Was war das denn?

Gestern Abend wurde unser Lied für den ESC in Wien gekürt. Nach der 3. Ausscheidungsrunde gewinnt „Heart of Stone“, ein Titel, der von Andreas Kümmert interpretiert wurde. Der zweitplatzierte Titel wurde „Black Smoke“, vorgetragen von Ann Sophie, die durch eine Wildcard zur Teilnahme gelang.

Soweit – so gut. Doch am Ende platzte eine Bombe: Andreas Kümmert verzichtet auf die Teilnahme in Wien. Er sei nur „ein kleiner Sänger“, so seine Aussage.

Wenn man sich den jungen Mann so anschaut, kann man sich ihn auch gar nicht im Umfeld des ESC vorstellen. Da wäre sicher viel Öffentlichkeit auf ihn zugekommen, nicht nur in Wien, sondern auch vorher schon bei uns in Deutschland. Und sowas ist sicher überhaupt nicht sein Ding. Aber das hätte er sich vorher überlegen sollen. Andreas hat ja schon „Siegererfahrung“ durch den Gewinn einer Castingshow. Also weiss er, was auf ihn zugekommen wäre. Oder wollte er diese Bühne nur um sich und seine Lieder bekannter zu machen? Wollte der Deutsche Joe Cocker diese Bombe (ich weigere mich, von Eklat oder Skandal zu sprechen) um ins Gespräch zu kommen? Soweit mir bekannt ist, wurde er von der ARD zur Teilnahme eingeladen. Die Einladung hätte er jedenfalls gar nicht annehmen dürfen.

Egal welche Gründe er für seine Entscheidung hat, sie ist unfair. Unfair gegenüber seinen Fans und unfair gegenüber den anderen Teilnehmern, denen er eventuell eine Chance verbaut hat. Denn möglicherweise wäre die Abstimmung ja anders verlaufen, wenn er seinen Verzicht rechtzeitig bekanntgegeben hätte.

Der Abend begann übrigens mit der unglaublichen Conchita Wurst, die den Siegertitel vom vorigen Jahr präsentierte: Rise like a Phoenix. Ihr Auftritt wurde mit standing ovations belohnt!

13 Gedanken zu „Was war das denn?

  1. ossi1967

    Ich finds einfach unanständig: Da haben ja Leute eine gebührenpflichtige Nummer angerufen, um ihn nach Wien zu schicken. Anderen Teilnehmer wurde die Chance genommen. Wie Du richtig sagst: Hätt er sich das, bittaschen, nicht vorher überlegen können? Seltsamer Kerl.

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Ossi, du hängst mit deinen aktuellen Informationen zum ESC. Ich musste gestern Abend aus dem Zusammenschnitt entnehmen, dass doch schon einige Teilnehmer mehr feststehen, darunter ’ne dicke Frau.

      Antworten
      1. ossi1967

        Ja, und ich hab auch schon ein total schlechtes Gewissen deswegen.

        Einerseits drücken meine gesundheitlichen Probleme grad so ein bißchen das Motivationsniveau nach unten, was das wochenlange Recherchieren und Dranbleiben betrifft.

        Andererseits hab ich nur mehr den Frust, wenn ich „Song Contest“ nur höre: Da ist das Ding ein Mal in meinem Leben in Wien und ich hab keine Karten! Ich bin an allen Vorverkaufsterminen parallel im Internet und an der Vorverkaufs-Hotline angestanden… Nüschte. (Wobei die Internet-Seiten auch total fehlerhaft waren: Beid er Auswahl von Stehplatzkarten hieß es „Keine 2 nebeneinanderliegenden Plätze mehr in dieser Kategorie“. Beim Auswahl einer als verfügbar gekennzeichneten Sitzplatz-Kategorie kam auf der nächsten Seite „Keine Plätze in dieser Preisklasse verfügbar“. Oder es kam einfach nur ein rotes Kästchen ohne Text.)

        Das wird der schlimmste Song Contest meines lebens. Ich freu mich kein bißchen.

        Antworten
        1. Hans-Georg

          Wenigstens hast du vorher nicht versprochen, es wieder zu machen. Wenn du in diesem Jahr keine Lust dazu hast, dann ist es halt so.
          Andere Leute treten auf und animieren andere Menschen, sie gewinnen zu lassen, also auch eine Art Versprechen. Und wenn sie gewonnen haben ….

          Antworten
  2. Wolfgang

    Der bärtige Mann ist ein komischer Kauz – um es charmant zu formulieren…

    So eine Entscheidung muss man vorher treffen oder wollte er nur eine neue Langspielplatte verkaufen und hoffte auf die mittleren Plätze? 😉

    Dumm und unprofessionell sowas ist. *pfffrrt!*

    Antworten
    1. Elke

      Sehr nett ausgedrückt. Ich würde sagen der bärtige „knüselige“ Mann (so sagt man in Köln zu ungepflegten Zeitgenossen). Aber egal, das Ding ist verkackt! Die Grosskopferten beim TV hätten durch Kümmerts Verhalten bei the Voice sensibilisiert gewesen sein müssen. Nun ja – vertan – LG und schönes Wochenende- Elke

      Antworten
  3. Ralf

    Bei so einer Show darf ich anständigerweise nur mitmachen, wenn ich einen Sieg einkalkuliere und bereit bin, daraus die Konsequenz des Weitermachens auf der nächsten Ebene zu ziehen. Mal reinschnuppern und sich vorbehalten, doch noch abzuspringen, falls ich gewinne, gehört sich nicht.

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Du hast vollkommen recht, Ralf. Und er sollte den Rummel aus der Castingshow, in der er gewonnen hat, eigentlich auch kennen. Natürlich ist der ESC um Nummern grösser. Aber er sollte wissen, aus was er sich da eingelassen hat, bzw. einlassen wollte. Es sei denn, er hat von vornherein gar nicht vorgehabt, in Wien teilzunehmen. Das ist ihm nicht unbedingt zuzutrauen. Aber vielleicht hat er es faustdick hinter den Ohren und hat alle an der Nase herumgeführt.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.