In der ersten Reihe

Es gab wohl kaum einen besseren Platz, die Auslaufparade anlässlich des offiziellen Ende des 824. Hamburger Hafengeburtstages zu beobachten, als vom Empire Riverside Hotel per Webcam. Die Webcam erfasst den Bereich Elbphilharmonie, König-Der-Löwen-Theater, Landungsbrücken, Werft Blohm und Voss, Containerterminals und dann die Elbe hinab bis zur Seniorenresidenz Augustinum in Hamburg-Neumühlen. Im Hotel Empire Riverside haben wir im vorigen Jahr eine Nacht in der 17. Etage verbracht – und man hat wirklich einen tollen Ausblick von dort.

Da ich aus gesundheitlichen Gründen ja Schonung verordnet bekommen habe und die Menschenmassen auf dem Hafengeburtstag eh nicht unser Ding sind, blieben wir schön zu Hause und ich habe die Auslaufparade schön am heimischen PC in aller Ruhe und Gemütlichkeit verfolgt. Anlässlich dieser Veranstaltung wurde die Webcam zum Teil manuell bedient. Jemand im Dunklen zoomte zeitweise ganz nah an die ausfahrenden Schiffe.

Zum Hafengeburtstag gab es auch auf dem Radiosender ständig Informamtionen und kleine Interviews. Da war dann z.B. ein Familienvater am Mikro und meinte, es sei doch sehr sehr voll. Und was soll ich sagen?: Er hatte ein kleines Kind und ein Baby dabei! Gut, er hat sich nicht direkt beschwert. Aber Leute, zu so einer Veranstaltung gehe ich nicht mit kleinen Kindern! Dann bleib ich mit meinem Hintern schön zu Hause! Hafengeburtstag ist jedes Jahr und die Kinder werden grösser. Ich selbst bin ja auch stolzer Vater eines Sohnes. Damals in Lübeck gab es ja auch Strassenfeste, z.B. das Altstadtfest. Wir haben solche Veranstaltungen erst wieder besucht als unser Sohn in einem entsprechenden Alter war. Kleine Kinder, die noch im Buggy sitzen, haben doch eh nichts davon uns sehen nur die mehr oder weniger breiten Ärsche anderer Besucher.

2 Gedanken zu „In der ersten Reihe

  1. Elvira

    Genau Deinen letzten Satz hatte ich beim Lesen Deiner Zeilen sofort im Kopf. Jedes Jahr im Advent kann ich genau das auf den Weihnachtsmärkten beobachten. Quengelnde Kinder in ihren Buggys, die eben auf jene Ärsche sehen müssen und den Eltern auf den Nerv gehen. Wenn ich unbedingt auf solche Veranstaltungen gehen will, dann parke ich das Kind bei Oma, Opa, Tante oder einer anderen netten Person, der das Kinderhüten Freude macht. Vielleicht geht diese Person mit dem Kind eine Runde in den Park, auf den Spielplatz oder beschäftigt sich anderweitig mit ihm. Da haben dann alle etwas davon. Das ist wie in den Kaufhäusern im Winter. Mutter und/oder Vater öffnen ihre Jacken und Mäntel, das arme Kind im Wagen muss aber in der dicken Winterpelle schwitzen, wird irgendwann (verständlicherweise) nörgelig und muss sich dann vielleicht noch ausschimpfen lassen. Du öffnest bei mir da gerade ein Fass ohne Boden…..

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    1. Hans-Georg

      Ja, die dickeingepackten Kinder beobachte ich auch immer. Dicke Jacke an, möglichst steckt das Kind noch in so einem wattierten Sack und ein Mützchen auf. Schlimm!

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