Bruch

Gestern waren wir in der großen Stadt an der Elbe. Den Termin beim Zahnarzt zur Vorsorge haben wir auch genutzt, um endlich den Familienschmuck zu verkaufen. Da waren noch schwere Goldarmbänder und -ketten von meiner Großmutter, die meine Mutter immer noch aufbewahrt aber nie getragen hat. Zu meiner Oma passte das auch, zu meiner Mutter nicht.

Es waren auch noch ein paar kleine Teile dabei und etwas Silberschmuck meiner Schwiegermutter und versilbertes Besteck. Jetzt haben wir alles versilbert. Das Ergebnis ist höchst erfreulich. Wir werden davon unsere Wohnung renovieren lassen und ein paar Möbel austauschen bzw. ergänzen.

Bereits zum dritten Mal sind wir bei der Edelmetall-Scheideanstalt Schiefer & Co. gewesen. Die angebotenen Teile werden äußerst genau geprüft, sortiert und gewogen. Am Ende bekommt man eine „Ankaufsrechnung“ auf der genau aufgelistet ist, was und welche Mengen (grammgenau) angekauft wurde, zu welchem Preis/Gramm und natürlich der Endpreis. Man hat dann die Wahl, sich den Ankaufspreis in bar auszahlen oder überweisen zu lassen. Da wir keine Filialbank mehr haben, haben wir uns das Geld überweisen lassen, ist übrigens heute schon auf dem Konto.

Etwas befremdlich ist der Ausdruck „Bruchgold“ bzw. „Silberbruch“, waren die Teile doch total unversehrt und in einwandfreiem Zustand. Ich habe Oma vor Augen wie sie das breite Gliederarmband trägt. Bruch war das sicher nicht. Aber man muss sich davon freimachen. Im dunklen Kasten nützt uns das auch nichts.

Fa. Schiefer & Co. schmilzt die edlen Teile jetzt ein und verkauft Gold und Silber dann z.B. an Juweliere, die daraus wieder neuen edlen Schmuck herstellen.

2 Gedanken zu „Bruch

  1. Elke

    Siehste mal, hat doch Alles prima geklappt. Ich habe da auch noch vor…, wir spenden regelmässig an eine caritative Organisation namens „Landsaid“, und ich hatte der Mitarbeiterin beim letzten Gespräch versprochen, dass ich ein Schmuckstück meiner Mutti „versilbere“ und den Betrag noch zusätzlich einzahle. Habe ich bis jetzt nicht geschafft. Coronabedingt…, weil wir darum seltener in die Stadt fahren. Aber es steht jetzt ganz oben auf dem Plan.
    Und Du solltest unbedingt solche „Vorher-Nachher“-Fotos von Eurem Zuhause machen. Das ist immer eine tolle Erinnerung.
    LG und eine schöne Woche – Elke

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    1. Hans-Georg

      Ich bin mir gar nicht sicher, ob die Unterschiede „vorher-nachher“ so groß sein werden. Wir sind bei der Planung noch nicht weit fortgeschritten. Erstmal beginnen wir im Bad. Da soll ein neues WC rein, nämlich ein randloses. Und die Waschtisch Amatur leckt, da muss ein Installateur ran, das Ding ist kompliziert.
      Dann geht’s wohl weiter im Schlafzimmer. Eine neue Matratze ist ja noch unkompliziert. Ein neuer Kleiderschrank müsste wohl sein, und natürlich neue Farbe. Und dann ein Betthaupt damit die Wand hinter dem Bett nicht durch Kopf und/oder Arme wieder eingesaut wird.
      Mal gucken, wie wir die neue Möblierung organisatorisch bewerkstelligen können.

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