GayDay 2007

Wie schon gestern vorhergesagt, hatte der liebe Gott, oder wer immer für das Wetter zuständig ist, ein Einsehen mit den Lesben und Schwulen in Hamburg. Der Wettermacher sorgte dafür, dass die Sonne schien und dass es trocken blieb. Was will man mehr an so einem Tag!

Bernd und ich nahmen die Parade an der Langen Reihe ab, direkt gegenüber dem Café Gnosa. Erfahrungsgemäss herrscht hier die beste Stimmung, ist man doch überwiegend von Lesben und Schwulen umgeben, die ebenfalls die Parade sehen bzw. an ihr teilnehmen wollen. Schlimm ist es nur, wenn man plötzlich von mehreren angetrunkenen, kreischenden ältlichen Tunten umgeben ist. Aber unseren Platz wollten wir trotzdem nicht aufgeben.

Die Parade gefiel uns in diesem Jahr besonders gut. Jede Gruppe hatte vom Veranstalter auferlegt bekommen, ein politisches Thema für Schwule und Lesben einzufordern, was den CSD ein Stück zum Ursprung zurückführte. Trotzdem kam die Partylaune auf den Trucks und bei den Zuschauern am Strassenrand nicht zu kurz.

Die Musikauswahl war in diesem Jahr vielfältiger als in den Jahren zuvor. Techno war in der Minderheit. Damit kann man beim Publikum, dass immerhin sehr vielschichtig ist, auch keine Stimmung erzeugen.

Nach der Parade erholten wir unsere Ohren und holten uns neue Kraft bei einem gemütlichen Essen im Restaurant Sala Thai. Von dort machten wir uns auf den Weg zum Jungfernstieg, wo wir uns in das Getümmel des Strassenfestes stürzten.

Wir kamen gerade rechtzeitig kurz vor dem Eintreffen der Parade dort an, so dass es noch nicht allzu voll war und wir schnell zu einem Alsterwasser kamen, um unseren Durst nach dem scharfen Essen zu löschen. Wie immer trafen wir ein paar Freunde, grüssten hier, winkten dort und tauschten ein paar Umarmungen und Küsschen aus.


Nach einem abschliessenden Rundgang über das Strassenfest, auf dem so einiges zu sehen war, machten wir uns müde und ein wenig fusslahm auf den Heimweg. Wir hätten natürlich auch die U-Bahn nehmen können. Aber an diesem Tag muss man einfach durch die Lange Reihe, Hamburgs schwulste Strasse, gehen.

3 Gedanken zu „GayDay 2007

  1. Kalle

    Hi Hans-Georg, neben den üblichen Verdächtigen, hätte ich gern noch ein paar tiefere Einblicke gesehen *sfg, gerne auch von vorn….

    lg Kalle

    Wir sind morgen auf der Parade….

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  2. Hans-Georg

    @Kalle: Der schwule Hanseat an sich gibt sich auf der Parade eher züchtig. Allerdings wurden auf den Strassenfesten zu später Stunde – wohl verursacht durch das Zusammenspiel von Alkohol, Sonne und heissen Gefühlen – schon andere Einblicke entdeckt. So lange sind wir aber nicht geblieben.

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