Der rote Ministerpräsident

In Deutschland gibt es nun einen Ministerpräsidenten, der der Partei „Die Linken“ angehört. Darüber, dass es die Partei geschafft hat, in einem Bundesland den Regierungschef zu stellen, mag man geteilter Meinung sein. Ich selbst weiss im Moment noch nicht, was ich davon halten soll. Aber darum geht es hier nicht.

Es geht darum, dass es eine Medienmeldung wert ist, dass Herr Ramelow bei seiner Vereidigung zum Ministerpräsidenten in der Vereidungsformel die Worte „…. so wahr mir Gott helfe!“ weggelassen hat. Seine Begründung: Er achte auf die Trennung von Staat und Kirche. Allein das ist schon sehr löblich. Die Kirche versucht ja immer wieder, in der Politik mitzumischen, ja, sie hat sogar eigene Gesetze wenn es z.B. um Personalangelegenheiten geht. Die Kirche ein Staat im Staate sozusagen.

Aber warum muss sich eine Person eigentlich verteidigen bzw. entschuldigen, wenn sie etwas nicht gesagt hat? Nur weil es üblich ist, diese Formel zu gebrauchen? Es könnte ja auch sein, dass ein gewählter Politiker gar nicht in der Kirche ist. Dann wäre es doch sehr scheinheilig, diese Formel zu benutzen.

Mir ist es völlig wurscht (was macht eigentlich Conchita?), ob die genannte Formel bei einer Vereidigung gesagt wird oder nicht. Die Politik wird davon nicht beeinflusst. Hauptache ist doch, er/sie macht eine gute Arbeit.

Ein Gedanke zu „Der rote Ministerpräsident

  1. Inge

    Hallo Hans-Georg,
    zuerst einmal gesagt, ich binpolitisch gar nichts mehr, weder links, noch rechts, noch in der Mitte, ich bin abwartend. Und weißt du auch warum? Mir gefällt diese ganze Einheitssuppe der Politik nicht. Ich denke für mich, dass es sich herausstellen wird, was gut, besser oder schlecht für uns ist. Außerdem Don Camillo und Peppone haben sich noch nie gut verstanden und so ist es auch im realen Leben. Was ich mir wünsche? Vielfalt in sämtlichen Richtungen, aber Politik getrennt von Kirche.
    Gruß von Inge

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