Syrien

Ich glaube gar nichts. Schon einmal wurden wir von Amerika hinters Licht geführt, nämlich beim Thema Irak. Herr Obama hat sich ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt als er von der „roten Line“ sprach. Und nun kann er nicht mehr zurück. Das englische Parlament hat das einzig richtige gemacht, nämlich zu beschliessen, sich nicht an einem Angriff auf Syrien zu beteiligen.

Ich weiss auch nicht was DAS soll: Da wird aufgrund von einem angeblichen Einsatz von chemischen Waffen davon gesprochen, Syrien zu beschiessen, mal vorsichtig ausgedrück. Aber den Herrn Assad will man nicht zum Teufel jagen. Was ist denn das für ein Theater?

Eine Mehrheit der Amerikaner ist angeblich gegen einen Angriff auf Syrien. Wohingegen eine Mehrheit der Deutschen dafür plädiert. Hallo Leute, habt ihr sie noch alle? Was soll der Scheiss?! Und wenn wir nicht kurz vor der Bundestagswahl stehen würden, würden Frau Merkel und ihr Aussenminister Westerwelle wohl auch ein paar härtere Forderungen stellen.

2 Gedanken zu „Syrien

  1. Ralf

    Die Doppelmoral hat gleich mehrere Seiten. In Darfur z.B. wurden Menschen reihenwiese abgeschlachtet. Gab es da einen amerikanischen oder französischen Präsidenten oder britischen Premierminister, der sich anschickte, den Sudan anzugreifen? Ähnlich bei den Massenmorden im Kongo oder in Ruanda. Seit Monaten schon ist Syrien eine Bühne der Gewalt gegen Menschen. Aber jetzt auf einmal wird man in Washington, Paris und London aktiv – das Zauberwort lautet „Giftgas“. Wer erschossen oder bombardiert oder mit dem Bajonett aufgespießt wird, ist offenkundig weniger wert als wer vergast wird. Darüber sollte man mal nachdenken. Obama und Hollande sind Heuchler.

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  2. ossi1967

    Ich hab gerade noch gelesen, daß die Mehrheit der Deutschen (58%) gegen einen Militärschlag ist. Gibts da so widersprüchliche Umfragen?

    Abgesehen davon: Ich beginne zu resignieren. Die Amis machen doch seit Jahrzehnten, was ihnen paßt. Es endet jedes Mal im Chaos, und jedes mal kommen sie wieder mit den gleichen Heilsversprechen.

    Langsam festigt sich meine Überzeugung: So grausam die Situation innerhalb eines Landes sich auch darstellen mag, man hat von außen nicht zu intervenieren – für (bzw. gegen) keine der Konfliktparteien. Man macht damit alles immer nur schlimmer.

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