Nur 350 Meter

Gestern war ich zum OP-Vorgespräch bei meinem Neurochirurgen, der in der nächsten Woche am LW 3/4 rumfriemeln wird. Die Praxis befindet sich in der Nähe des Bahnhofs Dammtor, 350 Meter Fussweg. Die Station lässt sich mit der S-Bahn bequem erreichen. Da ich zurzeit mit extremen Unsicherheiten rechnen muss, wenn ich unterwegs bin, begleitete mich mein Schatz.

Der kurze Weg war dann recht anstrengend für mich, nicht wegen fehlender Kondition sondern wegen Unsicherheit und Schmerzen. Zum Glück war ja mein Schatz dabei. Auf dem Rückweg hat es mich dann aber voll erwischt. Ich musste ein paar Minuten pausieren. Zum Glück konnte ich mich für ein paar Momente auf eine niedrige Mauer setzen. Danach wurde es dann besser. Mein Mann war mir eine grosse Stütze.

Wenn ich allein wäre bzw. nicht die Möglichkeit hätte, Einkäufe und Termine mit meinem Schatz zu ko-ordinieren, müsste ich einen Rollator haben. Termine habe ich bis zur OP keine mehr und die notwendigen Einkäufe kriegen wir gemeinsam gebacken.

Ich hatte einige Fragen an den Chirurgen:
ASS soll ich ab sofort absetzen
Für Krankengymnastik soll ich mir Termine ab Mitte März holen
Reha-Sport erst ab Mai/Juni
Für die OP bin ich als erster Patient am frühen Morgen eingeplant, kann sich aber noch ändern
Ein beruhigendes Medikament für die Nacht vor der OP bekomme ich nicht, da muss ich durch
Ich darf Achterbahn fahren, einem Besuch im Freizeitpark steht also nichts im Weg

Jetzt muss ich also bis zum 27.2. ausharren und derweil schmerzlindernde Medis nehmen. Sind ja nur noch 10 Tage.

4 Gedanken zu „Nur 350 Meter

  1. Birte

    Warum nehmt Ihr im Moment nicht das Auto? Ich wäre damals mit Martin nicht mit Öffis gefahren. Auto, vor der Tür abladen und in Ruhe Parkplatz suchen.
    Den Rollator haben wir ja inzwischen im Kofferraum, mehr für den Fall der Fälle. Gebraucht wird er zum Glück nicht.

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    1. Hans-Georg

      Rund um die Praxis gibt es nur auf gut Glück einen Parkplatz. Auf der HP wird extra darauf hingewiesen. Ausserdem waren wir in Zeitdruck. Mitten in die City mit dem Wagen zu fahren, ist am Nachmittag zeitlich sehr unsicher. Bernd hat noch gearbeitet und Übersunden abgebummelt. Da ist die S-Bahn eine bessere Alternative. Wenn es gar nicht mehr gegangen wäre, hätte Bernd ein Taxi angehalten und wir wären damit nach Nettelnburg gefahren, wo der Wagen auf dem P+R-Platz abgestellt war. Jetzt ist es eh egal. Ich muss nirgends mehr hin, ausser in die Klinik. Und da kann man fast vor der Tür parken.

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  2. Der Wilhelm

    Die letzten Tage vor der OP….nicht einfach.
    Ich hab das ja nun in den letzten Jahren ein paar mal gehabt und jedesmal wieder war es ein Drama.
    Wobei ich erstaunlicherweise mit der letzten Nacht davor kaum je Probleme hatte, auch ohne unterstützendes Schlafmittel.
    Aber ich hatte vor den Operationen auch nie wirklich Angst, sondern wenn, dann mehr vor der jeweiligen Narkose. Die Operateure würden ihr Handwerk wohl verstehen, dachte ich immer – bei den Narkoseärzten war (und bin) ich da immer nicht so sicher, warum auch immer…..
    Es ist ja auch immer gut gegangen,sowohl mit der eigentlichen Op als auch mit der Narkose,. Insofern waren meine Ängste auf jeden Fall auch immer unberechtigt.

    Und natürlich drücke ich Dir die Daumen, dass es für Dich auch so gut läuft und dasss Du die Tage bis dahin noch gut überstehst.

    Zum Achterbahn fahren:
    Wenn das jetzt irgendwo möglich wäre – warum denn auch nicht???

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    1. Hans-Georg

      Ich habe nicht wirklich Angst, bin aber nervös, bzw. werde es demnächst sein. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass ich auf dem Tisch liegen werde, das KH kenne ich inzwischen und ich fühlte mich bisher dort immer wohl und gut aufgehoben. Letztendlich liegt es an denen, die sich an mir zuschaffen machen. Meinem Chirurgen vertraue ich 100 prozentig und ich gehe davon aus, dass ich der Narkoseärztin auch vertrauen kann.
      Achterbahn fahren ist im Moment ja nicht drin, ist ja wohl alles noch zu. Aber vielleicht fahren wir mal wieder zum Heide- oder Hansapark. Da rumzustehen und zuzugucken, wie der Gatte fährt, dazu ist der Eintritt zu teuer.

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