Glanzvoller Ausklang

Nun ist alles wieder vorbei, auch der Schnee ist nun Schnee von gestern und fast weg. Vereinzelt liegen noch ein paar schmutzig graue Flecken. Ich hoffe, dass war’s dann für diesen Winter. Ich befürchte allerdings, dass das erst der Anfang war.

Gestern sollte eigentlich ein weiteres kleines Familientreffen bei meiner Mutter in Lübeck stattfinden. Wir wollten dort Oliver mit seiner süssen Frau Sabrina treffen. Leider nahm des nachts ein böser Magenvirus von Oliver Besitz. So war es dann besser, diesen auszukurieren. Bernd und ich assen dann mit Meiner Mutter von der grossen Schüssel Kartoffelsalat, den sie morgens zubereitet hatte. Dazu gab es Würstchen. Später tischte Mutter noch eine Kirschtorte auf. Ein Stück mit Sahne und ein wenig Gebäck – dann ging tatsächlich nichts mehr.

Am Abend setzte dann endlich die totale Entspannung ein, als Bernd und ich uns auf den mittleren Plätzen in Reihe 11 der Hamburgischen Staatsoper niederliessen. Nachdem das Licht im Zuschauerraum erloschen war, erklang das Entrée zum Ballett „Der Nussknacker“ vom Peter Iljitsch Tschaikowsky, die 248. Aufführung einer Inszenierung von John Neumeier aus dem Jahr 1974.

Als der Vorhang aufging, blickten wir auf ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild. Die Tänzer und Tänzerinnen trugen die dazu passenden Kostüme. Alles deutete daraufhin, dass es eine schöne Inszenierung werden würde. Und so war es auch. Gänsehaut, verursacht durch schöne Musik, ist bei mir ja nichts ungewöhnliches. Aber eine Gänsehaut hervorgerufen durch ausdrucksstarken Spitzentanz einer Ballerina hatte ich bis gestern Abend noch nie. Mit einer Leichtigkeit schwebte diese Dame über die Bühne – es war unglaublich. Aber ausnahmslos alle Tänzerinnen und Tänzer boten eine hervorragende Leistung. Das Glas Sekt, das wir uns für die Pause bestellt hatten, war diesem Abend angemessen.

Das Bühnenbild des 2. Aktes war dann noch wesentlich stimmungsvoller. 4 Kronenleuchter hingen von der Decke eines üppig gestalteten Saales. Darin wurden uns die diversen Stücke dieses Ballets präsentiert, angefangen mit dem Blumenwalzer und endent mit den Grand Pas de deux. Der Solist des Abends, Carsten Jung hatte währen all seiner Auftritte ein Lächeln auf den Lippen, so als sei Balletttanz ein Spaziergang und nicht Leistung in höchster Anspannung und Konzentrations. Ich kann nur sagen: Bravo! Wie übrigens zu der gesamten Inszenierung. Dieser Abend war ein wahrlich glanzvoller Schlusspunkt des Weihnachtfestes.

Eine kleine Bemerkung am Rande:
Olli ist gar nicht im Weihnachtsurlaub. Er steht – nein, er tanzt – in diesem Ballett. Oder er hat einen Doppelgänger.

2 Gedanken zu „Glanzvoller Ausklang

  1. Lacarian

    Das klingt nach einem eindrucksvollen Weihnachtsausklang! Freut mich, dass ihr so schöne Tage hattet! Dann kann das neue Jahr ja ruhig kommen. 🙂

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