Dreht Deutschland rückwärts?

Ich kann nicht sagen, was die Ursache für mein Gefühl ist, dass sich in Deutschland einiges negativ geändert hat in letzter Zeit. Es war bislang etwas, was ich nicht greifen konnte, vermutlich zusammengetragen aus vielen kleinen Informationen, ein Puzzle sozusagen, aus dem ein Bild entstanden ist, ein Bild, welches eher düster wirkt.

Ich glaube, dass das Thema „Flüchtlinge“ und die daraus resultierenden Antiflüchtlingsbewegungen von Pegida und der AfD dazu beigetragen haben, dass es inzwischen nicht nur die Flüchtlinge sind, auf die man sich einschießt. Pegida und AfD sind Bewegungen bzw. Parteien am äußerst rechten Rand. Wes geistes Kind die Anhänger sind, weiß man ja. Und für diese Menschen bedarf es nur eines Funkens um daraus für Schwule, Lesben und Transgender ein Feuer zu entfachen. Ein Vorfall – und es wird Nachahmungstäter geben, die – aus ihrer beschränkten Sichtweise „endlich“ – aufgestaute Agressionen freien Lauf lassen werden.

Die Universität Leipzig hat jetzt eine Studie veröffentlicht, in welcher die schockierende Wahrheit an den Tag kommt: Vorurteile und rechtes Denken sind an der Tagesordnung und haben in den letzten Jahren einen großen Sprung nach vorn gemacht. 40 Prozent der Deutschen finden Homoküsse ekelhaft. Vermutlich sind ein großer Teil der 40 Prozent Männer aus, die sich daran aufgeilen, wenn sich in Pornos zwei Frauen küssen – und sicher nicht nur in Pornos! Ein Kuss ist eine Liebesbezeugung. Es gibt keinen Unterschied, ob sich 2 Männer, 2 Frauen oder ein Mann und eine Frau lieben bzw. küssen! Unter dem Link findet ihr noch ein paar Fakten mehr, wie sich die Stimmung in den letzten Jahren zuungunsten von uns Schwulen und anderen Randgruppen verändert hat.

Leider wird es so sein, dass viele Menschen einzelne Schlagworte aus dem, was der rechte Rand verbreitet, aufgreifen. Sie schaukeln sich gegenseitig hoch: „Verdammte Ausländer!“ – „Perverse Schwule!“, ohne in die Tiefe zu gehen. Für diese Menschen gibt es nur das, was ihnen aus den Schlagzeilen entgegenspringt. Und leider sind es genau diese Menschen, die nicht das lesen, was in den Blogs zu diesen Themen geschrieben steht, vielweniger noch das, was in den Kommentaren unter den Blogbeiträgen zu lesen ist. Vermutlich wissen die nicht mal, was ein Blog ist. Wer dem rechten Rand folgt und danach seine Meinung bildet, muss einfach dumm sein!

Mein Mann und ich leben seit fast 9 Jahren in der kleinen Stadt an der Elbe. Bisher haben wir hier keine negativen Erfahrungen gemacht. In den Restaurants und Geschäften werden wir freundlich bedient, die Nachbarn in unserer Wohnanlage sind nett, bis auf wenige Ausnahmen. Aber das beruht wohl eher auf Gegenseitigkeit. Die Putzfrau, die hier mal das Treppenhaus gereinigt hat, ist nach einem Vorfall abberufen worden: Ich hatte es gewagt, ihre Sorgfalt in Frage zu stellen. Worauf sie meinte, ich hätte wohl was gegen Frauen. Ein Anruf bei ihrem Chef – und das war der letzte Tag an welchem sie hier mehr schlecht als recht ihre Arbeit erledigt hat.

Wenn ich jetzt also von dieser Studie lese, werde ich in meinem Gefühl bestätigt. Mit meinem Gefühl scheint also alles noch zu stimmen. Die Regierung sollte uns endlich die uneingschränkte Gleichstellung gegenüber heterosexuellen Ehen zubilligen. Vielleicht würde das ein wenig helfen, die Uhr in Deutschland wieder in die richtige Richtung laufen zu lassen, nämlich nach vorn und nicht zurück!

15 Gedanken zu „Dreht Deutschland rückwärts?

  1. Achim

    Hallo Georg,
    dass die Stimmung in Deutschland sich gerade in eine Richtung entwickelt, die beunruhigt, dass sehe ich auch so. Aber glaubst du im Ernst, wenn die Regierung die Schwulenehe der traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau gleichstellt, dass dann die Stimmung und das Denken der homophoben Menschen anders wird. Die Stimmung wird doch wohl von den Medien angefacht, und diese wiederum drehen ihr Fähnchen immer schön in den Wind, auch rechter Pateien und Gruppierungen, denn bei denen geht es kaum um Toleranz, Aufklärung und Akzeptanz, sondern hier geht es um die “ Ware Information“, die Quote, die Auflage. Oder? Und trotz des momentanen Stimmungstiefs finde ich doch, das hier im Land sich viel an Verstehen, Akzeptieren und tolerieren gegenüber Schwulen und Lesben getan hat. Der Blick nach Osteuropa zeigt das wohl deutlich.
    Ihr seit nun mal eine Minderheit/ Besonderheit und dabraucht es Geduld. Wenn ich da so zurück denke an mein erstes deutsches Heimatland bis zur Wende. Das willst du nicht wirklich wissen wie da über Homos (der damalige Sprachgebrauch) gedacht und sie diskriminiert wurden.
    Erst in den 1989 Jahren gab es den Anfang zum Umdenken mit dem DEFA-Film “ Coming out“.
    Viele Grüße von Elbaufwärtz.

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Achim, wenn wir vollkommen gleichgestellt werden, würde ein Stück mehr Normalität einkehren und damit würde es die Chance geben, dass uns ein paar mehr Menschen sehen als das sieht, was wir sind, nämlich Menschen, die sich lieben. Homophobe Menschen wird es sicher weiterhin geben, jedenfalls solange, bis die uneinsichtigen eines Tages mal ausgestorben sind. Aber je mehr Normalität eintritt, um so besser für uns.
      Dass die Stimmung gegen uns von den Medien angefacht wird, kann ich nicht feststellen. Die Medien berichten natürlich über Verbote, Übergriffe usw., aber das finde ich total in Ordnung. Bisher konnte ich auch nicht feststellen, dass die Medien in das gleiche Horn blasen wie rechte Parteien und andere rechte Gruppierungen. Für einen entsprechenden Hinweis wäre ich sehr dankbar damit ich das dann mal in mein Blog mit aufnehmen.

      Antworten
  2. Danny

    Mir ist bewusst, dass ich eine „heftige“ Diskussion auslösen kann, aber ich möchte trotzdem die Frage stellen, ob der CSD mit seinen herrlich bunten Paradiesvögeln noch gut für die Schwulen- und Lesbenbewegung ist.

    Dieser prägt das öffentliche Bild sehr, doch wenn ich auf mein Leben gucke, gleicht dieses doch dem Alltag meines Nachbarn samt seiner Frau viel mehr und wenn ich dann noch meine schwulen Freunde betrachte, finde ich da auch viel mehr von dem („heterosexuellen“) Alltag, also vom CSD.

    Müssen wir Schwulen und Lesben uns als nächstes erstmal aus einer Wahrnehmungsschublade befreien?

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Danny, ich habe schon den gleichen Gedanken gehabt. Und es gibt ja auch jedes Mal entsprechend kritische Kommentare, allerdings sind das dann genau die Leute, die eh was gegen uns haben. Aber wenn wir uns nicht öffentlich machen, wie sollen wir darauf aufmerksam machen, dass wir ein Teil der Bevölkerung sind? Selbst wenn wir händchenhaltend durch die Stadt gehen, uns einen Kuss geben weil uns gerade danach ist, dann werden wir auch die Homophoben auf den Plan rufen. Es ist also völlig egal was wir machen, wir sind und bleiben für die die Perversen. Aber ich bin gern pervers!

      Antworten
    2. Wolfgang

      Ich dachte mir das auch, Danny: Dieses Wochenende war Parade in Wien und wir gingen nicht hin.
      Bei aller Notwendigkeit des „Aufmerksammachens“ finde ich mich (bzw. mein/unser Leben) auf diesen Trucks nicht wieder.
      Mir war es, ehrlichgesagt, auch das letzte Mal vor drei Jahren viel zu viel Gesöff und zu wenig „greifbare“ Message, vor allem aus dem „normalen Alltag der Schwulen“.

      Ich bin (natürlich) nicht dagegen, doch zum Hingehen treibt micht (derzeit) nicht viel.

      Antworten
    3. ossi1967

      @Danny: Wir sind in dieser „Wahrnehmungsschublade“ schon drin. Ich hab wirklich lange genug in der Schwulen- und Lesbenbewegung gearbeitet, muß mir also nicht den Vorwurf gefallen lassen, nichts für die „Sichtbarkeit“ getan zu haben. Wir waren auch unübersehbar in der Fußgängerzone, haben unsere Zeitungen gemacht, sind mit Anfragen an Politiker an die Öffentlichkeit gegangen.

      Allerdings: Wir waren so sichtbar, wie wir nun mal sind. Wir haben uns präsentiert, nicht irgendwelche Märchengestalten, die’s sowieso nicht gibt. Akzeptanz und Abscheu – was immer uns entgegen geschlagen ist, galt wirklich uns.

      Heute veranstalten gewissenlose Vollidioten einen Faschingsumzug und behaupten eine „politische Demonstration“, um die entsprechenden Abgaben zu vermeiden. Sie schaden 1.000x mehr, als sie nützen. Das Bild, das hier vermittelt wird, verstärkt alle negativen Klischees und trägt kein bißchen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Situation bei. Schlimmer noch: Es verstärkt dieses Bild nicht nur in den Köpfen der Heteros, sondern auch in denen der Schwulen. Viele kopieren dieses „Rainbow-Glamour“-Bild auch im Privatleben, weil sie in den Jahren vor ihrem eigenen Coming Out über die Medien gelernt haben: So geht das. So ist man schwul. So muß man sich verhalten.

      (Das geht so weit, daß mich letztens eine ansonsten sehr helle Arbeitskollegin gefragt hat, ob ich denn Diskriminierung im Büro befürchte. Warum? Weil ich mich so verstelle. Schwule sind doch ganz anders. Die kleiden sich anders und stinken wie der Harem eines Sultans und machen immer „Huch!“ und schweben 10cm über dem Boden.)

      Ich kann nicht verhindern, daß manche Menschen was gegen Schwule haben und daher auch mich persönlich verabscheuen. Aber sie sollen mich, bitte, für das verabscheuen, was ich bin. Nicht für das, was diese idiotischen Rotzlöffel auf ihren Trucks in meinem Namen aufführen. Die stehlen mir meine Identität.

      Antworten
      1. Hans-Georg

        Ich sehe die Prideparade etwas differenzierter:
        Wir schwulen werden doch überlicherweise in die Schublade „Tunte“ gesteckt. Die Parade zeigt eine große Vielfalt der schwulen Sexualität, die in Teilen die der Heterosexuellen doch gleicht. Da sieht der Ottonormalverbaucher am Straßenrand , dass wir nicht nur Transen und Tunten sind sondern auch ganz normale Menschen. Und einige Spielarten werden doch auch von den heterosexuellen Paaren praktiziert, da gibt es sicher auch einen Wiedererkennungswert.
        Das wir auf den Paraden in Massen auftreten ist für viele Menschen sicherlich ein Problem. Wir sollten schon zeigen, dass es uns gibt, sei es als Teilnehmer auf einem der Wagen oder als Teilnehmer, der als „Fußvolk“ sich einer der Gruppen anschließt.
        Die Parade hat sich unter dem Deckmantel der politischen Demonstration in den Jahren sicherlich verändert. Einem Truck mit Rotzlöffeln muss man sich ja nicht anschließen. Es gibt genügend andere Möglichkeiten, in Hamburg z.B. die der Nordbären. Oder einfach am Straßenrand stehen und sich dann ganz am Ende dazugesellen. Es ist jedenfalls besser, präsent zu sein als sich zu verkriechen.

        Antworten
        1. ossi1967

          @Hans-Georg: Du schreibst:

          „Wir Schwulen werden doch überlicherweise in die Schublade „Tunte“ gesteckt. Die Parade zeigt eine große Vielfalt der schwulen Sexualität.“

          Genau das Gegenteil ist – zumindest hier in Österreich und in anderen Ländern der westlichen Welt – der Fall: Die Parade transportiert ausschließlich das Tunten-Image in einer bis zur Unkenntlichkeit karikierten Form. Genau darauf gründet sich meine Kritik. Es mag richtig sein (und das bringen auch die Verteidiger dieser Party immer vor), daß man vor Ort einen anderen Eindruck gewinnt, weil man mehr Menschen vom Typ „Otto Normalverbraucher“ sieht. Das zählt nur nicht. Wer ist denn vor Ort, wer steht denn am Straßenrand? Sind das die (neutralen bis ablehnenden) Heteros, die man mit irgendeiner Botschaft erreichen möchte? Oder sind das die Schwulen und Lesben (mit ihren Fag Hags), die als Zaungäste der Party dabei sind? Wohl eher Letztere. Die große Menge der Heten aber bekommt ohne Ausnahme die schrillen Tuntenbilder aus den Massenmedien an den Küchentisch geliefert. Kommunikation ist das, was ankommt. Und deshalb gilt: Die Parade besteht ausschließlich aus schrillen Drag Queens und Tunten. Sie transportiert zu 100% das Bild, daß alle Schwulen so sind bzw. (gefährlicher) gern so sein würden, wenn sie denn ließe.

          (Nicht falsch verstehen: Wenn ein Mann im Alltag mit großem Abendkleid, Glitzerfummel, falschen Wimpern und 2m-Marge-Simpson-Perücke rumlaufen will, dann soll er öffentlich dafür eintreten und Demos dafür organisieren dürfen. Ich versteh nur nicht, warum er eine Veranstaltung für Lesben- und Schwulenrechte dafür kapern muß. Und ich verstehs erst recht nicht, wenn er im Alltag weder das Abendkleid noch den Glitter noch die Wimpern noch die Perücke tragen will… Was will er dann auf der Parade damit ausdrücken?)

          Ich halte es übrigens auch für brandgefährlich, mit Sätzen zu argumentieren wie „Die Parade zeigt eine große Vielfalt der schwulen Sexualität“. Es gibt keine „schwule Sexualität“; es geht vor allem beim Kampf gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen in keiner Weise um Sexualität; es gibt auch absolut keine Veranlassung, Sexualität auf der Straße zu zeigen. Ich sehe nicht, wie das einer rechtlichen Gleichstellung (für die man ja angeblich eintritt bei der Parade) dienlich wäre.

          Antworten
          1. Hans-Georg

            Es gibt eine schwule Sexualität? Na Ossi, ich meine nicht, und ich nenne das mal beim Namen, poppen oder Blowjobs. Es geht um Normalos, Bären, Leder, BDSM, Transen, Tunten. Ist das kein Ausdruck von Sexualität? Ich denke doch. Und genau diese Vielfalt meine ich, die auf der Parade, jedenfalls in Hamburg, vertreten ist. Ich als „Normalo“ würde mich schon diskriminiert fühlen, wenn ich als schwuler Mann als Tunte oder schlimmeres bezeichnet werden würde.
            Und sicher geht es bei der Diskriminierung auch um die Sexualität. Denn es geht darum, dass wir als A….f….r bezeichnet werden. Es geht darum, dass wir unsere Sexualtität, und dazu zählt bei DENEN auch ein Kuss unter Männern oder Händchenhalten, öffentlich zeigen. Das ist in deren Augen pervers. Und diese „Perversität“ können wir auf der Parade sichtbar machen.
            Sollen sie doch die Augen abwenden und kotzen, die Zufallspassanten, die am Samstag in der Mönkeberstraße ihre Einkäufe erledigen, ihren Kindern die Augen zuhalten, sollen sie doch über uns herziehen. Das ist kein Problem für mich. Ich bin ein Teil der Gesellschaft in Deutschland, der Liebe gibt und Liebe empfängt. Und darauf bin ich stolz!
            Und wenn es mir noch passt und das Wetter mitspielt werde ich mein Shirt anziehen, mit dem Spruch drauf: Ich liebe keinen Stress – aber Strass!

          2. ossi1967

            @Hans-Georg: Ach so – da hamma aneinander vorbei geredet. Unter „Sexualität“ versteh ich schon die konkreten Handlungen zur Befriedigung des triebhaften Verlangens. (Hab ich das jetzt schön formuliert? *gg*) Ein „Normalo“ zu sein ist für mich kein Ausdruck von Sexualität. Einem Normalo das Ohrläppchen zu lecken schon. 🙂

            Egal ob man das Wort so oder so versteht: Ich bin der Überzeugung, daß es keine spezifisch schwule Sexualität gibt. Einerseits nicht, wenns um Sex im engeren Sinn geht: Dazu sind die Vorlieben sowohl bei Heteros als auch bei Schwulen zu breit gefächert und weisen zu vielen Gemeinsamkeiten auf. (Es gibt an den Enden des Spektrums wohl Dinge, die rein anatomisch nicht duplizierbar sind. Aber so im Allgemeinen…) Andererseits aber auch nicht, wenns ums bloße äußere Erscheinungsbild geht: Das sagt noch weniger aus, es gibt Tucken und Bären sowohl bei Heteros als auch bei Schwulen.

            Und deshalb ist die Parade kontraproduktiv, weil sie diese Breite nicht nur nicht abdeckt, sondern jede Vielfalt eliminiert. Die Parade reduziert auf „schwul=Tunte mit Federboa“, weil das jedes Jahr die einzigen Bilder sind, die in den Nachrichtensendungen, den Zeitungen und im Internet vorkommen. Und weil 99,9% der Menschen nie etwas anderes von der Parade gesehen haben als diese Bilder, kann man ihnen keinen Vorwurf machen, wenn sie der festen Überzeugung sind: Alle Schwulen sind so oder möchten so sein. Den Vorwurf muß man den Organisatoren der Parade machen, die dieses verdrehte Bild in die Welt setzen. Genauer: Die lieber diesen schmalen Ausschnitt einer Trans-X-Stern-Wasauchimmer-Wirklichkeit inszenieren, statt schwules Leben zu zeigen – auch mit Küssen und Händchenhalten, aber nicht notwendigerweise mit öffentlichen Blowjobs und Auspeitschungen.

            (In die Verlegenheit, küssende oder händchenhaltende Männer zu sehen, kommt der 08/15-Medienkonsument bei Berichten über die Parade seltener. Mir ist aufgefallen, daß man hier sehr gerne Frauen ins Bild rückt. Das ist offenbar gesellschaftlich verträglicher.)

            Was ich übrigens ganz unabhängig von der Parade und ihrer negativen Öffentlichkeitswirkung für spannend halte: Du verankerst Dich fest in Deiner Rolle als „Normalo“ und distanzierst Dich vom Rollenbild der „Tunte“. Du würdest Dich diskriminiert fühlen, wenn Dich jemand als Tunte bezeichnet, schreibst Du. Trotzdem würdest Du ein T-Shirt tragen mit dem Spruch „Ich liebe keinen Stress – aber Strass!“? Da machst Du’s den Menschen aber auch unnötig schwer, findest Du nicht? 🙂

    1. Hans-Georg

      Liebe Anne, herzlichen Dank für diesen Link.
      Gerade am heutigen Morgen passt der wunderbar, wo der Brexit jetzt beschlossene Sache ist.
      Es geht nicht immer nur um uns, es geht um das Große Ganze auf der Welt. Ich befürchte, dass die Rechten jetzt weiteren Zulauf bekommen werden.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert