Willkommene Auszeit vom Draussen

Wenn das Wetter gut ist, die Sonne scheint und die Temperaturen mitspielen, sitze ich auf der Terrasse. Ich schaue löcher in die Luft, gucke den Katzen beim Schlafen zu und den Vögeln beim Zwitschern und singen, oder ich lese. Sobald es geht, hält mich nichts davon ab, draussen zu sitzen.

Dann ist es mir ganz egal, wie es in der Wohnung aussieht, ob in der Küche noch geputzt werden muss, ob die guten Gläser, die seit dem Wochenende auf der Abtropfplatte stehen, noch gespült werden müssen, ob irgendwo Staub liegt oder ob Katzenhaare durch die Wohnung wehen. Die leeren Mehrwegflaschen für Mineralwasser stehen da noch rum. Auf dem Kochfeld kleben noch Essensreste und Fettspritzer vom letzten Wochenende.

Na und? Das ist alles nicht wichtig, nichts davon muss jetzt sofort und am liebsten schon vorgestern erledigt werden. Dafür puzzel ich im Terrassengarten rum, schnibbel hier, schnibbel da, guck den Blumen beim Wachsen zu: Ach, schau an, die Susanne ist auch wieder ein Stück länger geworden. Und drinnen tobt das Chaos. Ich lass es toben. Nennt mich ruhig Schlampe

Das Wetter in unseren Breiten ist nun mal so, dass ich jede mögliche Minute ausnutze, mich auf der Terrasse aufzuhalten. Ich bin nun mal ein Sommermensch.

Heute also regnerisch, unwarm und bewölkt, ideales Wetter, liegengebliebenes zu erledigen, Nebenkostenabrechnungen zu machen und die Steuererklärung vorzubereiten. Scheisswetter!

5 Gedanken zu „Willkommene Auszeit vom Draussen

    1. Hans-Georg

      Meine Mutter würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die hat sich ja sogar ins Pflegeheim ein Staubtuch bringen lassen weil das nicht jeden Tag gemacht wurde, und wenn, war das nicht ordentlich. Ich kann mir vorstellen, dass sie da in ihrem Rollstuhl gesessen und ganz genau beobachtet hat.

      Antworten
      1. Birte

        Meine Oma war genauso. Mir tat immer ihre Reinmachefrau leid, der sie penibelst hinterher gelinst hat, ob sie es auch ja ordentlich macht. Aber meiner Oma konnte es da eh niemand recht machen.

        Antworten
  1. Elke

    Da bist Du exakt so wie Helmut. Sobald das Wetter sommerlich ist, hält ihn nichts mehr drinnen. Es muß alles draußen passieren: Essen, Espresso trinken, lesen, im Internet surfen und, und, und. Er hechelt förmlich nach Sommer.
    LG Elke

    Antworten
    1. Hans-Georg

      Die Zeit, wo das nicht möglich ist, ist lang genug. Es fällt mir immer schwer, wenn ich im Herbst feststellen muss, dass es jetzt wohl Zeit ist, die Gartenmöbel reinzustellen. Ich zöger das immer so lange wie möglich hinaus, es könnte ja sein, dass ich nochmal ein Stündchen draussen sitzen kann.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert