Geröstetes Mehl


Zwei Brote benötigen wir in der Woche. Ein mit dem Brotbackautomaten hergestelltes Brot reicht für 3 Tage: Mittwoch/Donnerstag/Freitag – Samstag essen wir warm – Sonntag/Montag/Dienstag. Das passt perfekt.

Heute ist also Mittwoch, wir brauchen neues Brot. Bevor ich zu meiner Mutter nach Lübeck fuhr, wog und maß ich die Zutaten ab (wir benutzen seit langem keine Fertigmischungen mehr) und füllte alles in den Behälter. Hefe und Kräuter kamen in die Extrafächer im Deckel. Um 19 Uhr sollte das Brot fertig sein, entsprechend wurde es von mir programmiert.

Um 16 Uhr war ich wieder zu Hause, ich hörte, wie der Teig geknetet wurde. Ah, läuft ja alles. Ich musste dann nochmal weg und war um 18 Uhr wieder da. In der Wohnung roch es sehr intensiv nach Italienischen Kräutern, was mich schon 3 bis 4 Mal stutzen ließ. Aber ok, das muss wohl so. Es war das erste Mal, dass ich ein Kräuterbrot angesetzt hatte.

Kurz bevor der Gatte heimkam, machte ich ihm sein Glas Wasser fertig. Kühlschrank auf – und was sah ich da? Die Milchpackung, von der 350 ml in den Teig gehört! Sofort war mir klar, dass ich weder Wasser noch Milch in das Mehl gegossen hatte. Ich öffnete den Deckel und sah das, was auf dem obigen Bild zu sehen ist: Trocken geknetetes Mehl mit Kräutern und 30 g Butter, sowie etwas Zucker, Salz und Hefe. Die Restbackzeit betrug noch 20 Minuten. Die Zutaten waren also ca. 40 Minuten geröstet.

Nun denn, es gibt ja Pizzalieferanten.

Und da wir morgen Abend zum Griechen gehen, gibt es Freitag frischen Milchstuten mit Kräutern zum Frühstück. Jetzt müssen wir uns irgendwie durchwursteln mit unserem Brotzeitplan. Durch die Feiertage wäre das ja eh nicht wirklich aufgegangen.

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