Der 60. Geburtstag

Der Herr Ackermann wird 60 Jahre alt und darf auf unser aller Kosten mit der Bundeskanzelerin im Kanzleramt feiern. Mein Nachbar und ich werden im nächsten Jahr innerhalb weniger Tage auch 60. Wir haben uns entschlossen, gemeinsam einen 120. Geburtstag zu feiern. Wir können ja mal Frau Merkel fragen (ich gehe mal davon aus, dass sie dann noch Kanzlerin sein wird), ob sie uns das Fest finanziert. Da wir nur eine Feier machen, spart der Steuerzahler sogar noch. Sind wir nicht grosszügig?

6 Gedanken zu „Der 60. Geburtstag

  1. Frau Momo

    Ihr seid ja bescheiden. Na ja, Herr Ackermann kann sich so eine Feier vielleicht nicht mehr leisten. Vielleich haben sie ja ein bißchen an seinem Millionengehalt rumgekürzt und dat Angie hat ihre soziale Ader entdeckt.
    Und ich bin die Kaiserin von China.

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  2. danton

    Neid ist ja ne sehr deutsche Tugend. Im Übrigen war es keine Geburtagsfeier. Wie und was es war, kann man in der FAZ nachlesen.Ich mag Ackermann auch nicht, finde die Diskussion um ein informelles Abendessen bei der Kanzlerin aber reichlich kleinkariert. So etwas gehört zum politischen Geschäft. Jeder Ministerpräsident hat so einen Etat und nutzt ihn auch. Und solche Veranstaltungen sind sogar auch für etwas nützlich, weil sich Menschen im informellen Rahmen näher kommen.

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  3. Frau Momo

    Ach herrje, ich bin wahrlich nicht neidisch. Ich würde glatt ablehnen, wenn ich von Frau Merkel eingeladen würde. Und das die FAZ weiß, wie es wirklich war, glaube ich sofort.
    Sowas nennt man Lobbyarbeit und dieses Essen ist nichts weiter als ein Zeichen dafür, wer mit wem knutscht und wer welche Interessen hat.

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  4. Hans-Georg

    Soso, ein informelles Abendessen mit Künstlern. Wollten Herr Ackermann und Frau Merkel sich über die neuesten TV-Ideen informieren?
    Mag ja sein, dass es solche Etats gibt, nur ist es unklug, wenn sich die Person, um die es geht, sich die Gästeliste selbst zusammenstellen darf.
    Und nun lässt sich Frau Merkel herausreden, dass das Essen im “Umfeld des 60. Geburtstags” stattgefunden hat.
    Nein nein, bei allem Respekt, das ist ein Unding gewesen. Aber wie heisst das Sprichwort:
    Der Teufel kackt immer auf den grössten Haufen! Will sagen: Wer eh schon Geld genug hat, dem wird sowieso alles vorn und hinten reingeschoben.

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  5. Lucki

    Es ging bei der Party nicht ums TV-Programm, wohl aber um Bildung und über die Präsentation deutscher Kultur im Ausland. Es wurde auch nicht getanzt. Frau und Kinder etc. waren nicht eingeladen, wohl aber Petra Roth, die noch über Goethe sprach. Die hätte Ackerman , da sind wir uns doch einig. nie zu seinem 60. eingeladen. Im übrigen ist mir die Summe über die da diskutiert wird peinlich. Wenn A. wirklich zu seinem Geburtstag einlädt, dann gibt es erstens bessere locations und bezahlen kann er diesen Event aus seiner Portokasse.
    Aber im Wahlkampf ist keine Nachricht irgendnwie peinlich genug, um falsch dargestellt zu werden. Solche Einladungen gab es übrigens bei allen Regierungen.
    Peinlicher ist da mir die persönliche Nutzung des Dienstwagens von Ullala und der Flugbereitschaft. Letzterer Einsatz hat die Kosten für die Ackermann-Party bei weitem überschritten.
    LG Lucki

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  6. Hans-Georg

    @Lucki:
    Es geht hier nicht um die Summe, die die Feier, oder wie immer man das nennen will, gekostet hat, sondern darum, dass Herr Ackermann “im Umfeld seines 60. Geburstages” zu diesem Treffen einladen durfte.
    Die Nutzung des Dienstwagens ist für mich überhaupt nicht peinlich so lange sie in Übereinstimmung mit den Dienstvorschriften stand.
    Seien wir doch mal ehrlich:
    Solche Dinge kommen nur durch Zufall ans Licht. Ich möchte nicht wissen, wieviele ähnliche Dinge täglich getätigt werden, von denen – bislang – nichts nach aussen gedrungen ist.

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