Musical im Hansa-Theater

Das Hansa Varieté Theater in Hamburg ist eine uralte Instition. Es ist ein ziemlich plüschiges Verzehrtheater. Man sitzt an schmalen Tischen, bekommt auf Wunsch Gerichte serviert und Getränke sowieso. Es ist sicher 55 Jahre her, wenn nicht sogar länger, dass ich in diesem Theater gewesen bin. Akrobaten, Zauberer, Komiker, Bauchredner traten dort auf. Seinerzeit gab es ganzjährig ein wechselndes Programm. Seit ein paar Jahren gibt es nur jeweils eine Wintersaison.

Die legendäre Josphine Baker tanzte im Bananenröckchen auf der Bühne. Weitere große Namen, wie Hans Albers, Asta Nielsen, Fritzi Massary, Charly Rivel und die Commedian Harmonists sind dort aufgetreten, wie auch Houdini und Hanussen. Man sieht, das Haus hat eine berühmte Vergangenheit.

Zufällig fiel ich über eine Notiz, dass nach der Wintersaison 2019/2020 im Hansa-Theater das Musical „Cabaret“ aufgeführt wird. Wenn ich „Musical“ höre, sind plötzlich alle meine Sinne geschärft. Nachdem ich noch ein paar Informationen eingeholt hatte, war klar: Das will ich sehen! Caberet, ein Stück, welches Anfang der 30er Jahre des vorigen Jahrhundert spielt, hat in Zeiten wiedererstarkenden rechten Gedankenguts nichts von seiner Aktualität verloren. Und wenn man das Hansa-Theater kennt, weiß man, dass Cabaret ein Musical ist, welches in dieses Theater gehört.

Karten sind natürlich schon bestellt! Im Vergleich mit den großen Musicaltheatern und -produktionen sind die sogar sehr preisgünstig.

2 Gedanken zu „Musical im Hansa-Theater

  1. Trulla

    Seit Wiedereröffnung des Hansa Varietes durch Initiative von Waller Collien und Tukur gehen wir einmal pro Saison hin. Wir wurden noch nie enttäuscht. Die dargebotene Kunst ist vom Feinsten, internationale Spitzenartisten treten auf, die Küche (in unserem Fall Fischteller von Kowalke) ist sehr zu empfehlen. Ja, es ist plüschig, aber eben wirklich authentisch. Cabaret steht schon auf unserer Liste, es passt in das Theater!
    Ich gebe aber zu, dass wir vor der damaligen Schließung nie auf die Idee gekommen waren, dorthin zu gehen. Der Grund war das Gefühl von Spießigkeit – im Nachhinein ein großer Irrtum. Es geht tatsächlich um die grandiose Leistung der Künstler, die man hautnah erlebt.

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