Ein Kochbuch? Musste das sein?


Ja, das musste sein. Weil ich alles Bücher aus des Reihe „Lost in Fuseta“ gelesen habe. Es handelt sich um Krimis mit dem deutschen Komissar Alexander Lost, der aus Hamburg nach Portugal ausgeliehen wurde. Dort wurde er sesshaft.

Alexander leidet am Asperger Syndrom, eine leichte Form des Autismus. In Hamburg war er nicht sehr beliebt, man war froh, als man in loswar. Aber in Fuseta fühlt er sich wohl. Schliesslich heiratet er dort sogar.

Die Geschichten sind spannend, entbehren aber auch nicht einer gewissen Komik. Und es geht auch um das Essen. Bildhaft werden die spontanen Zusammenkünfte mit Familie und Nachbarn in den engen Gassen Fusetas beschrieben. Manches Mal wünschte ich mir, Teil dieser Menschen zu sein.

Als Krönung ist jetzt „Das Lost in Fuseta Kochbuch“ erschienen. Ich sage ja immer, dass man eigentlich kein Kochbuch braucht, man findet alles in tausend Variationen im Internet. Aber dieses Buch musste ich haben. Das Cover ist im Stil der typischen Azulejos aufgemacht. Ebenso einige Seiten im Inneren des Buches.

Einige Rezepte sind ergänzt mit Hinweisen, in welchem der Bücher dieses Gericht erwähnt wird. Illustriert ist das Buch mit einigen Impressionen aus Fuseta.

Mir war klar, dass es viele Rezepte mit Fisch geben würde. Fisch kommt bei uns ja nur als Klotzfisch auf den Tisch. Mir war auch klar, dass ich nicht jedes Rezept ohne Fisch kochen würde. Es gibt ja immer irgendwas, was man nicht so gerne isst. Aber beim ersten Durchblättern fand ich doch das eine oder andere Gericht, dass demnächst mal nachgekocht wird.

Natürlich darf ein Rezept für die leckeren Puddingtörchten Pastéis de Nata nicht fehlen. Ich habe sie früher schon mal selbstgemacht. Ich sollte es mal wieder angehen. Bei einem örtlichen Bäcker werden diese Törtchen als „Natas“ angeboten. Ich bin sicher, wenn ich den richtigen Namen ausspreche, weiss niemand, was ich meine. Ab und zu nehme ich mal 2 Stück mit. Aber am besten schmecken sie natürlich wenn man sie in Portugal selbst nascht.

3 Gedanken zu „Ein Kochbuch? Musste das sein?

  1. Trulla

    Falls es euch mal wieder in die große Stadt an der Elbe (Hamburg ist immer einen Ausflug wert, es sei denn es regnet) verschlagen sollte: das Portugiesen Viertel kennt ihr ja sicher. Dort bekommt man wunderbare „Teilchen“ , darin sind die portugiesischen Bäcker wahrhaftig Meister.

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      1. Birte

        Das ist eine ziemliche Touri-Meile, da muss man schon wissen, wo man hingehen kann, ohne in einen Touri-Schuppen zu geraten.
        Natas gibt es ja mittlerweile sogar bei „deutschen“ Bäckereien. Ich esse die auch ab und zu mal ganz gerne.

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