Zensus

Die Diskussion, ob, warum, weshalb und überhaupt eine Volkszählung notwendig ist, ist ja zurzeit in vollem Gange. Ein Punkt ist der, dass die ausgefüllten Bögen in einem Rückumschlag an die Behörte geschickt werden soll, der nicht frankiert ist.

Ich habe nun auch 2 dieser Fragebögen erhalten, einen für unsere Wohnung und einen für die Mietwohnung. Auf dem Anschreiben zu den Fragebögen steht „Bitte innerhalb zwei Wochen ….. oder online ausfüllen“. Online ausfüllen kommt für mich ja nun gar nicht infrage. Weiss man, ob die einem nicht einen Trojaner unterjubeln für die Onlinedurchsuchung, die mal in der Diskussion war? Also diese Option scheidet für mich aus und ich werde die Fragebögen ausfüllen.

Der Rückumschlag ist natürlich, wie bereits in diversen Foren und Meldungen veröffentlicht, nicht frankiert. Da, wo die Briefmarke hingepappt wird, ist ein kleiner Aufkleber mit dem Hinweis „Bitte ausreichend frankieren“. Das werde ich natürlich NICHT machen. Es handelt sich schliesslich um eine Bitte. Einer Bitte muss man ja nicht nachkommen – oder?

Passend zu diesem Thema hatte ich heute im lawblog etwas entdeckt. Und zwar steht dort, dass die Rückumschläge als „Antwort“ deklariert sind. Laut Postrecht muss man Antwortsendungen nicht frankieren. Der Empfänger muss das Porto dann übernehmen. So weit – so gut. Nur, die Umschläge, die meinen beiden Fragebögen beigefügt wurden, sind Fensterbriefumschläge und auf dem auszufüllenden Formular steht nichts von „Anwort“ aber „Responseplus“, begleitet von einem Postmatrixcode. Scheint also so, dass die Sendung bereits bezahlt wurde.

Wie dem auch sei, ich fülle die Dinger aus, stecke sie in die Umschläge und ab damit in den nächsten Briefkasten.

Und nochmal für alle, die Fragebögen zu Zensus erhalten haben: Die Rücksendung muss nicht frankiert werden!

4 Gedanken zu „Zensus

  1. Bernie

    Hi!

    Also ich habe vom Zensus bislang auch noch nicht viel gutes gehört und würde auch keinen Cent daür bezahlen.

    Finde es auch mega toll, dass den Leuten gleich mit Ordnungsgeld gedroht wird, wenn sie nicht mitmachen und so.

    Die Aktion ist aber wieder einmal typisch Deutsch. Auf die notwendigen Fragen wird sich mal wieder nicht beschränkt – sondern es wird sich wieder mal gedacht, wenn man schon dabei ist, dann könnte man ja auch gleich alles abfragen…

    Ich hoffe, dass ich keine Post bekomme.

    Euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Ausfüllen.

    GLG

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  2. Hans-Georg

    Die beiden Fragebögen, die ich bekommen habe, sind Wohnungsfragebögen. Ich hab keine Ahnung, wie die anderen aussehen.

    Euch viel Spass heute Abend beim ESC!

    knuddels

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  3. Nickeneck

    Warum habt ihr denn nicht online euer Voting abgegeben?

    Hab ich mit dem Wohnungsfragebogen (orange) für meine Eltern auch gemacht. War eine Sache von 5 Minuten. Und den Fragebogen haben die auch nicht bekommen, sondern nur Zugangsdaten für das Onlineportal.

    Das war das! Best wishes.

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  4. Hans-Georg

    @Nickeneck:
    Ich werde mich hüten, irgendetwas online mit Behörden zu machen. Plötzlich hast du nämlich einen Trojaner für die Onlinedurchsuchung auf deinem Rechner. Ich mag das vielleicht übersensibel sein. Aber ich traue denen in Berlin nicht.

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