Grand-Prix-Nachlese

Der 52. Eurovision Songcontest ist Geschichte. Und Deutschland landete mal wieder weit abgeschlagen. Das kann man ganz bestimmt nicht unserem Interpreten Roger Cicero anlasten. Sein Auftritt war souverän und professionell – im Gegensatz zu einigen anderen „Künstlern“.

Mit dem Gewinnertitel aus Serbien kann ich nicht so viel anfangen. Da hätte mir Verka Serduchka aus der Ukraine mit „Dancing Lasha Tumbai“ schon eher zugesagt, auch wenn ich dem Titel in unserer privaten Abstimmung keinen Punkt gegeben habe. Wer nun sagt, das, was die Ukraine gebracht hat, sei Schwachsinn, sollte sich mal an die Auftritte von Stefan Raab und Guildo Horn erinnern, die seinerzeit mit ihrem Schwachsinn auf relativ guten Plätzen gelandet sind.

Auch wenn mir die Seilschaften zwischen den osteuropäischen und südosteuropäischen Ländern nicht gefallen, dergleichen hat es immer gegeben in diesem Wettbewerb. So haben sich – und sie machen uns noch heute – z.B. die skandinavischen Länder gegenseitig die höchsten Punke zugeschoben. In der Ecke Frankreich/Beligen/Holland ging es schon immer ähnlich zu.

Allein aus der Qualität eines Liedes und der Beliebtheit seines Interpreten auf eine mögliche Platzierung zu schliessen, wird immer unvorhersehbar bleiben solange das System der Abstimmung nicht geändert wird. Die aus der UDSSR und aus Jugoslawien hervorgegangenen Splitterstaaten haben das Abstimmungssystem in eine totale Schieflage gebracht, das so nicht länger hinnehmbar ist. Ich hoffe, dass die vier „Geldgeberteilnehmer“ eine Lösung finden und ihren Einfluss geltend machen, die Vorhersehbarkeit bei der Punkteverteilung in Zukunft zu vermeiden, auch was die alljährlichen 12 Punkte aus Deutschland für die Türkei betrifft.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns ganz herzlich bei den Hasen für den netten Abend bei leckerem Essen und Maibowle bedanken.

4 Gedanken zu „Grand-Prix-Nachlese

  1. dantonbln

    vielleicht sollte man sich mal mehr mit der frage beschäftigen, welche art von musik in den betreffenden ländern geschätzt wird, als die beleidigte leberwurst zu spielen. dass man mit einer swing-klamotte dort keinen hund hinter dem ofen vorlockt, hätte eigentlich dann klar sein müssen. diese art von musik ist noch nicht einmal in westeuropäischen staaten sonderlich populär, mithin ist das schlechte abschneiden zum großen teil einfach hausgemacht.

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  2. Hans-Georg

    @danton:
    Musik ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Man kann deshalb einen Beitrag allgemein nicht als Klamotte bezeichnen, egal ob es sich um den Deutschen oder einen aus einem anderen Land handelt.
    Und schon gar nicht muss man Rücksicht auf den Geschmack anderer teilnehmender Länder nehmen. Immerhin haben wir für diese “Klamotte” aus Albanien einen relativ hohe Bewertung erhalten.

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  3. danton

    ich gehöre halt dem verein für deutliche ausprache an, nix für ungut. und das uns albanien zugetan ist, kennt man bereits aus anderen zusammenhängen…hehe

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