Ärgerlich

Nach Tagen grauen Graus ist das Draussen heute widererwarten recht freundlich, sogar sonnig. Unter normalen Umständen wäre ich heute mal an die Elbe gegangen um zu schauen, wie das Eis gen Wehr fliesst. Aber die Umstände sind eben leider nicht normal.

Ich könnte mich mit Schmerztabletten vollstopfen. Aber das würde nicht helfen, wenn meine Beine versagen und ich keine Möglichkeit hätte, mich kurz irgendwo anzulehnen bzw. mich kurz hinzusetzen. Es sind immer nur kurze Momente, dann geht es wieder. Ich habe aber keine Lust, irgendwo im Dreck zu liegen. Also bleib ich schön zu Hause und guck aus dem Fenster und freu mich, dass es heute recht freundlich aussieht.

Aber ich habe mich aktiv betätigt indem ich mich mit meinem Tablet beschäftigt habe. Eigentlich ist das so ein Ding, was nur wenige Tage im Jahr benutzt wird, nämlich dann, wenn ich im Sommer auf der Terrasse sitze. Dann muss ich mich jedes Mal damit auseinandersetzen und suchen, wo ich was finde. So ein Tablet ist zwar ein Computer, ist aber anders aufgebaut als ein PC und noch anders als ein Handy.

Demnächst wird das Tablet ja Teil meiner Unterhaltungsmedien im Krankenhaus sein. Die meiste Zeit werde ich mich zwar mit dem E-Reader beschäftigen, also lesen. Aber ich möchte ja nicht von der Welt ausserhalb der Anstalt abgeschnitten sein. Das Handy wäre ja auch noch da, aber das ist mir alles zu fitzelig.

Heute habe ich erstmal ein Email-Programm und einen Passwortmanager installiert. Insta war schon drauf, WhatsApp brauch ich noch dringend und WP. Ich muss meine geschätzte Leserschaft ja wissen lassen, wie es mir geht.

So hat man also sein tun wenn man an die Wohnung gebunden ist.

4 Gedanken zu „Ärgerlich

  1. Birte

    Ich ärgere mich auch gerade. Weniger wegen körperlicher Einschränkungen, als darüber, dass ich arbeiten muss, anstatt das bisschen Sonne genießen zu können. Ich würde zu gerne in Buchholz nach den Seidenschwänzen suchen.
    Ich wünsche Dir, dass Deine Zeit, in der Du mehr oder weniger an die Wohnung gefesselt bist, nach der OP ein Ende hat.
    Wir kennen das hier ja auch zur Genüge. Der Gatte ist quasi Profi Stubenhocker. Zum Glück war die Wirbelsäulen-OP da ein Game Changer. Möge es bei Dir auch so sein.

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Inzwischen hat es sich wieder eingegraut, ist aber noch ein freundliches Grau.
      Ich bin guter Dinge, dass ich nach der OP wieder mobil bin. Vielleicht muss ich an meiner Kondition arbeiten.

      Antworten
  2. Der Wilhelm

    Au ja, das kenne ich auch alles, was Du da schreibst.
    Sowohl das mit der Angst, beim Laufen irgendwo hängen zu bleiben, als auch die Sache mit der Krankenhaus-Vorbereitung und der mitzunehmenden Elektronik…

    Zum ersten Themenkomplex:
    Ich hab mir ja seinerzeit einen Rollator verschreiben lassen, um nicht ganz so eingeschränkt zu sein (was grösstenteils wohl auch eine Kopf-Geschichte war, denn wirklich passiert ist mir auch vorher nie was.)
    Der ruht auch jetzt noch für alle Fälle in unserem Kofferraum, auch wenn ich ihn bisher nur einmal genutzt habe.

    Was die Elektronik angeht:
    Tablet hab ich auch mal probiert, bin aber im Krankenhaus (bzw. in der Reha) damit auch nicht wirklich glücklich geworden. Insofern bin ich ganz froh, neben meinem grossen PC auch noch einen Klapprechner zu haben, der eine physikalische Tastatur hat. Der ist für krankenhausaufenthalte allemal der bessere Begleiter – noch dazu mit meinem Handy als Hotspot für den Internetzugang, ohne teures W-Lan buchen zu müssen.

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Die Klinik bietet freies WLAN an, dafür muss ich also nichts bezahlen. Ich denke mal, für den kurzen Klinikaufenthalt reichen Handy und Tablet. Ich will da ja keine grossen Blogeinträge machen, eher lesen, was woanders gebloggt wird. Einen Klapptop hatte ich auch mal, war damit aber auch nicht wirklich glücklich. Den Grund weiss ich nicht mehr, vielleicht war es die Tastatur, auf der ich mich ständig mit meinem Wurstfingern verhedderte. Ich brauch da schon was griffiges. Die meiste Zeit werde ich wohl damit verbringen, den E-Reader leerzulesen. Ausserdem: Ich soll mich dann ja viel bewegen, d.h. auf dem Krankenhausflur hin und her. Und wenn das Wetter mitspielt, natürlich draussen spazierengehen.

      Antworten

Antworte auf den Kommentar von Hans-Georg Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert