Wie Kindergeburtstag


Unser Freund Thomas hatte Geburtstag und Verwandte und Freunde zum Swingolf eingeladen. Das ist Golf in vereinfachter Form mit einfacheren Regeln, wobei man sich noch seine eigenen Regeln machen kann. Man muss nicht alles so bierernst nehmen. Dementsprechend waren wir auch alle albern und lustig bei der Sache.

Vor dem Turnier bekamen wir eine Einweisung. Wie hält man den Schläger, wie schlägt man, darauf achten, dass man hinten und neben einem niemanden beim Ausholen mit dem Schläger trifft und darauf achten, dass die Bahn frei ist. Vom Ball getroffen zu werden kann schmerzhaft sein.

20 Personen waren wir. Schnell fanden sich 4 Fünfergruppen zusammen. Jede Gruppe wurde mit einem Bollerwagen ausgestattet in welchem Getränke nach Wunsch (Bier und Softdrinks) sowie für jeden eine Brezn verstaut wurden. Jeder Spieler bekam einen Ball und einen Schläger und dann ging es auf den Golfplatz mit 18 Löchern, die größer sind als auf einem üblichen Golfplatz. Auch die Golfbälle sind etwas größer als normal.

Natürlich kann man die ganze Geschichte toternst und hochkonzentriert durchziehen. Aber he, wir sind da um Spaß zu haben, wie Kindergeburtstag eben. Bälle landeten im Graben und mussten wieder herausgefischt werden. Bälle landeten im Aus mit hohem Gras. Mit dem Schläger wurde gestochert bis der Ball wieder auftauchte. Ein Ball ging verlustig und ward nicht wiedergefunden. Ersatz lag im Bollerwagen bereit. Ob man den Schläger richtig hält oder der Schlag lehrbuchmäßig ausgeführt wird spielte keine Rolle, kann man eh nicht in 10 Minuten lernen. Wir waren ja schon froh, den Ball überhaupt zu treffen und nicht, dass der nach einem kraftvollen Schlag immer noch auf dem Gnupsi lag und uns von dort aus angrinste nachdem wir in der Ferne des Grüns danach ausschau gehalten haben.

„Oh, ich hab mein Gnupsi vergessen (das/der Tee, auf dem der Ball zum Abschlag platziert wird)!“ Also ging man – oder frau – zurück und suchte den Gnupsi beim letzten Abschlagpunkt. Mal rollte der Ball nur 5 Meter weiter, mal flog er im hohen Bogen ziemlich weit, landete aber im Aus. Alles total egal, die Haupsache ist, wir haben Sapß – und davon hatten wir reichlich.

Unsere Gruppe wurde mit der Zeit immer unkonzentrierter weil die Blasen drückten. Dabei hatten wir jeder nur 1 Flasche des Flüssigproviants verzehrt. Man sollte dem Betreiber vom Swingolfplatz Hamburg den Vorschlag machen, den Gruppen nicht nur einen Bollerwagen sondern auch einen Pullerwagen mit auf die Reise zu geben.

Um 18 Uhr sollten sich die Gruppen am Haupthaus einfinden. Wegen des fehlenden Pullerwagens waren wir froh, dass es Zeit wurde, sich auf den Weg zu machen. Wir schafften deshalb auch nur 8 von 9 Bahnen.
Wenn es auch kalt und regnerisch wurde, haben wir dann doch noch ein Weilchen zusammengesessen und gegessen und getrunken. Zum Glück brannte während des Turniers nicht die Sonne unbamherzig vom wolkenlosen Himmel, etwas wärmer hätte es aber gern sein können. Egal, wir waren an der frischen Luft und hatten unseren Spaß. Vielen Dank an Thomas für diese tolle Idee!

6 Gedanken zu „Wie Kindergeburtstag

    1. Hans-Georg

      Da ist ja weit und breit nichts als nur Rasen, ab und zu ein Baum. Aber wer mag sich schon als Mann an einen Baum stellen und pullern wenn die anderen Gruppen rundherum sich da ballschlagend über das Grün bewegen, von den Damen mal ganz zu schweigen.

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  1. Tina

    Welch ein Vergnügen mit euch in einer Gruppe zu spielen! Eine Kombination aus sehr viel Spaß, Ehrgeiz und ist doch scheiß ega,l o-ton Astrid. Wehe ihr spielt das nächste Mal ohne mich 😘

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