Auf eigenen Wunsch


Ca. 24 Stunden bin ich in der Praxisklinik Bergedorf gewesen. Nun bin ich innerlich vernetzt. Durch 3 Löcher im Bauch hat der Chirurg meinen Leistenbruch operiert, d.h. durch diese 3 Löcher hat er innen rumgefriemelt und mit einem Netz den Leistenbruch gestützt.

Nach der OP ging es mir schon sehr gut. Leider bekam ich nur leichte Kost, nämlich ein Tomatensüppchen, zum Abendessen. Ein Stück Brot dazu hätte es schon gern sein dürfen. Aber ich hab’s ja überlebt.

Dieses Mal hatte ich leider ein Zimmer nach vorn zur Hauptstrasse hin. Ziemlich laut war es da. Schlaf? Ja, geschlafen hab ich auch, von etwa Mitternacht bis 4 Uhr heute morgen.

Jedes Bett im Zimmer hat einen eigenen kleinen Fernseher, den man sich so hinschieben kann, dass man ganz bequem im Liegen seine Lieblingssendung sieht. Damit die Bettnachbarn nicht gestört werden, hat jeder auch noch Kopfhörer dazu.

Heute morgen bei der Visite habe ich dann das Thema Entlassung, die eigentlich erst morgen sein sollte, angesprochen. Na ja, man kennt das ja. Der Doc war nicht begeistert und wollte das mir und einem weiteren Patienten ausreden. Allerdings räumte er ein, dass es in 2 Jahren wohl so sein würde, dass man am gleichen Tag wieder nach Hause kommt. Es sind mir aber Fälle bekannt, dass es diese Möglichkeit heute schon gibt, z.B. in München. Und mein Mitpatient kannte aus seinem Umfeld auch solche Fälle. Also nahmen wir das Risiko auf uns und liessen uns abholen.

Natürlich weiss ich, dass ich mich vorsichtig bewegen muss. Aber das hätte ich morgen auch gemusst. Und ich werde mich auch gleich ein wenig hinlegen.

Speziell für Arne:
Für das Legen der Braunüle waren 3 Versuche notwendig. Die erste Schwester versuchte es am Handrücken. Sie hat das Ding zwar irgendwie unter die Haut geschoben, es piekte nämlich ganz schön. Aber sie schaffte es nicht, meine Vene anzustechen. Sie holte eine andere Schwester, die es dann im Ellenbogengelenk versuchte. Das ging auch nicht. Dann wurde die Chefin geholt. Bei der klappte es auf Anhieb an einer anderen Vene auf dem Handrücken. Als ich da lag und die Damen da an mir rumpieksten, musste ich an dich und deine Spritzenphobie denken. Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.

Beeindruckt war ich von der Tatsache, dass ich beim Personal in Erinnerung geblieben bin, in guter hoffentlich. Ich wurde mehrmals angesprochen, dass man mich doch kennen würde. Immerhin ist meine Bandscheiben-OP etwa 1 Jahr her.

10 Gedanken zu „Auf eigenen Wunsch

  1. Hans-Georg

    Danke April.
    Bis einschl. Montag hab ich noch liebe Untestützung zu Hause. Aber ich werde mich trotzdem noch schonen. Nicht umsonst bin ich ja 2 Wochen krankgeschrieben.

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  2. Arne

    Da rufe ich die Seite auf, um gute Genesungswünsche zu übermitteln und muss dann Blut – Nadeln und extra an mich gerichtete Worte lesen.

    Ich sitze hier mit einer Gänsehaut!!!

    Aber du scheinst es ja überstanden zu haben. Weiterhin gute Besserung!

    Übrigens: mein Nachbar wurde letztes Jahr nach einem Tag aus dem KH nach einer Leisten OP entlassen! Das gibt es also auch auf dem Land und nicht nur in München! 🙂

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