würde ich auch was sagen.

    In der Bäckerei, in die ich häufig gehe, laufen alle ohne Maske umher. Weiß nicht, ob ich das bei der aktuellen Lag gut finden soll, aber wie gesagt: keine Maskenpflicht mehr! Darf jeder machen, wie er denkt – zumindest eingeschränkt, weil beim Arzt und in Kranken- und Pflegehäusern ist das ja Gott sei Dank noch anders.

    Mein Gatte hat COPD. Von daher ist er ein Risikopatient und ich mag nichts mit nachhause schleppen. Deshalb immer schön mit Maske und Abstand halten!

    LG
    Sandra!

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    1. Hans-Georg

      Ich habe diverse Male Verkaufspersonal hinter dem Thresen (Wurst, Brötchen) gebeten, doch die Maske ÜBER die Nase zu ziehen. Habe mal gesagt: Wenn ich ihr Chef wäre, würden Sie jetzt einen Anschiss von mir bekommen.

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      1. Ralf

        Ich habe in den letzten Monaten immer wieder Beschwerden bei der Zentrale einer Supermarktkette geführt, deren hiesiger Marktleiter sich als Einziger im ganzen Personal weigerte, die Maske zu tragen. Geführt hat es zu nichts.

        Bei meinem vorigen Einkauf heute früh in drei der fünf örtlichen Märkte ergab sich folgendes Bild: Die Handwerker, die am frühen Morgen Backwaren beim Discounter holen, trugen allesamt keine Maske mehr, fast alle anderen Kunden und die meisten Mitarbeiter hielten an der Maske fest.

        Was das Impfpflichtdesaster angeht – das war abzusehen, und zwar aus drei Gründen. Erstens kann man nicht monatelang gebetsmühlenartig wiederholen, dass es nienienie und egal unter welchen Umständen eine Impfpflicht geben werde, und dann plötzlich das Gegenteil machen wollen. Zweitens ist eine nicht berufsgebundene Impfpflicht angesichts der bestenfalls stark eingeschränkten Impfwirkung nicht rechtssicher zu begründen und mangels Registers, d.h. mangels Nachvollziehbarkeit von Zahlen gar nicht durchzusetzen. Drittens geht sowieso die ganze deutsche Pandemiepolitik immer wieder in die Binsen, da läuft doch nichts rund; man erinnere sich bloß mal an das monatelange Gezänk um den Sinn des Maskentragens, an das Fehlen sicherer Statistiken oder an das gegenwärtige Herumgeeiere mit der Quarantäne.

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