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Was essen wir?


Ein paar Tage vor dem Wochenende überlegen wir, was wir denn essen wollen. Der vorausschauende Hausmann guckt mal in die Wettervorhersage. Grillen? Geht wohl nicht. Was hatten wir denn länger nicht? Was passt zum Wetter? Pasta hatten wir lange nicht. Und mit Pasta sind wir ja nicht auf das Angebot im Einzelhandel angewiesen – solange wir Mehl und Hartweißengries im Haus haben. Ich schlug dem Herzallerliebsten also vor, dass wir am Sonntag, also heute, Pasta Carbonara essen könnten. Ist ja auch nicht mit viel Aufwand verbunden. Das Originalrezept kommt ohne Sahne aus, nur Eier und Italienischer Schinkenspeck. Mangels eines entsprechenden Angebots nehmen wir immer Schinkenwürfel.

Bis mittags war es also ein verregneter Sonntag. Und wir freuten uns auf Pasta Carbonara und dazu Rotwein. Wenn wir Pasta essen, gibt es bei uns immer Pasta fresca, also frischgemacht mit dem Pastamaker. Mehl, Hartenweizengries und Wasser – das ist schon alles, was der Pastamaker knetet. Mit stand heute die Auswahl zu, welche Pasta es denn sein sollten. Ich entschied mich für Tagliatelle.

Es war wieder mal soooooo lecker. Und dazu der Rotwein! Bei dem Mistwetter war das heute wirklich das richtige Essen: Etwas deftig und doch mit einem Hauch von Sommer. Dazu ein Dornfelder Halbtrocken vom Weingut Kesselring – das perfekte Essen an so einem verregneten Sonntag – auch wenn für ein paar Sekunden mal die Sonne zu ahnen war.

Unter 50


Ab heute sind es nur noch 49 Tage bis zum Beginn unserer nächsten Kreuzfahrt. Die Versogung der Katzen ist gesichert, der Shuttel für den Transfer zum Airport Helmut Schmidt ist gebucht, wie auch der später notwendige Heimtransport. Alle bisher online zur Verfügung stehenden Formalitäten sind erledigt. Die Plätze für den Hin- und Rückflug sind auch reserviert.

Wir haben nur einen Ausflug gebucht. Von Piräus geht es zur Akropolis. In den anderen Häfen werden wir selbst „ins Dorf gehen“ und uns durch die Gassen treiben lassen. Auf jeden Fall werde ich noch eine Wellnessanwendung buchen. Langsam kristallisiert sich heraus, was ich für welchen Tag buchen werde.

Ab dem 26.6. ist der Online Checkin möglich, was wir dann natürlich auch sofort erledigen werden. Eine Woche vor dem Reisebeginn muss der Gesundheitsfragebogen ausgefüllt werden. Auch das kriegen wir hin.

Leider werden wir auch in diesem Jahr nicht durch die Altstadt von Valletta spazieren können. Die planmäßige Ankunftszeit ist 19:05 Uhr, d.h. vor 20 Uhr werden wir nicht an Bord sein. Dann werden wir erstmal einen Happen essen und um 22 Uhr wird die Mein Schiff 5 von ihrem Heimathafen abfahren und in See stechen.

Homophob und rassistisch


In den Medien wird natürlich über die Affenpocken berichtet. Die Pocken sind in Afrika zuerst aufgetreten und sie sollen bei gleichgeschlechtlichen Kontakten unter Männern ansteckend sein, also bei Schwulen. Und damit wird der Deutsche, der nicht so wirklich intelligent ist (vorsichtig ausgedrückt), wie z.B. die Leser der Zeitung mit den vier großen Buchstaben, mal wieder mit Vorurteilen gefüttert. Da nützt es auch nichts, wenn sich Minister Lauterbach hinstellt und sagt, dass die Affenpocken kein Grund zur Stigmatisierung sind. Wer weiß denn schon von den von mir erwähnten Menschen, was Stigmatisierung bedeutet?

Mir ist bewusst, dass ich gewisse Zeitungsleser auch stigmatisiert habe. Aber ich provoziere auch gern, gerade in Bezug auf diese Zeitung – weil ich mir so noch nie gekauft habe und nicht mal im Vorbeigehen die Schlagzeile lese.

Neue Technik


Dieses Mal geht es nicht um neue Technik für das Elbepenthouse, wie z.B. smarte Beleuchtung. Dieses Mal geht es um neue Technik für das private Büro, nämlich um einen neuen Drucker.

Ich weiß nicht, wie viele Drucker in den 25 Jahren, die mein Mann und ich zusammen sind, durch diesen Haushalt gewandert sind. Ich habe darüber nicht buchgeführt. Aber man kennt das: Irgendwann will der Drucker nicht mehr so drucken, wie man es erwartet. Man benutzt die Dinger einfach zu wenig. Und wenn man dann was zu drucken hat, ist es entweder unsauber oder es geht gar nicht mehr.

Wir haben jetzt einen Bruder hier stehen, einen Laserdrucker von Brother. Nur für schwarz-weiß. Meistens sind Farbbilder eh qualitativ nicht so wirklich toll. Und wann druckt man schon mal ein Foto aus? Wenn das wirklich der Fall sein sollte, z.B. für ein Geschenk, ist es günstiger, sich die Datei auf ein Wechselmedium zu kopieren und damit zu einem Fachgeschäft zu gehen um sich das Bild in passender Größe ausdrucken zu lassen. Ich habe das schon ein paar Mal machen lassen.

Jetzt wird hier im Haushalt also mit einem Laserdrucker gedruckt, in der Hoffnung, dass der Toner das Gerät bei längerer Nichtbenutzung nicht verstopft oder sonstwie unbrauchbar macht. Ich weiß aus meiner Berufszeit, dass sich Toner in der Kartusche setzen kann. Vor dem Einsetzen in den Drucker soll man deshalb die Kartusche horizontal schütteln. Das müsste auch gehen, wenn man nach längerer Nichtbenutzung die Durckqualität nicht mehr optimal ist. Wir werden sehen.

Praktisch wenn man Katzen hat


Katzen lieben Tastaturen. Gerne lassen sie sich darauf nieder oder tapern darauf herum. Mir sind dadurch schon einige Emails gelöscht worden. Und wenn ich gern in der Pause von meinem Liebsten mit ihm chatten möchte, werden da schon mal irgenwelche Zeichenfolgen gesendet.

Abhilfe schaffte die Anschaffung einer kabellosen Tastatur. Wenn die Katze Nähe zu mir sucht, meistens ist es Glinda, legt sie sich auf die Tastatur und erwartet, dass ich sie knuddel. Die Tastatur hat einen kleinen Schalter, mit dem sie sich schnell ausschalten lässt. Wenn ich nur so das Internet leerlese, brauch ich die Tastatur ja nicht. Dafür reicht die Maus.

Wenn der Schatz aber online kommt, will ich mit ihm ja die neuesten Neuigkeiten austauschen. Dann ziehe ich die Tastatur vorsichtig unter der Katze heraus und lege sie auf meine Oberschenkel, die Tastatur, nicht die Katze. Die Katze kann dann weiter da rumliegen und schnurren und ich kann derweil mit meinem Schatz chatten. Und während er gerade was schreibt, kann ich die Katze knuddeln. Sehr praktisch.

Eintausendsechshundert Meter

Das erste Etappenziel habe ich heute erreicht, nein, sogar ein wenig überschritten. Vorgenommen hatte ich mir, heute 1.500 Meter = 30 Bahnen zu schwimmen. Aber als ich so vormichhinschwamm merkte ich, dass es ganz gut läuft. Zwei Bahnen schaffst du noch, dann bist du knapp über dem, was du dir vorgenommen hast.

Zischen dem, was ich mir vornehme, und der Realität klafft manchmal eine Lücke. Das merke ich meistens schon recht frühzeitig. Es läuft dann einfach nicht, besonders, wenn auch noch Treibholz im Weg ist und ich aufpassen muss, dass ich das nicht touchiere und ich deshalb Kopf und Hals nicht ganz so optimal halten kann, wie es eigentlich sein sollte. Zum Glück hat man die Bahn für die „Halbschnellschwimmer“ erweitert, so dass, bei gegenseitiger Rücksichtnahme, ein gefahrloses Überholen möglich ist.

Heute lief alles optimal. Ich habe das schon öfter festgestellt, dass ich es nach einem Tag Schwimmpause leichter habe. Jetzt werden es drei Tage. Morgen hat der Gatte frei, da schlafen wir aus, Sonntag sowieso und montags wird das Schwimmbad erst um 10 Uhr geöffnet.

Dienstag stehe ich wieder auf der Matte, sprich am Beckenrand, setze meine Schwimmbrille auf und los geht es. Das nächste Etappenziel ist 2.000 Meter. Das sind nur 8 Bahnen mehr, das muss doch nächste Woche zu schaffen sein.

Na, geht doch!

Mit einer neuen Schwimmbrille, die ich gestern noch in der Sportabteilung des örtlichen Kaufhauses gekauft hatte, stieg ich heute in die Fluten und legte los.

wolkig
Wasser: 24,1°
Luft : 15,4°
Leichter Dunst waberte über dem Schwimmbecken

Mein Ziel war es, heute 1.000 Meter zu erreichen. Aber während ich so schwamm lief es ganz gut und ich hatte ich den Ehrgeiz, diese Marke zu überschreiten. Also hängte ich noch 2 Bahnen dran und hatte dann 1.100 Meter geschafft. Nach zwei Jahren Schwimmpause finde ich, dass das ein gutes Ergebnis ist.

Morgen ist Schwimmpause weil ich dann zur Wirbelsäulengymnastik bei Claudia gehe. Schwimmen ist dann wieder Freitag.

Endlich Anschwimmen

Seit 2 Jahren war ich das erste Mal zum Schwimmen. Eigentlich wollte ich ja schon in der vorigen Woche ins Freizeitbad, aber die Schnellgrippe machte mir eine Barriere in die Schwimmbahn, will sagen, einen Strich durch die Rechnung.

Es war allerdings sehr verhalten heute. Hätte ich meine Ausrüstung man schon eher geprüft und nicht im letzten Moment bevor ich das Haus verliess. Als ich das Badehandtuch auseinanderrollte, in welchem ich die Utensilien aufbewahre, fiel mir als erstes meine Schwimmbrille in die Hände. Der Riemen, mit dem die Brille am Kopf befestigt wird, war total vergilbt. Die Reissfestigkeit habe ich gar nicht erst geprüft, das Ding sah ekelig aus. Mit sowas gehe ich doch nicht schwimmen, ein wenig Stil muss schon sein.

Die Badehose machte verdächtige Geräusche, das Gummit im Bündchen knisterte beim Auseinanderziehen. Wenn ich diese Hose angezogen hätte, wäre sie mir mit Sicherheit in die Kniekehlen gerutscht und man hätte mich des Schwimmbads verwwiesen. Der Trend geht natürlich zur Zweithose. Eine Badehose hatte ich noch im Schrank. Also war das Schwimmen gesichert, wenn auch ohne Brille.

Köpfchen übers Wasser beim Schwimmen ist ungesund (vom Schwänzchen soll hier nicht die Rede sein). Ich schwimme immer mit gestrecktem Hals, also unter Wasser. Natürlich hebe ich den Kopf zum Atmen kurz aus dem Wasser. Aber ohne Schwimmbrille ist das alles blöd. Ich entschied mich für eine Kombination: Ein paar Züge Köpfchen hoch, ein paar Züge Köpfchen unter Wasser. Das war nicht optimal, aber ich schaffte immerhin 800 Meter.

Jetzt gehe ich gleich ins Dorf und kaufe eine neue Schwimmbrille. Eine Zweitbadehose ist schon bestellt.

1 Flasche Prosecco

Aus Gründen war unser Wagen eine Woche in Reparatur, ein Kaskoschaden. Die Hintergründe zu erklären, wäre zu umfangreich. Äüßerlich zu sehen war nicht viel. Hier eine Schramme, dort eine kleine Delle, links vorn war ein etwas größerer Spalt. Wird schon klappen mit drei Tagen Werftaufenthalt. Aber Mittwoch kam dann der Anruf: Das wird nichts, wohl erst in der nächsten Woche. Untenrum war doch einiges im Argen. Vorsorglich reservierten wir uns einen Leihwagen damit der Gatte in der nächsten Woche zur Arbeit kommt.

Gestern dann der Anruf: Der Wagen ist doch noch fertiggeworden. Heute haben wir ihn abgeholt. 300 Euro Selbstbeteiligung musste ich bezahlen. Eine Garantiekarte über die Reparatur wurde mir ausgehändigt und eine Flasche Prosecco. Mit großen Augen schaute ich den Mitarbeiter fragend an. Mir wurde erklärt, dass das in dieser Firma ab einem gewissen Betrag üblich sei. Ich fragte dann nach, was die Reparatur gekostet hat – und kam aus dem Staunen nicht heraus: 5.800 Euro! Vor etwa einem Jahr wurde uns dieser Betrag von einem Volvohändler für die Inzahlungnahme beim Kauf eines Neuwagens angeboten. Demnach also ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ich unterhielt mich darüber mit dem netten Mitarbeiter der Reparaturwerkstatt. Er erklärte mir, dass die Preise für Gebrauchtwagen um ca. 70 – 80 % angezogen hätten – der Gebrauchtwagenmarkt sei ziemlich leergefegt. OK, unter diesen Umständen könnten wir vielleicht doch ….

Egal, der Wagen sieht jetzt innen und außen, besonders außen, aus wie neu und untenrum vermutlich auch. Und mein Schatz ist froh, mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit fahren zu können.

Wir müssen los!

Wie ich eben erfahren haben, werden jetzt auch Dosentomaten knapp. Auch diese Konserven werden gehamstert. Ich koche sehr gern mit Dosentomaten, das Aroma ist viel intensiver als bei den wässerigen frischen Tomaten, die angeboten werden.

Ich frage mich, was die Leute mit all den gehamsterten Lebensmitteln im Krieg, den es bei uns hoffentlich nicht geben wird, anfangen wollen. Wenn ein Cyber- oder konventioneller Angriff die Stromversorgung lahmlegt, sind wir aufgworfen. Hier im Haus erfolgt die Versorgung mit Wasser mittels Pumpen im Keller, die das Wasser bis in die dritte Etage pumpen. Wenn die Pumpe nicht funktioniert, haben wir kein Wasser, nichtmal um die Toilette zu spülen. Was nützt da das ganze Klopapier welches schon seit Monaten in den Haushalten schlummert? Gummihandschuhe anziehen und die menschlichen Hinterlassenschaften mit dem Arm durch den Abfluss stopfen? Das funktioniert auch nur so lange, wenn überhaupt, bis das Abflussrohr verstopft ist. OK, wir könnten ein paar Eimer kaufen und Wasser aus der Elbe schöpfen und damit spülen.

Ohne Strom können wir auch nicht kochen und backen. Alle diese Vorräte, wie Reis, Nudeln, Mehl und Hefe, wären also nutzlos. Wir fahren jetzt also nicht los und hamstern Dosentomaten. Ein Essen kann man auch mit frischen Tomaten zubereiten. Außerdem steht unser Wagen aus Gründen in der Werkstatt, wohl noch bis Freitag. Vielleicht gibt es dann noch Dosentomaten.