Zuerst mal bedanke ich mich bei all denen, die mir in den Kommentaren gute Wünsche hinterlassen haben. Meine Zeit am PC ist immer noch stark eingeschränkt, sitzen am Stück max. 15 Minuten. Diese Zeit nutze ich für andere Dinge, als auf die vielen netten Kommentare zu reagieren.
Heute vor einer Woche wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Am Tag danach schrieb ich über den Tag der OP, mir ging es ja gut, deshalb habe ich es mit dem Sitzen und anderen Dingen etwas übertrieben. Es wird aber Zeit für ein kleines update, welches ich in Etappen schreibe, einerseits als Info für meine treuen Leser, andererseits auch, um später mal nachlesen zu können, wie es war.
Samstag, 28.2.2026 – 1. Tag nach der OP
Nach einer angenehmen Nacht gab es nur eine Katzenwäsche mit Waschhandschuh, Seife und Wasser. Geht auch mal, ich hatte ja keine anstrengende Tätigkeit. Eine Schwester kam zum Blutdruckmessen und um den Verband, bzw. das Pflaster, zu kontrollieren.
Zum Frühstück wurde mir, wie bestellt, ein Brötchen, Aufschnitt und Käse serviert, und Butter (!). Ein Kännchen kalte Milch stand auf dem Tablett und ein Schüsselchen mit Schokopulver, ich konnte mir das selbst im Becher anrühren.
Mein Operateur, Dr. Klase kam kurz rein und erkundigte sich nach meinem Befinden. Ich war zufrieden. Die OP schien erfolgreich zu sein.
Bis zum Mittag lag ich wechselweise auf dem Bett oder ich spazierte den Krankenhausflur entlang. Zum Mittag hatte ich mir Pfefferfrikadelle, Kartoffeln und Gemüse ausgesucht. Zwei Frikadellen lagen auf dem Teller, dazu grüne Bohnen und ein riesiger Berg Kartoffeln, die ziemlich zerkocht waren. Die Bohnen waren al dente, also nicht weichgekocht, die Frikadellen schmeckten auch, von den Kartoffeln nahm ich nur ein paar. Als Nachtisch gab es Apfelmus mit Vanillesauce.
Zum Nachmittagskaffe wurden zwei Scheiben Zitronenkuchen mit Schokoglasur bestellt. Mein Schatz besuchte mich. Ich blieb derweil auf dem Bett liegen. Da ich ein Einzelzimmer bekommen hatte, konnten wir uns ohne Zuhörer unterhalten.
Abends verfolgte ich im Fernseher den Entscheid für den Deutschen Beitrag zum diesjährigen ESC. Was für eine langweilige Show! Die können sich auch mal was neues einfallen lassen als immer die alten Kamellen von alten Grand Prix zu zeigen. Was im sogenannten Greenroom passiert, interessiert auch niemanden. Die Entscheidung zwischen den ersten drei Songs hab ich mir dann nicht mehr angetan. Inzwischen habe ich gelesen, dass Deutschland von den Buchmachern auf den vorletzten Platz gelegt wurde.
Sonntag, 1.3.2026 – 2. Tag nach der OP
Nach dem Frühstück latschte ich den Fussboden auf dem Krankenhausflur dünn. Die diensthabende Stationsschwester rief mir aus ihrem Kabuff zu, dass Dr. Klase unterwegs sei. Er entfernte das Pflaster, begutachtete seine Nähkünste und pappte mir ein neues Pflaster auf den unteren Rücken. Ich fragte ihn, ab wann ich denn duschen dürfte, seine Antwort: „Ab jetzt! Und morgen gehts nach Hause!“ Nun ja, die Dusche konnte dann auch noch bis morgen warten.
Probleme in den Beinen hatte ich nicht mehr, aber Wundschmerzen. Zusätzlich zu der verordneten Schmerztablette, liess ich mir noch schmerzstillende Tropfen geben. Nach der Bandscheiben OP 2011 hatte ich keine Schmerzen. Irgendwas war anders.
Am Nachmittag besuchte mich wieder mein Schatz. Er erschien zur selben Zeit wie der Kaffeewagen. Heute gab es ein Schokomuffin, das Ding war etwas dröge.
Abends begab ich mich schon recht früh zur Bettruh. Mit der Vorfreude auf unser Zuhause schlief ich ein.
Montag, 2.3.2026 – 3. Tag nach der OP
Ich kam gerade aus dem Bad als der Stationsarzt erschien. Er fragte mich dies und das und schaute sich die Naht an, ich bekam ein neues Pflaster drauf.
Dann begann ich damit, mich alltagstauglich anzuziehen und mein Zeugs in der Reisetasche zu verstauen. Das Frühstück nahm ich heute mal am Tisch ein, nicht am Krankenhausnachttisch im Stehen.
Im Stationszimmer checkte ich aus und beglich die Rechnung: Krankenhaustagegeld 40 Euro und Einzelzimmerzuschlag für 3 Nächte 103,77 Euro, ein Schnäppchen.
Pünktlich um 9 Uhr kam das Taxi. Der Fahrer trug meine Tasche zum Wagen. Zu Hause angekommen brachte er meine Tasche bis zum Lift. Gegen 9:30 Uhr schloss ich meinen Schatz in die Arme.
Fortsetzung folgt.

Übertreiben – das konnte ich nach meiner OP auch ganz gut.
Wieder zuhause angekommen hat es mich gerade mal noch einen Tag im Bett gehalten.
Wobei es mir anscheinend besser ging als Dir jetzt.
Denn immerhin bin ich ja acht Tage nach der OP schon auf dem Roller zu meinem Hausarzt gejuckelt, um die Fäden ziehen zu lassen.
An grossartige Schmerzen kann ich mich jedenfalls im Zusammenhang mit dieser Operation nicht erinnern.
Die waren nach anderen Op’s deutlich einprägsamer, besonders nach dem Legen meiner Bypässe in den Beinen.
Aber wie auch immer:
Dir weiter gute Besserung und mach Dir keinen Stress.
Auch Deine Leser können mal warten 😉