Sitten und Gebräuche


Man wird so alt wie ’ne Kuh und lernt immer noch dazu. Na, so alt, wie ich inzwischen bin, werden Kühe wohl nicht, aber ich lerne immer wieder was neues kennen. So habe ich in diesen Tagen gelernt, dass es regional üblich ist, am Aschermittwoch Heringssalat zu reichen. Das war mir bislang völlig unbekannt. Nun ja, mit den sogenannten närrischen Tagen habe ich es nicht so, Heringssalat esse ich aber recht gern – unabhängig davon, ob nun gerade Aschermittwoch ist oder ein ganz gewöhnlicher Tag des Jahres.

Entsprechend dieser Narrenwoche, oder wie auch immer man diese Woche auch nennt, werden in den sozialen Medien Rezepte für selbstgemachten Heringssalat veröffentlicht. Ein veganischer Heringssalat darf da natürlich nicht fehlen. Wobei ich allerdings der Meinung bin, dass ein veganischer Heringssalat gar nicht Heringssalat heißen kann und darf weil nämlich da gar kein Hering drin ist.

9 Gedanken zu „Sitten und Gebräuche

    1. Hans-Georg

      Jetzt wo du es sagst …
      Mir kam es schon falsch vor, aber nicht so falsch wie „veganerisch“. Hab das dann so stehen lassen, wollte nicht irgendwo nachschauen wie es richtig heißt, weil ich dem ganzen Hype um vegan nichts abgewinnen kann.

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  1. Anne

    Den weltbesten Heringssalat (natürlich MIT Hering) gibt’s traditionell nur an Weihnachten bei der Schwiegermutter, die das Rezept von ihrer Schwiegermutter hat (öh, dann bin ich ja wohl die nächste, die es lernen muss..). Viel Schnippelarbeit: neben Hering noch Pellkartoffeln, Eier, rote Beete, Gurken, Äpfel, gekochter Schinken. Dadurch aber auch sehr abwechslungsreich im Geschmack.

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  2. Elke

    Übrigens gab’s bei uns Zuhause auch immer diesen superleckeren Heringssalat, für den meine Mutter schnippelte bis der Arzt kam. Ich habe den dann auch viele Jahre „nachgemacht😉“, bis ich in den 70-ern mal in der Brigitte das Rezept eines schwedischen Matjessalats gefunden hatte. Der wurde – statt mit Äpfeln – mit Birnen angereichert. Und war nicht rot sondern weiß und sowas von lecker aber auch. Nur, grosses Problem: bei einem Einbruch wurde auch meine komplette Rezeptesammlung mitgestohlen. Soll heissen: kein Rezept mehr. Und auch googlen brachte keinen Erfolg. Schade, schade, schade. LG Elke

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    1. Hans-Georg

      Ui, das ist höchst ärgerlich. Wobei du davon ausgehen kannst, dass deine Rezeptesammlung im Müll gelandet ist und die bösen Menschen die gar nicht zu würdigen wussten.

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