Schon vor halb 7 stand ich heute Morgen an der Bushaltestelle und wartete auf den Bus, der mich als Teilstrecke in die grosse Stadt an der Elbe bringen sollte. Für den arbeitenden Bürger ist das wohl eine normale Zeit, aber als Rentner drehe ich mich da nochmal in den Pfühlen um.

Als ich da so stand und meinen müden Blick durch die Häuserschlucht schweifen liess, fiel dieser auf eine Nebelwolke am Geesthang. Schnell zückte ich das neue fogfarbene mobile Datengerät und machte das erste Foto, passend zur Farbe vom Nebel. Es lässt sich nicht verleugnen: Der Herbst naht – leider.
Der Bus war widererwarten recht leer. Die S-Bahn ab Bergedorf füllte sich auf dem Weg nach Hamburg. Aber ich hatte meinen Sitzplatz, bedrängt durch arbeitendes Volk, welches nach Hamburg strebte, wurde ich aber nicht, es war eine entspannte Fahrt.
Am Bahnhof Dammtor, dem Paradebahnhof für Staatsbesuche, stieg ich aus und machte mich auf in die nahe Praxis für Neurochirurgie, wo ich um 8 Uhr einen Termin hatte. Ich war natürlich viel zu früh, das war aber so von mir kalkuliert. Denn ich weiss gerade morgens nie, wie mein Bewegungsapparat in der Lage ist, mich zu transportieren. Ich setzte mich im denkmalgeschützten Treppenhaus auf die Stufen und machte das 2. Foto mit dem neuen Datengerät, nämlich von dieser Leuchte, die im Treppenhaus unter der stuckverzierten Decke hängt.

Kurz vor 8 Uhr erschien der MTA der Praxis und liess mich in die herrschaftlichen Räume ein. Der Grund meiner Anreise nach Hamburg war nicht, wie ihr schon vermutet habt, die Bewunderung des alten Kaiserbahnhofs und denkmalgschützter Praxisräume. Ich wollte endlich wissen, was das für Schmerzen sind, die plagen wenn ich aus dem Bett steige.
Ich erklärte dem Doc, welche Schmerzen ich etragen muss und wo sich der Schmerzpunkt befindet. Was ich schon telefonisch erfahren hatte, wurde heute bestätigt: Das MRT vom letzten Montag lassen sich die Schmerzen nicht ableiten, die OP von Ende Februar war erfolgreich. Es könnte sich um eine Schleimbeutelentzündung handeln. Das muss aber ein Orthopäde abklären. Ich bekam ein Rezept für ein anderes Schmerzmittel, welches ich in Kombination mit Novalgin nehmen soll, Etoricoxib heisst es. Und ich soll mir einen Termin bei einem Orthopäden geben lassen … Ich gehe mit dem Gedanken schwanger, mich mit dem Problem an meinen Homöopathen zu wenden. Der befasst sich auch mit dem menschlichen Bewegungsapparat.
Gehofft hatte ich ja, dass der Doc zu mir sagt, ich soll mal blankziehen und er mir dann eine Spritze verpasst. Aber wenn das nicht seine Baustelle ist, kann man nichts machen – leider. Immerhin weiss ich, dass mein Rücken in Ordnung ist.

Immerhin mal soweit gut, dass ein neuer Bandscheibenvorfall ausgeschlossen ist – auch, wenn noch nicht endgültig feststeht, was die Ursache ist.
Das Schmerzmittel kenne ich übrigens. Das hatte ich vor meiner OP auch mal ein paar Tage lang – zusammen allerdings mit Tramal, einem Opiat. Mir hat das damals wirklich geholfen, weil es eben auch entzündungshemmend ist und damit auch die Nervenentzündung abklang, die ich entwickelt hatte.
Die Wirkung war so frapant, dass ich nach zwei Wochen beides wieder absetzen konnte und danach lange Zeit weiter mit meinem üblichen Novalgin ausgekommen bin.
Aber wie auch immer:
Auf jeden Fall weiter gute Besserung!
Gute Besserung – kann ich gebrauchen. Vielen Dank.
Na, da bin ich sehr gespannt, ob das neue Medikament hilfreich ist. Ich sollte jedenfalls nicht autofahren und keine Maschinen bedienen. Na, die Kaffeemaschine geht wohl. Und das Auto hab ich eh nicht zur Hand.