Aufgebot bestellt

Heute haben wir das Aufgebot für unsere Hochzeit bestellt. Früher nannte man das ja wohl so. Da wurde jedes Paar, welches heiraten wollte, „in den Kasten gehängt“, d.h. jede Hochzeit war irgendwie öffentlich weil man dagegen Einspruch erheben konnte. Ich glaube damals, als ich das erste Mal geheiratet habe, war das noch so, 1973 war das.
Geheiratet haben Bernd und ich ja schon vor 3 Jahren. Offiziell hieß das Verpartnerung, ein Wort, welches ich immer gehasst habe. Wir haben geheiratet und hatten auch zu unser Hochzeit eingeladen. Basta. Die „Verpartnerung“ behinhaltete schon alle steuerlichen und erbrechtlichen Vorteile einer Ehe. Es war den „Verpartnerten“ allerdings untersagt, gemeinsam Kinder zu adoptieren. Seit dem 1. Oktober diesen Jahres können 2 Männer oder 2 Frauen ganz offiziell heiraten. Quasi in einer Nacht- und Nebelaktion kam es im Bundestag zu einer namentlichen Abstimmung, die das blöde Drumrumgerede nun endlich den Garaus gemacht hat.

Die „Verpartnerung“ kann nun in eine Ehe umgewandelt werden. Das haben wir heute beantragt. Am 17. November, also in 4 Wochen, werden wir hochoffziell heiraten, auch wenn Bernd und ich die kleine Zeremmonie ganz allein durchziehen werden. Wir werden nicht nochmal die Ringe tauschen. Aber eine kleine Ansprache seitens der Standesbeamtin und die Frage nach dem „ja“ werden sich nicht umgehen lassen.

Kleine Herbstwanderung


Ursprünglich sollte diese kleine Wanderung schon am Samstag stattfinden, mit Kaffee und Kuchen im Alten Sandkrug und abends ein schöner Abschluss beim Griechen unseres Vertrauens. Das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung und wir waren dann am Abend nur Griechisch essen, mit unseren Freunden Claudia, Thomas, Astrid und Holger. Die Wettervorhersage für heute sah aber sehr positiv aus. Und so trafen wir uns am frühen Nachmittag, fuhren mit 2 Autos nach Tesperhude und machten uns dann auf halber Höhe am Geesthang entlang auf den Weg zum Alten Sandkrug.

Dieser Teil des Waldes war weitgehend vom Sturm verschont geblieben, so dass wir flotten Schrittes unserem Ziel entgegenstrebten. Auf der linken Seite des Weges erhob sich der Geesthang, rechts blitzte gelegentlich die Elbe durch die Bäume während über uns der blaue Herbsthimmel durch die hohen Bäume zu sehen war.

Der Alte Sandkrug ist ein Ausflugslokal, von der Inhaberfammilie betrieben, wir fanden noch Plätze im Garten. Es dauerte etwas bis uns Torte und Kaffee serviert wurden, es machte einen etwas unorganisierten Eindruck. Aber jeder bekam das, was er bestellt hatte. Und Zeitdruck hatten wir ja nicht. Es schadete nicht, sich von der ersten Etappe ein wenig auszuruhen.


Statt den oberen Weg durch den Wald nahmen wir für den Rückweg jetzt die Strecke an der Elbe entlang, die aber auch von Bäumen und Büschen verdeckt war. Dieser Weg ist etwas kürzer als der „obenrum“, was ich dann doch als ganz angenehm empfand.

Insgesamt waren wir ca. 11 km unterwegs. Das war jetzt keine große Herausforderung für uns. Aber wir haben was für unsere Gesundheit getan, denn Bewegung und frische Luft ist nie verkehrt. Thomas, der in der kleinen Stadt an der Elbe aufgewachsen ist, wusste einiges zur Landschaft zu erzählen. So hatten wir auch einen kleinen Lerneffekt auf unserer Wanderung. Es ist nie verkehrt etwas über die Gegend zu wissen, in der man seine Heimat gefunden hat.

In die Ecke getrieben

Der kurze aber heftige Herbststurm hat so einiges durcheinandergewirbelt hier im Norden. Auswirkungen auf den Bahnverkehr sind auch weiter südlich heute immer noch zu spüren da zahlreiche Bäume und Äste auf die Gleise und Oberleitungen gefallen sind. Als sich die Lage gestern Nachmittag beruhigt hatte, machte ich einen kleinen Kontrollspaziergang an die Elbe. Ich entdeckte am Uferrand eine entwurzelte Weide, aber ungefährlich für Spaziergänger.

Mein Weg war dann doch ziemlich begrenzt. Auf der Seite, zur Schleuse hin, war es sehr matschig und auf der anderen Seite, in Richtung Schwimmbad, hatte die Feuerwehr einen großen Ast entdeckt, der abgebrochen war und über dem Weg in einer Pappel hing. Nee, da wollte ich auch nicht weitergehen. Der Weg sollte dann auch abgesperrt werden.

Viel Laub hat der Sturm nicht von den Bäumen geweht. Viele Bäume stehen noch fast im saftigen Grün und die Blätter halten sich tapfer an den Zweigen. Die Pappeln rund um das Elbe-Penthouse sind eh schon fast kahl.

Im Hafenbereich der kleinen Stadt an der Elbe dümpelte ein kleiner bunter Laubteppich, vom Wind zusammengetrieben in einer Ecke des Hafens, ganz harmlos, als sei nichts gewesen.

Herbst!


Es lässt sich nicht länger verleugnen, der Herbst ist da – leider, so meine persönliche Meinung. Ich liebe ja eher die lockere Kleidung, d.h. kurze Hosen und T- bzw. Poloshirt. Tja, die kurzen Hosen bleiben ja wohl nun bis zum nächsten Jahr im Schrank. Obenrum kann ich mir ja einen Überzieher oder eine Jacke überwerfen. Darunter lässt sich sich kurzärmelig gut leben.

Stammleserinnen und -leser wissen, dass die jetzt kommenden Jahreszeiten nicht die meine sind. Ich liebe Wärme und Sonne und lange, helle Abende. Vorbei das alles. Ich freue mich jetzt schon auf Ende März nächsten Jahres. Dann beginnt wieder die Sommerzeit!

Massaker in Las Vegas II

Was anderes habe ich von Herrn Trump auch nicht erwartet:
Er befürwortet den zweiten Verfassungszusatz in welchem das grundsätzliche Recht auf den Besitz von Schusswaffen für US-Bürger festgeschrieben ist!!!

Den Opfern und deren Angehörigen hilft es nicht, wenn er die Tat als „Akt des absolut Bösen“ bezeichnet. Im Übrigen reagierte Herr Trump bemerkenswert zurückhaltend auf diese Terrortat, denn um nichts anderes handelt es sich hier. Kein Wunder, diese Tat wurde ja auch von einem Amerikanischen Bürger im eigenen Land verübt, dem es aufgrund lascher Waffengesetze möglich war, Waffen und Munition zu horten.

Massaker in Las Vegas


Wie wohl inzwischen jeder vernommen hat, spätestens heute Abend in den üblichen TV-Nachrichten, hat irgendein Wahnsinniger aus einem Hotelfenster heraus 50 Menschen erschossen, es soll 400 Verletzte geben. Vermutlich ist davon auszugehen, dass die Zahl der Toten aufgrund der erlittenen Verletzungen noch steigen wird.

Die Amis sind ja bekannt dafür, dass sich wohl fast jeder Bürger eine Waffe beschaffen darf. Mehrmals ist, eher halbherzig, versucht worden, das Waffengesetz zu verschärfen. Die Waffenlobby in den USA ist stark genug und wusste das zu verhinden. Herrn Trump ist ausnahmsweise nicht direkt die Schuld in die Schuhe zu schieben. Allerdings könnte man sagen, statt sich mit dem Bau einer Mauer zwischen Mexico und Amerika zu beschäftigen, hätte er sich lieber des Waffengesetzes annehmen sollen.

Heute auf den Tag genau vor 4 Wochen waren wir im Rahmen unserer diesjährigen Kreuzfahrt in New York. Dort haben wir abends auch den Times Square besucht, ein beliebter und sehr bekannter Platz im Big Apple. Viele Viele Menschen waren auf diesem Platz – und ich habe das erste Mal in meinem Leben gedacht: Wenn hier jetzt in einem Papierkorb eine Bombe explodiert! Nein, ich hatte keine Angst deswegen, dass das wirklich geschehen könnte. Aber ich hatte kurz diesen Gedanken bevor er sich wieder verflüchtigte. Selbst die Anwesenheit des NYPD kann sowas nicht verhindern. Niemand wird wissen, was jemand in einem Papierkorb deponiert. Ist es tatsächlich eine leere Verpackung oder eine Getränkedose? Und jeder, der sich auf dem Times Square aufhält, bietet ein ideales Ziel, aus den umliegenden Hochhäusern auf ihn zu schießen.

Als ich heute morgen von dem Massaker von Las Vegas hörte, musste ich an den Times Square und an unseren Besuch dort denken. Diese Dinge lassen sich durch die beste Überwachung nicht verhindern, leider!

Ein Brief an die AfD

„Sehr geehrte AfD,

wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben.

Wir sind links der Mitte, rechts der Mitte und genau auf der Mitte. Wir sind Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Religion, jeder Hautfarbe, jeder sexuellen Orientierung, jeder politischen Richtung. Wir sind die, die unser Land zu dem machen, was es ist.

Und wir stehen auf gegen euren Rassismus.

Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit. Wo ihr Mauern ziehen wollt, bauen wir Brücken. Wo ihr Hass verbreiten wollt, reagieren wir mit Zusammenhalt.

Das hier ist unser aller Land und ihr holt es euch nicht zurück. “

Unterzeichnen kann den Brief hier.