Ziemlich tot

Gestern war ich in der großen Stadt an der Elbe. Mein Zahnarzt hatte zur Vorsorge gerufen. Wie komme ich dahin? Viele Wege führen nach RomHamburg. Ich könnte mit dem Wagen fahren. Das würde aber bedeuten, dass ich meinen Schatz zu nachtschlafender Zeit zur Arbeit fahren und ihn am Nachmittag wieder abholen müsste. Dazu hatte ich keine Lust.

Die 2. Option ist der ÖPNV. Innerhalb dieser Option gibt es wieder 2 Möglichkeiten: Entweder mit dem Schnellbus direkt von der kleinen Stadt an der Elbe in das Herz von Hamburg, oder mit dem Halbschnellbus bis Bergedorf fahren und dort umsteigen in die S-Bahn.

Inderaktuellensituation mit dem ÖPNV zu fahren, ist nicht unbedingt prickelnd, schon gar nicht mit umsteigen und 2 verschiedene Verkehrsmitteln benutzen. Ich entschied mich für den Schnellbus.

An der Haltestelle waren nur wenige Menschen. Das war schon mal ein gutes Zeichen. Im Bus waren auch nur wenige Passagiere. Puh, Glück gehabt. Auch unterwegs stiegen nur wenige Menschen zu, an einigen Haltestellen fuhr der Bus sogar durch.

Und dann war ich in Hamburg mitten in der Stadt, Mönckebergstraße. Galeria Kaufhof – geschlossen, Karstadt Sport – geschlossen. Diese beiden Traditionshäuser werden auch nicht wieder geöffnet. Alle anderen Geschäfte des Einzelhandels sind inderkatuellensituation eh zu. Die Straße war dementsprechend menschenleer. Nicht anders sah es in der um die Ecke gelegenen Spitaler Straße aus. Kaum Leute, die da unterwegs waren. Normalerweise tummeln sich da um 11 uhr die Passanten.

Auf den Vorplätzen beiderseis des Hauptbahnhofs sah ähnlich tot aus. Normalerweise stehen Menschentrauben an den Fußgängerüberwegen und warten, dass die Ampel grünes Licht gibt. Auch hier also kaum Leute, die dort warteten um die Straßen zu queren.

Bei uns in der kleinen Stadt an der Elbe ist in der Einkaufsstraße mehr Betrieb trotz geschlossenen Einzelhandes.

Zum Glück war ich beim Zahnarzt rechtzeitig fertig. Ich erwischte gerade noch den nächsten Schnellbus zurück nach Hause. Sonst hätte ich mir eine Stunde die Zeit vertreiben oder mit S-Bahn und Bus fahren müssen. Auch in diesem Bus waren wenig Fahrgäste, sodass man auf reichlich Abstand sitzen konnte. Ich war also ganz entspannt und doch froh, als ich wieder aussteigen konnte.

5 Gedanken zu „Ziemlich tot

  1. Frau Momo

    Ich muss ja zur Zeit kaum öfter als einmal in der Woche in die Stadt, bzw. nach Altona, wo ich normalerweise arbeite, wenn ich nicht im home office bin und die einzige Freude daran ist, dass ich kaum im Stau stehe, wie sonst.

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      1. Frau Momo

        Nö mich nicht. Ich finde es deutlich stressfreier, mich an Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. So muss ich nicht dauernd gucken, ob an den Elbbrücken oder auf der Versmannstraße ein Blitzer steht (ich fahre auf denen, wo kein Dauerblitzer steht, in den manche ja reinfahren, obwohl sie ihn kennen 🙂 )

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        1. Hans-Georg

          Ist mir tatsächlich passiert: Es war Heiliabend oder Silvester (1/2 Arbeitstag bis mittags). Alle Straßen frei, ich drömel so vor mich hin. Ist ja eigentlich immer Stau und man muss nicht aufpassen bei den Elbbrücken. Und jeder weiß, dass da ein fester Blitzer steht. Und *pling* – hatte er mich erwischt. Na ja, war nicht so schlimm. Aber so kann das gehen. Musste über mich selbst lachen.

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          1. Frau Momo

            darauf habe ich ja angespielt, weil ich das noch in Erinnerung hatte 🙂 Ich nehme ja die anderen Elbbrücken, aber da haben sie den Gatten schon mal abgelichtet mit einem mobilen Teil quasi zwischen die Brückenpfeiler geklemmt. Und in der Versmannstraßen stehe sie gerne und oft mit so einem Anhänger

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