ESC 2014 – 1. Semi in Kopenhagen

Gestern Abend wurden die ersten zu wählenden 10 Teilnehmer für das Finale des ESC am 10. Mai in Wonderful Copenhagen gekürt. Die Veranstaltung findet in einer alten, hergerichteten Schiffbauhalle statt. Die Bühnentechnik hat uns sehr gut gefallen. Es ist ja auch nicht immer einfach, jedes Jahr etwas neues tolles zu kreiren. Die Moderatoren machten auf mich einen aufgesetzt lustigen Eindruck. Einzig die Dame im Trio wirkte etwas lockerer.

Nun meine Meinung zu den zur Abstimmung gestellten Titeln, die es ins Finale am Samstag geschafft haben:

Armenien wird ja zurzeit bei den Wetten als die Nummer Eins gesehen. Der Gesang selbst wirkte etwas flach aber die Musik ist bombastisch. Das wird vermutlich das Abstimmungsergebnis positiv beeinflussen.
Aserbaidschan – eine Schlaftablette, mehr ist dazu nicht zu sagen.
Ungarn stand nicht auf meiner Favoritenliste. Ich vermute, dass das Thema Kindesmisshandlung ein paar Punkte gebracht hat.
Holland ist in diesem Jahr mit einem ruhigen Duett dabei, sehr schön.
San Marino hat den Altmeister des Grand Prix, Ralph Siegel, bemüht. Und er hat sich bemüht, ein Titel der mir gut gefällt, was sehr erstaunlich ist. Ralph Siegel hat die Sängerin übrigens höchstselbstpersönlich am Flügel auf der Bühne begleitet.
Die Ukraine und Russland werden im Finale sozusagen gegeneinander antreten. Beide sind mit eingängigen Melodien dabei. Die Buhrufe bei der Nominierung Russlands waren fehl am Platz. Aber wo lässt sich die Politik heute noch draussen lassen?!
Island ist mit ein paar bunten und schrägen Vögeln dabei und fällt mit seinem Song aus dem Rahmen. Mein Geschmack ist das nicht.
Schweden hat es auch geschafft, ins Finale zu kommen, in diesem Jahr mit einer Ballade. Ja, ist ok für mich.
Montenegro – ok, es gibt schlechteres, aber das ist nicht mein Ding. Meinetwegen hätte es draussenbleiben können.

Morgenabend werden die nächsten 10 Teilnehmer für das Finale am Samstag gesucht. Wir sind gespannt, was uns morgen präsentiert wird.

6 Gedanken zu „ESC 2014 – 1. Semi in Kopenhagen

  1. ossi1967

    Ich kann nur hoffen, daß das Los gnädig ist und Aserbaidschan für Samstag einen Startplatz in der Mitte zuweist: Man muß ja auch mal aufs Klo gehen, den bisherigen Punktestand zusammenaddieren, frische Brötchen vom Kühlschrank holen,… das läßt sich am entspanntesten machen, während das Mädi aus Aserbaidschan singt. (Falls Island unmittelbar vor oder nach Aserbaidschan antritt, geht sich sogar pinkeln *und* Punkte addieren aus. *gg*)

    Was ich durchaus nett fand waren viele Kleinigkeiten, die unspektakulär, aber wahrnehmbar in die Show eingebaut waren. Der Hinweis ganz zu Beginn, daß das halt so ein richtiger „Männerabend“ ist; die Eröffnung mit der Wiederholung des „lesbischen“ Kusses aus dem finnischen Song vom Vorjahr; die Wahl des Pausenacts mit der passenden Anmoderation; die zufällig ins Bild gehaltene Regenbogenfahne nach dem russischen Beitrag;… Man *mußte* es nicht sehen. Aber die Botschaft ist angekommen.

    (Normalerweise machen sie sowas nur im Semi. Aber wer weiß, vielleicht gibts auch am Samstag eine mutige Ansage.)

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    1. Hans-Georg

      Die Isländer hatten doch auch dezent Regenbogenutensilien dabei.
      Hast du die redcarpet show am Montag gesehen? Da sind die ja im Fummel aufgelaufen.

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      1. ossi1967

        Red Carpet hab ich jetzt grad erst auf YouTube nachgeholt. Shame on me. 😉

        Da war wohl meine Aufmerksamkeit nicht ganz so geschärft beim Auftritt dieser Kinderband. Meine Favoriten sind sie nicht. 🙂

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        1. Hans-Georg

          Red Carpet hatten wir live online angeschaut. Fanden es eher fad. Die Isländer finden wir auch nicht so doll. Aber es gibt ja jedes Jahr ein paar Titel, die total aus dem Rahmen fallen.

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    1. Gerrit

      Ich hätte mir nicht nur Lynda Woodruff, sondern auch Petra Mede zurückgewünscht. Die hat trotz ihrer sehr humorvollen Art eine so entspannte und hochkonzentrierte Moderation abgeliefert – mit dreien und dem ständigen Hin- und Hergeschalte ist es einfach zu hektisch.

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