Heute geht der zweiwöchige Urlaub meines Schatzes zu Ende. Viel haben wir davon nicht gehabt, ausser, dass Schatz auschlafen konnte und wir gemeinsame Zeit verbringen konnten, so gut es mir eben ging.
Am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub war alles noch wunderbar. Ich verrichtete notwendige Haushaltsdinge und bereitete das Essen für den Abend vor. Irgendwann wurde ich gewahr, dass mir alles ausserordentlich gut von der Hand ging, ohne Schmerzen hier, ohne Zipperlein da, solche Tage sind selten.
In der folgenden Woche änderte sich alles. Es war ein schleichender Prozess, nichts, dass sich sagen liesse: Ups, das war jetzt aber eine blöde Bewegung. Ich wollte in den Keller, wie immer ging ich die Stufen hinunter. Ich merkte, dass bei jeder Stufe ein Schmerz im linken Oberschenkel ausglöst wurde, der stärker wurde, je näher ich dem Keller kam. Tja, und das war es dann.
Mein Psychische folgte mir den Keller, ich bewegte mich nur noch sehr vorsichtig. Mit mir war nichts mehr los, begleitet von Appetitlosigkeit. Und mein Schatz machte sich natürlich sorgen um mich. Nachts mal für einen Toilettengang aufstehen – ein Drama mit diversen „aua“ und mit stöhnen. Mein Neurochirurg war wegen Urlaubs nicht erreichbar. Am Freitagmorgen suchte ich die Hausarztpraxis auf, ich berichtete.
Tagsüber komme ich ganz gut zurecht. Zum Schlafen hab ich eine schmerzfreie Liegeposition gefunden, aber beim Aufstehen könnte ich manchmal schreien und mir wird leicht übel vor Schmerzen.
Die 2. Urlaubswoche startete ja mit dem neuen MRT. Normalerweise machen wir gemeinsam notwendige Dinge im Haushalt. Den grössten Teil bestritt jetzt Bernd. Mich gar nicht mehr zu bewegen, kann auch nicht hilfreich sein, und so machte ich dies und das im Rahmen meiner Möglichkeiten. Ein entspannter Urlaub geht anders. Obwohl ich an der Misere absolut keine Schuld trage, bin ich doch sehr traurig, dass ich meinem Schatz den wohlverdienten Urlaub versaut habe.
Morgen früh um 8 Uhr habe ich einen Termin zur Untersuchung bei meinem Neurochirurgen. Mit Bus und Bahn werde ich mich rechtzeitig auf den Weg machen. Das MRT ist ja angeblich „ohne Befund“. Der Schmerz im Oberschenkel, der mich umhaut, steckt seitlich-vorn. Ich hoffe, der Doc findet, was den Schmerz auslöst und wie man das beheben kann. Ich wäre sehr dankbar für eine entspannte Nacht.

Das klingt ja nicht sehr erfreulich – und ich kann es Dir auch gut nachfühlen, weil es mir vor meiner OP ja genauso ging. Auch die Sache mit dem versauten Urlaub hatten wir schon – damals, als wir auf Rügen waren und ich nur noch mit extrem viel Scherzmitteln und Krücken laufen konnte.
Deshalb war es jetzt vielleicht auch ganz gut, dass Dein Schatz zuhause war, und Dich zumindest im Haushalt entlasten konnte.
Schmerzen auf der Vorderseite eines Oberschenkels hatte ich damals übrigens auch.
Und die Ursache dafür war ebenfalls ein eingeklemmter Nerv durch eine Wirbelkanalstenose.
Was war ich froh, als das nach der OP mit einem Schlag besser war.
Und deshalb drücke ich Dir jetzt für morgen auch alle Daumen, dass der Neurochirurg eine Lösung für Dich parat hat und Du schnell wieder Schmerzfrei wirst…
Vielen Dank fürs Daumendrücken, das kann ich gebrauchen. Wie ich schon schrieb, tagsüber komm ich ganz gut klar. Aber ich habe Angst, abends zur Bettruhe zu gehen mit dem Wissen: Irgendwann in der Nacht drückt die Blase und dann musst du ich aus dem Bett quälen.
Der nächste Urlaub ist Ende Oktober, nur 1 Woche. Ich hoffe, dass wir die Woche ganz entspannt geniessen können.
Nun, alles Gute Dir morgen, und daß die Ursache Deiner Schmerzen rasch gefunden werden kann.
Eine andere Sache: wie geht es Katz´ mit der Zehe?
GlG Elena