Keine neuen Minarette

Die Schweizer haben die Möglichkeit, per Volksabstimmung zu entscheiden, eine Sache, die ich mir in Deutschland auch manchmal wünsche. Heute sollen die Scheizer darüber abstimmen, ob zukünftig der Bau von weiteren Minaretten erlaubt werden soll. So wie es zurzeit aussieht, wird dies wohl abgelehnt.eiz ob dieses zu erwartenden Entscheids im Ausland beschädigt werden könnt

Die Schweizer Regierung befürchtet, dass das Ansehen der Schweiz. Liebe Schweizer, ihr habt mein vollstes Verständnis wenn ihr weitere Minarette nicht haben wollt. Wer seinen Gebetsteppich ausrollen möchte, kann das auch ohne Minarett machen. Ein Minarett, wie eine Moschee überhaupt, ist nicht Teil des europäischen Glaubens. Wer unbedingt ein Minarett braucht, soll dieses in seiner Heimat suchen.

12 Gedanken zu „Keine neuen Minarette

  1. Hans-Georg

    @Lacarian:
    Ich bin nicht ganz so tief in die Materie eingedrungen wie du, hab von dem Referendum heute eher zufällig erfahren.
    Aber du hast recht, man sollte schon mit fairen Mitteln kämpfen.

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  2. Lacarian

    Ich glaube, dass Christen so ihre Schwierigkeiten damit hätten, in islamischen Ländern eine Kirche errichten zu wollen. Ich kann nachvollziehen, dass der Bau von Minaretten in der Schweiz unerwünscht ist.

    Besorgnisserregend hingegen finde ich die Kampagne, mit der das Alpenvolk gegen Minarette und den Islam aufgehetzt wird. Eines der Plakate in rot, weiß und schwarz stellt einen schwarz vermummten Menschen mit finsterem Blick dar, in dessen Hintergrund Minaretttürme auf der schweizer Flagge stehen. Die Türme haben die Silhouette von Raketen. Ich finde das sehr bedenklich.

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  3. Frau Momo

    Dazu habe ich nun eine gänzlich andere Meinung und mich macht das Abstimmungsergebnis einfach nur unglaublich wütend.
    Martin hat es gut in Worte gefasst, was ich auch denke, nachzulesen bei mir. Ich will das hier nicht alles wiederholen.
    Eine solche Kampagne hätte man hier zu Recht als faschistisch bezeichnet.

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  4. rich rubin

    bin auch anderer meinung.

    man kann nicht über die grundrechte (z.b. die religionsfreiheit) eines dritten abstimmen lassen.

    da würden zum beispiel bei schwul-lesbischen fragen demokratische ergebnisse rauskommen, die meiner gesundheit eher abträglich wären. :>

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  5. Hans-Georg

    Ich bin auch nicht damit einverstanden, mit welchen Mitteln die Kampagne geführt wurde.
    Grundsätzlich: Ich habe nichts gegen die Religionsfreiheit. Jeder sollte da beten dürfen, wo er lebt. Ich habe mittags auch schon mal jemanden auf seinem Teppich an der Alster beten sehen.
    Es bedarf aber keines Minaretts um zu beten.

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  6. Hans-Georg

    Ich gebe dir recht, Herr Momo. Wenn ich beten möchte, muss ich auch nicht in eine Kirche gehen.
    Den Christen würde auch sicher nicht gestattet werden, in muslimischen Länern einen Kirchturm zu bauen.

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  7. Frau Momo

    In der Schweiz gibt es ganze vier Moscheen mit Minaretten. Worum machen die eigentlich so ein Aufhebens.
    Und wenn ein Minarett Teil der Kultur ist, kann ich gut damit leben.
    Das Christen keine Kirchen in islamischen Ländern bauen können finde ich kein Argument. Das hat sowas von Kindergarten… wie Du mir, so ich Dir.
    Zeigen wir uns doch weltoffen und respektieren wir andere Kulturen auch in unserer Mitte.
    Das wäre wahre Größe.

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  8. Carlos Brasil

    Von den Europäern wird Toleranz gegenüber anderen Religionen, anderen Kulturen und so weiter und so fort gefordert. Aber gerade die, die diese Toleranz von uns einfordern sind meist am wenigsten dazu bereit auch diese Toleranz uns gegenüber zu zeigen. Ich habe oft das Gefühl, dass jeder der nach Deutschland kommt fordert und fordert und fordert. Ohne jedoch dazu bereit zu sein auch zu geben. Sprich sich uns anzupassen. Nein, wir müssen uns allen anderen anpassen. Und das kann es ja auch nicht sein. Europa hat eine Kultur. Integrieren müssen nicht wir uns, sondern die, die bei und mit uns leben möchten. Und dann müssen diese auch akzeptieren, wenn wir (in diesem Fall die Schweizer) etwas haben möchten oder nicht. So wie wir nach den Wünschen der Menschen und deren Regeln in deren Ländern leben müssen.

    @Frau Momo
    Zeigen wir uns doch weltoffen und respektieren wir andere Kulturen auch in unserer Mitte.
    Das wäre wahre Größe.

    Keine Frage, ich habe nichts gegen andere Kulturen, ich finde das sogar gut. Wer isst nicht gerne einen Döner? Aber den Respekt den die anderen Kulturen von uns fordern, diesen Respekt erwarte ich auch uns gegenüber. Nur diesen Respekt uns gegenüber vermisse ich in sehr vielen Fällen.

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  9. Frau Momo

    @Carlos Brasil
    Das sind für mich keine Arguemnte. Müssen wir denn unsere Toleranz an der anderer messen. Haben wir keine eigenen Werte, die stehen, ohne uns mit anderen zu vergleichen oder es sozusagen nur Zug um Zug geht.
    Haben sich denn all die Minarettgegner je mit dem Islam wirklich auseinandergesetzt? Geht es nicht vielmehr darum, dagegen zu sein, weil es fremd ist, weil wir damit nichts anfangen können. Heute sind es die Moslems und morgen???
    Das hatten wir alles schon mal. Es geht gegen Minderheiten, ob das nun Moslems sind, Schwule oder wer weiß wer sind, ist doch diesen ideologisch verbrämten letzlich wurscht.
    Und nur weil uns vielleicht der Respekt der Muslime fehlt (was ich bei meinen muslimischen Freunden wahrlich nicht behaupten kann), müssen wir es mit gleicher Münze heim zahlen?
    Ich habe einige Freunde aus islamischen Ländern und keinem von denen mangelt es an Respekt gegenüber dem Land, in dem sie leben.

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  10. Ray

    @Frau Momo: Nun, ich empfehle zuerst Orientierung betreffend des Begriffs ‘Faschismus’. Insbesondere natürlich weil es sich bei der Angelegenheit um eine sog. ‘Volksinitiative’ handelte, einem demokratischen Vorgang, den es z.B. in D nicht gibt, da dort das Volk jeweils 4 Jahre das Denkmandat an bezahlte Politiker abgibt.

    Losgelöst von der Debatte um die ethische Seite der Minarett-Geschichte, ist ein Verständnis für die Funktionsweise unserer direkten Demokratie von Nöten, ansonsten jegliche Einmischung in die Diskussion nicht elegant aussieht.

    Grüsse aus der Schweiz!

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  11. Frau Momo

    @Ray
    sorry, aber ich behalte mir vor, manche Meinungen und Tendenzen für faschistisch zu halten. Und ich glaube kaum, das ich da Nachhilfe brauche.
    Nicht der Volksentscheid selber, aber der Inhalt und die Plakate haben für mich schon sehr deutlich faschistische Züge.

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