Rocky auf der Bühne

Ich weiss nicht, wann das Musical im TUI Operettenhaus in Hamburg Premiere hatte. Ich weiss nur, dass wir an dem Stück kein Interesse hatten, schon gleich, als wir hörten, dass das Musical die Uraufführung in Hamburg haben würde. Rocky? Nee, das ist nichts für uns.

Nun ergab aber ein glücklicher Umstand, dass wir in den Genuss einer Freikarte und einer ermässigten Karte kamen: Oliver hatte von Stage-Entertainment ein Angebot bekommen, sich aus einer Liste ein Musical auszusuchen. Nach der Vorstellung soll man dann einen Fragebogen ausfüllen. Wir hatten dieses Glück vor ein paar Jahren und hatten uns eine Vorstellung des Musicals Sister Act for free angesehen. Da Oliver und Sabrina keine Gelegenheit haben würden, sich ein Musical im genannten Zeitraum anschauen zu können, gab er mir das Schreiben mit. Montag rief ich gleich bei Stage an und bekam sehr gute Karten für den heutigen Abend.

Tja, was soll ich sagen zu Rocky?: Bis zur Pause war ich doch etwas sehr enttäuscht, hatten wir doch bisher schon sehr positive Rückmeldungen erhalten. Die Songs trällerten so dahin, die Handlung spannungsfrei. Einzig die Bühnentechnik war sehr beeindruckend. Aber das Finale des 1. Aktes versprach dann eine Steigerung.

Und für wahr, der 2. Akt war grandios. Spannung und Action pur. Das Bühnenbild – einfach toll! Die Darsteller konnten ihre gewaltigen Stimmen entfalten, allen voran Drew Sarich in der Titelrolle des Rocky Balboa sowie Anne Hoth als seine Freundin Adrian. Genial der Einfall, den Boxring für das Finale in den Zuschauerraum zu schieben. Die Zuschauer der ersten Reihen durften auf der Bühne platznehmen. Wir sassen in der 11. Reihe nur wenige Meter vom Boxring entfernt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich nicht die teureren Karten für den Golden Circle zu kaufen. Die Plätze von Reihe 8 bis ca. Reihe 14 sind mindestens ebenso gut. Die Choreographie für den Boxkampf war sehr gut. Man hatte wirklich den Eindruck, die Kontrahenten im Ring würden sich kraftvoll an Kopf und Körper schlagen, was dann in den Rundenpausen schnell durch entsprechende „Kosmetik“ noch unterstützt wurde. Es sah alles jedenfalls sehr blutig aus.

Der 2. Akt lässt den schwachen 1. Akt total vergessen – und wir überlegen tatsächlich, uns das Musical noch ein weiteres Mal anzuschauen. Das hätten wir nie nich gedacht.

Als alte Musicalhasen gab es für uns ein Wiedersehen mit Robin Brosch, welcher in Titanic den fiesen Reeder spielte, und mit Frank Logemann, der in Mamma Mia einen der in Frage kommenden Väter für Sophie verkörperte.

2 Gedanken zu „Rocky auf der Bühne

    1. Hans-Georg

      Moin Danny!
      Ja, Hamburg ist da gut aufgestellt. Neben den grossen Theatern gibt es ja auch noch ein paar kleine, in denen auch gute Produktionen gezeigt werden.
      Aber Dresden ist doch eine tolle Stadt!

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