Archiv der Kategorie: politisch

Ein Brief an die AfD

„Sehr geehrte AfD,

wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben.

Wir sind links der Mitte, rechts der Mitte und genau auf der Mitte. Wir sind Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Religion, jeder Hautfarbe, jeder sexuellen Orientierung, jeder politischen Richtung. Wir sind die, die unser Land zu dem machen, was es ist.

Und wir stehen auf gegen euren Rassismus.

Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit. Wo ihr Mauern ziehen wollt, bauen wir Brücken. Wo ihr Hass verbreiten wollt, reagieren wir mit Zusammenhalt.

Das hier ist unser aller Land und ihr holt es euch nicht zurück. “

Unterzeichnen kann den Brief hier.

Bundestagswahl 2017

Wir waren das nicht! Wir haben nicht dazu beigetragen, der NSAfD dieses hochprozentige Ergebnis zu bescheren. Man kann nur hoffen, dass die sich als eine Chaotentruppe herauskristallisieren, dass sich das in 4 Jahren nicht wiederholt.

Es ist schlimm genug, dass die braune Suppe sich in den Bundestag ergießt, noch schlimmer ist, dass die auf den 3. Platz gelandet sind. Es ist eine Schande!

Zur Wahl

Morgen ist Bundestagswahl. Welche Partei die meisten Stimmen bekommt, ist wohl klar. Wer an 2. Stelle liegen wird, ist wohl auch so gut wie sicher. Um den 3. Platz streiten sich gleich 3 Parteien. Die NSAfD wird diesen Platz hoffentlich nicht belegen, ist schon schlimm genug, dass dieser braune Verein es wohl schaffen wird, Sitze im Deutschen Bundestag zu ergattern.

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie man die einzelnen Parteien, die sich um die Sitze im Deutschen Bundestag bewerben, beschreiben soll? Ich nicht, obwohl man natürlich so einiges über sie weiß. Eine recht gute Beschreibung der Parteienlandschaft hat das Fräulein Read On gemacht. Allerdings ist das sehr verwirrend für die, die immer noch nicht wissen, was sie wählen sollen. Aber es ist auch recht amüsant geschrieben, wenn auch gleichzeitg irgendwie traurig. Der Titel ihrer Beschreibung: Die Qual der Wahl. Und damit hat das Fräulein verdammt ganz recht.

Hinweis zur Wahl

„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man muß den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf.“ Erich Kästner

Ich denke, jeder weiß, wie aktuell dieses Zitat ist.

Gefunden bei Spontiv.

Der Abgasskandal

Dieses Thema wird die Politik und Automobilindustrie noch eine Weile beschäftigen, und damit auch die Deutschen Autofahrer. Während in Großbrittannien ab 2040 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden sollen, während Volvo sich ab 2019 nur noch mit E-Autos beschäftigen will, ist all das für die Deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries keine Option. Sie setzt auf eine einheitliche EU-Regelung.

Wer hätte auch was anderes gedacht?! Deutschland hat vermutlich europaweit, wenn nicht sogar weltweit, die größte Automobilindustrie. Warum kann Deutschland nicht Vorreiter sein in der EU? Wer weiß schon, was die Automobilindustrie der Ministerin wieder zugeflüstert hat?!

Der Abgasskandal

Gleich am frühem Morgen muss ich mich schon wieder aufregen über die verfluchte Autoindustrie, welche die Schuld am Abgasskandal nun der Politik in die Schuhe schiebt. Der VDA behauptet, dass zu große gesetzliche Spielräume die Ursache sind.

Klar, die Politik ist schuldig daran, nämlich deshalb, weil sie sich darauf eingelassen hat, was die Automobilindustrie wollte. Deren Lobbyisten sind es doch, die Einfluss auf die Politik nehmen und mit Abwanderung und Abbau von Arbeitsplätzen drohen. Die Vertreter die Automobilindustrie, sowie anderer Branchen auch, werden doch gefragt, was sie wollen, was machbar ist und was nicht. Die sitzen doch mit am Tisch, wenn Gesetze beraten und Gesetzestexte ausgearbeitet werden. Aber nein, die Automobilindustrie ist unschuldig an dem Dilemma. Ich könnte kotzen!

Wisst ihr übrigens, dass im Reichstag mehr Lobbyisten ein- und ausgehen als der Bundestag Abgeordnete hat?!

Eine gute Entscheidung

Als wir uns für ein neues Auto interessierten, hatten wir überhaupt nicht darüber nachgedacht, ob es ein PKW mit Dieselantrieb werden könnte. Der Abgasskandal war – und ist noch immer – allgegenwärtig. Eher dachten wir ja darüber nach, uns ein E-Auto zu kaufen, kamen ja aber zu der Erkenntnis, dass die Reichweite dieser Fahrzeuge noch nicht ausreichen sei, jedenfalls jene, die unserem Budget entsprechen.

Beim Beratungsgespräch des Volvohändlers tauchte seinerseits die Frage auf, ob es denn auch ein Dieselmotor sein dürfte, was wir sofort und vehemment ablehnten. Weitere Nachfragen seitens des Verkäufers gab es nicht, er versuchte gar nicht erst, uns ein Dieselfahrzeug schmackhaft zu machen.

In den letzten Wochen ist die Deutsche Autoindustrie ja fast täglich in den Schlagzeilen, sei es wegen des Abgasskandals oder neuerdings auch wegen eines angeblichen Auto-Kartells. Mein Vertrauen in Deutsche Autos und deren Hersteller ist jedenfalls nicht mehr vorhanden.

Das Urteil, welches heute in Stuttgart gefällt wurde, bestätigt mir, dass unsere Entscheidung, kein Diesefahrzeug zu kaufen, richtig war, auch wenn es sich nicht um ein Deutsches Fabrikat gehandelt hat.

Volvo wird sich ab 2019 nur noch mit der Entwicklung von E-Autos beschäftigen. Die Deutschen Autobauer setzen weiterhin auf den Verbrennungsmotor und setzen die Politik mal wieder unter Druck: Angeblich würden 600.000 Arbeitsplätz daran hängen! Selbst in Großbritannien, ein Land, welches als nicht gerade sehr fortschrittlich gilt, gibt es scheinbar Bestrebungen, ab 2040 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu verbieten.

Die Politik in Deutschland ist eh ein Büttel der Autoindustrie. Anders ist es nicht zu erklären, dass nicht längst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf den Autobahnen eingeführt worden ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Gerichte nicht beeinflussen lassen. Der VDA (Verband der Automobilindustrie) rechnet jetzt schon damit, dass bei einer Revision das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu einem anderen Ergebnis kommt als das Gericht in Stuttgart.

Über Krawalle in Hamburg

Das Fräulein Read On hat sich auch mit den Krawallen anlässlich des G20-Gipfels in Hamburg auseinandergesetzt und ihre Sicht der Dinge in ihrem Blog kundgetan, und zwar an einem einzigen Beispiel dessen, was in Hamburg passiert ist. Vielleicht hat das Fräulein genau das Video gesehen, welches ich auch entdeckt hatte.

Fräulein Read On bringt es auf den Punkt, ohne eine Schuldzuweisung. Wenn aber diejenigen, die das Dilemma verursacht haben, die Gedanken des Fräuleins lesen – was sie vermutlich nicht tun – müssten sie sich schämen.

Brandschatzen und Plünderungen

Es ist unglaublich, was in Hamburg in den letzten Tagen passiert ist. Das Treffen der G20 war für kriminelle Arschlöcher und Idioten ein Grund, durch die Straßen ziehen, Scheiben einzuschlagen, Geschäfte zu plündern Autos anzuzünden, mit Flaschen und Steinen nach Polizisten zu werfen. Die Bilder waren nicht nur in Deutschland zu sehen, nein, sie gingen um die Welt. Die ganze Welt konnte also sehen, was es für Arschlöcher gibt. Und für diesen Ausdruck entschuldige ich mich nicht.

Recht auf Meinungsäußerung ist eine gute Sache, doch seine Meinung auf diese Art und Weise zu zeigen ist nicht der Sinn der Sache. Diese Arschlöcher haben vermutlich überhaupt keine politische Meinung. Unter dem Deckmantel der Meinungsäußerung haben sie kein anderes Ziel, als Randale zu machen und fremdes Eigentum zu beschädigigen und zu vernichten. Aus keinem anderen Grund sind sie aus ganz Europa nach Hamburg angreist. Ich vergleiche das in etwa mit den Hooligans beim Fußball: Der Fußball interessiert sie nicht, die Hauptsache, sie können Randale machen, sei im oder vor den Stadien.

Ich habe ein Video gesehen, aufgenommen von einem Balkon, leider finde ich es nicht wieder: Zwei Vermummte gingen ganz seelenruhig durch eine menschenleere Straße. Sie schlugen die Scheiben eines Autos ein und legten Brandsätze hinein. Das Auto war nicht mal eins der hohen Kategorie, aus sah aus wie eins der unteren Mittelklasse. Was soll der Scheiß??? Das Auto hat diesen Arschlöchern nichts getan, außer dass es da gerade herumstand, zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Inhaber mag vielleicht ein einfacher Angestellter oder ein Arbeiter sein. Auch er hat diesen beiden Kriminellen nichts getan, außer dass er mit seinen Sozialabgaben in die Sozialkasse einzahlt, aus der diese beiden – ich wiederhole mich – Arschlöcher ihren Lebensunterhalt erhalten.

Selbst wenn sich der Mob von der Polizei proviziert haben sollte, ist das noch lange kein Grund, sich an fremden Eigentum zu vergreifen und es zu vernichten. Aber darauf kam es diesen Idionten überhaupt nicht an: Sie sind nur gekommen um zu randalieren, zu brandschatzen und zu plündern.

Stimmen wurden laut, warum der G20-Gipfel gerade in Hamburg stattfinden musste. Dazu muss man wissen, dass für einige Tausend anreisende Teilnehmer und Journalisten genügend Unterkünfte vorgehalten werden müssen. Helgoland, Sylt, Fehmarn, Rügen und Usedom haben diese Kapazitäten nicht, wie auch viele abgeschiedene Orte in Deutschland. Hamburgs Straßen, besonders in dem Gebiet, in welchem die Chaoten tätig waren, sind zum Teil eng und verwinkelt. Da ist es schwer für Ordnungskräfte, den Überblick zu behalten.

Vielleicht sollte man sich bei zukünftigen Treffen der G20 auf New York einigen. In Manhatten gibt es nur Straßen von Nord nach Süd und von Ost nach West, alles schön übersichtlich. Und die Polizei in NY würde sicherlich nicht zimperlich sein, Chaoten den Garaus zu machen.