Unter der Haube und auf den Rippen

Im Büro gibt es einen Platz, an welchem wohlmeinende Kolleginnen oder Kollegen hin und wieder mal mitgebrachte Süssigkeiten hinstellen, oder auch mal ein Frühstück mit belegten Brötchen. Unser Inhaber brachte gestern einen Stollen. Heute Vormittag traf ich ihn am Stollen, eine andere Kollegin stand da auch gerade. Unser Chef erklärte uns, woher er den Stollen hat und griff auch beherzt zu. Dazu ist zu sagen, dass er es sich auch leisten kann bei seiner Figur!

Nun ja, ich nehme derzeit keine grosse Rücksicht auf meine Figur, obwohl es besser wäre, das zu tun. Dick wird man nicht zwischen Weihnachten und Neujahr, wobei die Adventszeit natürlich schon zu Weihnachten zählt, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Ich zögerte, mich an dem leckeren Stollen zu vergreifen. Darauf meinte der Chef, dass ich ja in wenigen Monaten genügend Zeit hätte, das Zuviel abzutrainieren. Stollenkauend verliess er den Raum.

Ich unterhielt mich dann noch ein wenig mit meiner Kollegin über unsere Figurprobleme. Sie meinte u.a., dass es für mich doch kein Problem sei, schliesslich wäre ich doch nun verheiratet. Allerdings muss ich sagen, dass es meinem Mann nur recht ist, wenn ich was auf den Rippen habe. Ich muss da schon selbst auf mich aufpassen, damit es nicht zuviel wird.

5 Gedanken zu „Unter der Haube und auf den Rippen

  1. Inge

    Hallo Hans-Georg,

    stimmt, man wird höchstens dick zwischen – wie war das noch? – genau!
    Kau man weiter, ich koch mir nun einen flotten Rumgrogg.

    Gruß von Inge

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    1. Hans-Georg

      Es war Stollen aus Braunschweig.
      Ich möchte euren berühmten Stollen ganz gewiss nicht beleidigen. Aber ich denke, ob etwas gut ist oder nicht ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Vermutlich gibt es diverse Dresdner Stollenbäcker, die alle ihr ureigenes geheimes Rezept haben.
      Vom Stollen aus Lübeck, der in der berühmten Marzipanmanufaktur hergestellt wird, erzählt man sich, dass er, wenn er fertig gebacken ist, so lange in flüssige Butter getaucht wird, bis er darin untergeht..
      Ich, als alter Lübecker, esse ja nun gar kein Marzipan. Ich hab es noch nie gemocht. Und es gibt Marzipanesser, und damit schliesst sich der Kreis zum Dresdner stollen, die sagen, dass das Marzipan von einem kleinen Hersteller besser schmeckt als das mit den sieben Türmen auf der Verpackung.

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