Es wird noch gehamstert

Heute waren wir mal wieder zum Einkaufen unterwegs. Es gibt gewisse Dinge des täglichen Bedarfs, die zum Standard unseres Haushaltes gehören und die wir auch immer im selben Geschäft kaufen, egal, ob sie gerade im Angebot sind, wenn wir Bedarf haben, oder nicht.

Heute brauchten wir Mehl zum Brotbacken, Typ 550. Davon war reichlich vorhanden. Aber das untere Regal mit den preiswerten Sorten war leer, worüber ich doch ziemlich erstaunt war. Wir kauften unseren Einkaufszettel ab, nur eine Position war noch drauf, nämlich Haushaltspapier, ihr wisst schon, Blätter zum Abreißen von der Rolle, um damit kleine Reinigungsarbeiten durchzuführen – in der Küche, nicht am lebenden Objekt.

Erst kamen wir am Toilettenpapierregal vorbei. Ich dachte, die Menschheit sei auf Jahrzehnte mit Toilettenpapier versorgt. Das scheint aber nicht der Fall zu sein, das Regal war nahezu leergeräumt. Essen die Leute anders während Corona und kacken die deshalb mehr?

Meine bevorzugte Marke Haushaltspapier war auch nicht vorhanden. Es gab noch einige wenige Packungen von einem Markenprodukt, doch soviel Geld wollte ich nicht ausgeben. Ich musste auf buntbedruckte Rollen zurückgreifen, auch wenn mir das von der Optik her nicht so gut gefällt, wir lieben es eher schlicht, unserem Gemüt entsprechend.

Ich konnte es in der Anfangszeit des Klopapierkrieges schon nicht verstehen, warum sich die Menschheit darum gestritten hat. Warum die Leute immer noch die Regale leerkaufen, ist doch ziemlich rätselhaft.

8 Gedanken zu „Es wird noch gehamstert

  1. Trulla

    Eine mögliche Erklärung zum vermehrten Klorollenverbrauch: die nötigen Wege verteilten sich in VorCoronaZeiten auf verschiedene aushäusige „Stille Örtchen“. Kita, Schule, Arbeitsplatz, sonstige Unternehmungen, wo man den Tag verbrachte. Derzeit findet das nun mal für alle Zuhause statt. Klaro? Wer also eine Familie zu versorgen hat, zugleich aber aus guten Gründen nicht mehr täglich einkaufen geht, nimmt eben größere Mengen auf einmal.
    Macht doch eigentlich auch nichts, denn man weiß inzwischen, dass für Nachschub gesorgt wird. Bei allen Waren.
    Ich selbst nutze als zur Risikogruppe gehörend überwiegend die Liefermöglichkeiten. Die mich übrigens hinsichtlich der Qualitat und Verlässlichkeit sehr positiv überrascht haben.

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    1. Hans-Georg

      Ich glaube einfach immer noch an den Hamstereffekt. In einem Supermarkt fast das ganze Regal leergeräumt ist keine Erklärung für deine Theorie. Oh, es gibt Klopapier – und schon liegen wieder 2 Pakete im Einkaufswagen. Mehl gibt es auch, müssen wir gleich mitnehmen. Ich sage ja: Alle bekloppt!

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  2. Elvira

    Ich habe vor ein paar Tagen gelesen, dass der Absatz bei Toilettenpapier deutlich zurückgegangen wäre. Ein Blick in das entsprechende Regal meines Supermarktes bestätigt das auch. Allerdings gibt es auch mein bevorzugtes Küchenpapier gerade nicht. Ich vermute, dass während des Hypes ums Klopapier einige Hersteller ihre Produktion umgestellt hatten. Was auch notwendig war, da die Leute vermehrt Feuchtpapier benutzt haben, was zu großen Problemen bei den Wasserwerken führte. Während sich normales Toilettenpapier auf dem Weg durch die Kanalisation zersetzt, verbinden sich Feuchttücher unterwegs zu armdicken Strängen, die zu Verstopfungen führen. Jedenfalls hatten die Wasserwerke hier in Berlin täglich Probleme damit.
    Wo große Lücken in den Regalen klaffen, ist bei Seife. Wobei Seifenstücke immer vorhanden sind, die Spender mit Flüssigseife aber nicht.

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    1. Hans-Georg

      Ich hatte das auch gelesen mit dem zurückgegangenen Absatz von Toilettenpapier. Das erklärt aber nicht, warum das Regal schon wieder fast leergeräumt war. Beim Mehl ist es auch auch so.

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  3. Heike

    Tja, es ist schon kurios. Hier im Osten der Region Hannover ist die Klopapier und Küchenrollen Situation entspannt. Im E-Center ist alles da gewesen die letzten 2 Wochen, sogar Desinfektionsmittel. Komischerweise Seifenangebot mau seit Beginn der Krise. Gestern gabs auf einmal keine Hefe mehr. Das Regal war zuletzt immer proppenvoll.

    Im Discounter nebenan Seife auf dem Grabbeltisch in 3 er Paketen.

    Bei den Drogeriemärkten Seife im Überfluss, sogar „neue Kollektionen „.

    Ich verstehe es auch manchmal nicht

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