Archiv für den Monat: März 2022

Solidarität

Glocken werden geläutet, die Menschen gehen auf die Straße, es wird gesammelt (Geld- und Sachspenden), blau/gelb schreit einem von überall entgegen. Und das ist auch gut so! Kritik aus dem Volk, dass die Flüchtlinge aus der Ukraine hier nicht willkommen sind, habe ich noch nicht vernommen. Niemand muss sich hinstellen und sagen „Wir schaffen das!“. Es ist selbstverständlich, dass wir Kriegsflüchtliche aufnehmen. Sie kommen nämlich aus Europa, kleiden sich so wie wir, sehen so aus wie wir. Und der böse böse Russe hat die Schuld an allem.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sich Deutschland in diesem Umfang mit den Flüchtlingen aus Syiren, aus Afghanistan, aus dem Irak solidarisiert haben. Ja, es wurde gespendet, Sachspenden, Zeugs, das keiner mehr haben wollte. Und es wurden Stimmen laut: Warum kommen die hierher, die sollen dableibe und ihr zerstörtes Land wieder aufbauen.

Das, was in ihren Heimatländern passierte, war weit weg, war nicht Europa. Die Menschen sehen anders aus, sie sind nicht so wie wir. Sie kleiden sich anders, sie haben einen anderen Glauben, sie essen andere Speisen – mit einem Wort: Sie sind fremdartig. Deshalb haben sie nicht die Solidarität erfahren, die ihnen ebenso zusteht wie den Menschen aus der Ukraine.

Aber jetzt passiert der Krieg vor unser Haustür und ein Teil der Deutschen hat Angst vor den bösen Russen, besser vor dem einen bösen Russen. Man zeigt seine Solidarität: Seht, wir sind an eurer Seite. Aber Putin interessiert das eh nicht. Er hat die Möglichkeit, die Ukraine plattzumachen.

Ich sage nicht, dass die Solidariät für die Ukrainer falsch ist. Aber es hätte uns Deutschen gut zu Gesicht gestanden, sie auch für die anderen Länder so intensiv zu zeigen.

Noch mehr Meer


Das Meer kriegt nicht genug von uns – oder wir bekommen nicht genug vom Meer? Wer weiß das schon. Wir haben es also wieder getan und eine Kreuzfahrt gebucht. Eigentlich ist es gar keine Kreuzfahrt, es ist eher eine Seereise.

Im November machen wir also das zweite Mal in diesem Jahr eine Kreuzfahrt. Dann geht es von Santa Cruz de Tenerife zu den Azoren, weit draußen im Atlantik. Das Wetter muss da ja gut sein. Denn von den Azoren kommen immer die Hochdruckgebiete, wenn sie denn kommen. Man kennt dieses Azorenhoch von den Wetterberichten.

Ich erwähnte oben, dass es eher eine Seereise ist. Es ist nämlich so, dass die Reise 7 Tage dauert, davon 4 Seetage, jeweils 2 Tage zu den Azoren und 2 Tage zurück. Und es gibt nur 2 Zielhäfen auf dieser Reise.

Es ist natürlich immer toll, wenn man auf einer Kreuzfahrt mal andere Länder und andere Städte kennenlernt. Aber für uns liegt der Reiz einer Kreuzfahrt in den Tagen auf See, an denen man sich so richtig hängenlassen kann.

Auf dieser Reise werden wir mit dern „Mein Schiff Herz“ fahren, das älteste Schiff der Reederei TUICruises und Schwesterschiff der alten „Mein Schiff 1“, auf der wir vier wunderbare Kreuzfahrten machen durften.

Diese Seefahrt im November ist eine Jubiläumsreise für uns: Es ist unsere 10. Kreuzfahrt.