Archiv des Autors: Hans-Georg Kloetzen

Einfach mal abschalten

Seit einer Woche ist der Urlaub vorbei, 3 Arbeitstage sind schon wieder geschafft. Wir sind wieder im Alltagstrott angekommen. Aber die Erinnerungen an den Urlaub wirken noch nach. Es war ja auch schön – trotz der gesundheitlichen Probleme, die leider immer noch nicht ganz ausgemerzt sind.

Der Urlaub sollte dazu dienen, Seele, Geist und Körper zu erholen, am besten einfach mal abschalten. Auf einer Kreuzfahrt können wir uns so richtig entschleunigen. Wir gehen an Bord und lassen uns einfach fallen. Wir brauche keine Betten machen, nichts einkaufen, nicht überlegen, was wir wann essen wollen. Wir können an Bord einfach so in den Tag hineinleben.

Was sonst in der Welt passiert, sei es in fremden Ländern oder vor der Haustür, interessiert nicht, überhaupt nicht. Frau Merkel hätte die Regierung auflösen können, der Amerikanische Präsident hätte einem Attentat zum Opfer fallen können, das Brandenburger Tor oder irgenein anderes Gebäude irgenwo auf der Welt hätte insich zusammenfallen können – wir hätten erst nach der Rückkehr aus dem Urlaub davon erfahren. Unterwegs im Urlaub ist es mir völlig egal, was so los ist.

An Bord liegt täglich eine kleine „Zeitung“ aus mit Neuigkeiten aus aller Welt. Ich habe nichtmal im vorbeigehen einen Blick auf die Titelseite geworfen. Man kann sich auch vor der Reise eine Zeitung für den Urlaub bestellen. Das würde ich nie machen, ebenso wie ich mir nie eine Zeitung in irgendwelchen Urlaubsorten gekauft hatte während andere Menschen nicht ohne die BILD-Zeitung auskommen können und sie täglich kaufen.

Und zurück im Alltag? Tja, da rufe ich täglich meine üblichen Internetseiten mit Nachrichten auf, meist sogar mehrmals am Tag. Man will ja informiert sein und mitreden können. Die Frage ist, ob man die Neuigkeiten wirklich braucht. Ein Teil davon ist doch eh manipuliert. Alles das zu glauben, was uns die Medien vorsetzen – nein, das tu ich schon lange nicht mehr. Am besten wäre es, wenn ich weiterhin Urlaub von den Nachrichten aus aller Welt machen würde. Aber das kann ich nicht.

„Mein Schiff 1“ – Hamburg trifft Mallorca


Nach unserer Kreuzfahrtpremiere im vergangenen Jahr deutete es sich ja schon an, dass es nicht unsere letzte Kreuzfahrt gewesen sein sollte. Die Reise von Hamburg bis Palma de Mallorca, also sozusagen einmal um Europa, hatten wir im vergangenen Dezember gebucht und sie dann Anfang dieses Jahres kurzerhand zu unserer Hochzeitsreise gemacht. Weiterlesen

Wieder daheim!

Heute Mittag, Punkt 12:00 Uhr, oder anders gesagt: high noon, waren wir wieder in unseren eigenen 4 Wänden. In exakt 9 Monaten sind wir mit unserem Traumschiff, Mein Schiff 1, in Bergen. Unter anderem geht es auch dorthin:

Im Urlaub gehen die Uhren tatsächlich anders. Wir waren nämlich der Meinung, dass heute in 9 Monaten die nächste Seereise beginnt. Und dabei sind wir dann schon 2 Tage unterwegs.

Natürlich wird es demnächt einen Reisebericht über unsere Hochzeitsreise geben. Aber erstmal heisst es, hunderte Fotos sichten und natürlich den Bericht selbst schreiben. Also bitte noch etwas Geduld meine Lieben.

Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns recht herzlich für Eure lieben Glückwünsche anlässlich unserer Hochzeit.

Hans-Georg und Bernd

Reich beschenkt

Nun hat uns der Ehealltag erreicht. Wir kennen den zwar schon seit etwa 17 Jahren, während der wir nun zusammensind. Aber jetzt gibt es Alltag mit Ring.

Heute morgen haben wir uns um die Geschenke und Karten gekümmert und endlich alles ein wenig genauer unter die Lupe genommen. Mit viel Liebe und Kreativität wurden die Geschenke gestaltet, es ist erstaunlich. Ich kann sowas nicht – muss ich zu meiner Schande gestehen.

Die Feier war genau so, wie wir uns sie vorgestellt hatten: Es war ein kommodiger Abend! Gäste fanden zusammen zu intensiven Gesprächen, die sich nie zuvor getroffen hatten. Und wenn ein Gast eine Dame, die sich vorher auch nicht kannten, als „geile Sau“ bezeichnet (was nicht sexuelle anzüglich gemeint war), dann kann man wohl davon ausgehen, dass es ein rundum gelungener Abend war. Ein paar Fotos davon wird es nach unserer Rückkehr aus dem Honeymoon zu sehen geben.

Einzig mein Gesundheitszustand war unter aller Sau und keinesfalls geil. Ein halbes Glein Wein und ein kleiner Schluck Cardenal Mendoza waren der einzige Alkohol, den ich zu mir genommen habe. Ansonsten nur Tee und Gänsewein. Um 21:00 Uhr hätte ich unsere eigene Veranstaltung am liebsten verlassen und mich ins Bett gelegt. Im Verlauf des Abends ging es mir dann aber wieder ein wenig besser.

Und heute? Ich habe immer noch eine Stimme, als hätte ich literweise dem Alkhol zugesprochen und lauthals schmutzige Lieder gesungen. Mal sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.

Ich sag dann erstmal „tschüss“ bis Anfang Oktober!

Just Married!

Zehn Minuten hat die Zeremonie gedauert – und wir verließen das Standesamt als verheiratete Eheleute (ich hasse diese Gesetzdeutsche Umschreibung für Menschen gleichen Geschlechts). Bernd ist jetzt mein Mann – egal, wie das im Gesetz und in der Urkunde auch stehen mag.

Total unpassend

Das kann ich in dieser Situation ja nun gar nicht gebrauchen: Mein Rachen fühlt sich an wie ein Reibeisen, meine Stimme bleibt manchmal weg! So ein Mist. Und das einen Tag vor der langersehnten Vermählung und 2 Tage vor der Hochzeitsreise.

Nun komme ich gerade vom Arzt (für den Rest des Arbeitstages hatte ich mich heute morgen schon verabschiedet). Drei Medikamente habe ich verschrieben bekommen: Was zum Gurgeln, Schleimlöser falls ich Husten bekomme, was bei mir meistens als nächstes kommt, und für eine intensive Kurztherapie Peniscilin ein Antibiotikum welches ich nur nehmen soll, wenn meine Beschwerden schlimmer werden.

Dann hoffen wir mal das Beste! Und ausserdem soll Seeluft ja gesund sein.

Reisevorbereitungen

Heute in einer Woche sind wir auf hoher See, irgendwo zwischen Hamburg und Zeebrügge. Vermutlich treibt „Mein Schiff 1“ wieder eher als dass das Schiff fährt – wie wir im vorigen Jahr auf dem umgekehrten Weg beobachten konnten – damit tatsächlich ein Seetag daraus wird und wir nicht zu früh in Zeebrügge ankommen.

Ab heute heisst es für uns, sorgfältig abzuwägen, was wir noch anziehen. Vier Arbeitstage gilt es noch zu überbrücken. Bei uns im Büro ist es ja so, dass wir quasi im Freizeitlook am Schreibtisch sitzen. Ein paar Teile dieser Kleidung würde ich ja gern mit auf die Reise nehmen. Und wenn beide Personen des Haushalts berufstätig sind, ist es mit dem Waschen und bügeln so eine Sache.

Da wir einen ganzen Kleiderschrank voll von Nichtsanzuziehen haben, wird sich darin wohl irgendwas finden, was wir uns in den nächsten Tagen noch auf den Leib hängen können. Es heisst eben nur: Was soll unbedingt in den Koffer und was nicht?