Auf Santa-Pauli


Wie man weiß, ist ja zurzeit Saison für Weihnachtsmärkte. Ich bin ja eher der Weihnachtsmarktmuffel, besonders zu Zeiten, während derer die halbe Welt an den Glühweinständen rumhängt und kaum ein Durchkommen ist. Als ich noch arbeitete, ging ich gern in der Mittagspause über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg. Dann war es leer, es war möglich, schnell zu scannen, was in den kleinen weißen Zelten angeboten wurde. Das eine oder andere Stück habe ich dort erstanden, welches ich später am Tag womöglich gar nicht entdeckt hätte.

Gestern Abend waren wir im Stage Operettenhaus um dort das Musical „Liebe Stirbt Nie“ anzuschauen (darüber später mehr). Mit lieben Freunden hatten wir uns vor der Vorstellung auf dem Weihnachtsmarkt Santa-Pauli verabredet. Gern hätte ich mal einen gemütlichen Rundgang über den Weihnachtsmarkt gemacht, der ein „etwas anderes Angebot“ bereithält – außer den üblichen Getränken- und Futterbuden. Aber es war voll, einfach voll. Und das ist es, was ich an Weihnachtsmärkten nicht mag. Man schiebt und wird geschoben, man muss sehen, dass man die Kurve kriegt um einen der Stände etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir haben zwar einen Glühwein getrunken und uns mit den Freunden, die auf dem Weg zum König der Löwen waren, unterhalten. Aber ich war froh, als ich das Areal wieder verlassen konnte.

Wieder mal festgestellt: Weihnachtsmärkte sind nichts für mich.


Viel interessanter ist eine neue Fassade am Spielbudenplatz. Dort wurde ein neues Haus errichtet, das Klubhaus St. Pauli, dessen Fassade in ständig wechselnden Farben und Grafiken in den Nachthimmel leuchtet. Im Klubhaus ist unter anderem das neue kleine Theater Schmidtchen von Corny Littmann untergebracht. Ich bin sicher, dass man uns dort auch mal finden wird.

3 Gedanken zu „Auf Santa-Pauli

  1. Jane Blond

    Ich weiß gar nicht, ob ich Weihnachtsmärkte mag. Manchmal tendiere ich zu ja, dann wieder zu nein. Und doch denke ich immer wieder, dass genau das bei uns fehlt. Kappeln ist so muckelig. Besonders zu dieser Jahreszeit. Ich glaube fest daran, dass ein Weihnachtsmarkt hier mehr Menschen in die Stadt locken würde. Etwas, das wirklich fehlt: Engagement und Initiative. Irgendwas, das unserer Stadt leben schenkt.

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    1. Hans-Georg

      Ähnlich denke ich auch über die kleine Stadt an der Elbe. Es gibt ein paar Aktivitäten in der Adventszeit, aber immer beschränkt auf ein bestimmtes Wochenende. Die Deko in der Einkaufsstraße ist auch eher dürftig und kaum wahrzunehmen.

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  2. Jane Blond

    Einen einzigen Weihnachtsmarkt gibt es. Der findet ein Wochenende im Advent in der sonst leerstehenden Passage statt. Wenn man nicht weiß, dass da drin etwas sein könnte, geht man nicht hin. Weiß man es, stellt man fest, wie wenig weihnachtlich es dort zugeht. Nächstes Jahr wird es auch dies Wochenende nicht mehr geben. Der Hauseigner baut die Passage zu Wohnungen um. Oben hat er das schon vor langer Zeit getan. Unten steht seit Jahren alles leer, weil er sich weigert mit den Ladenmieten runterzugehen.
    Die, die etwas ändern könnten, sorgen dafür, dass die Stadt am Ende sterben wird. Also die Läden, nicht die Stadt selbt.
    Wie wenig ich das verstehe 🙁

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