Archiv der Kategorie: politisch

Massaker in Las Vegas II

Was anderes habe ich von Herrn Trump auch nicht erwartet:
Er befürwortet den zweiten Verfassungszusatz in welchem das grundsätzliche Recht auf den Besitz von Schusswaffen für US-Bürger festgeschrieben ist!!!

Den Opfern und deren Angehörigen hilft es nicht, wenn er die Tat als „Akt des absolut Bösen“ bezeichnet. Im Übrigen reagierte Herr Trump bemerkenswert zurückhaltend auf diese Terrortat, denn um nichts anderes handelt es sich hier. Kein Wunder, diese Tat wurde ja auch von einem Amerikanischen Bürger im eigenen Land verübt, dem es aufgrund lascher Waffengesetze möglich war, Waffen und Munition zu horten.

Massaker in Las Vegas


Wie wohl inzwischen jeder vernommen hat, spätestens heute Abend in den üblichen TV-Nachrichten, hat irgendein Wahnsinniger aus einem Hotelfenster heraus 50 Menschen erschossen, es soll 400 Verletzte geben. Vermutlich ist davon auszugehen, dass die Zahl der Toten aufgrund der erlittenen Verletzungen noch steigen wird.

Die Amis sind ja bekannt dafür, dass sich wohl fast jeder Bürger eine Waffe beschaffen darf. Mehrmals ist, eher halbherzig, versucht worden, das Waffengesetz zu verschärfen. Die Waffenlobby in den USA ist stark genug und wusste das zu verhinden. Herrn Trump ist ausnahmsweise nicht direkt die Schuld in die Schuhe zu schieben. Allerdings könnte man sagen, statt sich mit dem Bau einer Mauer zwischen Mexico und Amerika zu beschäftigen, hätte er sich lieber des Waffengesetzes annehmen sollen.

Heute auf den Tag genau vor 4 Wochen waren wir im Rahmen unserer diesjährigen Kreuzfahrt in New York. Dort haben wir abends auch den Times Square besucht, ein beliebter und sehr bekannter Platz im Big Apple. Viele Viele Menschen waren auf diesem Platz – und ich habe das erste Mal in meinem Leben gedacht: Wenn hier jetzt in einem Papierkorb eine Bombe explodiert! Nein, ich hatte keine Angst deswegen, dass das wirklich geschehen könnte. Aber ich hatte kurz diesen Gedanken bevor er sich wieder verflüchtigte. Selbst die Anwesenheit des NYPD kann sowas nicht verhindern. Niemand wird wissen, was jemand in einem Papierkorb deponiert. Ist es tatsächlich eine leere Verpackung oder eine Getränkedose? Und jeder, der sich auf dem Times Square aufhält, bietet ein ideales Ziel, aus den umliegenden Hochhäusern auf ihn zu schießen.

Als ich heute morgen von dem Massaker von Las Vegas hörte, musste ich an den Times Square und an unseren Besuch dort denken. Diese Dinge lassen sich durch die beste Überwachung nicht verhindern, leider!

Ein Brief an die AfD

„Sehr geehrte AfD,

wir sind die 87 Prozent, die euch nicht gewählt haben.

Wir sind links der Mitte, rechts der Mitte und genau auf der Mitte. Wir sind Menschen jedes Geschlechts, jedes Alters, jeder Herkunft, jeder Religion, jeder Hautfarbe, jeder sexuellen Orientierung, jeder politischen Richtung. Wir sind die, die unser Land zu dem machen, was es ist.

Und wir stehen auf gegen euren Rassismus.

Wir stehen für ein weltoffenes, soziales, liberales, vielfältiges Deutschland, in dem kein Platz ist für Fremdenfeindlichkeit. Wo ihr Mauern ziehen wollt, bauen wir Brücken. Wo ihr Hass verbreiten wollt, reagieren wir mit Zusammenhalt.

Das hier ist unser aller Land und ihr holt es euch nicht zurück. “

Unterzeichnen kann den Brief hier.

Bundestagswahl 2017

Wir waren das nicht! Wir haben nicht dazu beigetragen, der NSAfD dieses hochprozentige Ergebnis zu bescheren. Man kann nur hoffen, dass die sich als eine Chaotentruppe herauskristallisieren, dass sich das in 4 Jahren nicht wiederholt.

Es ist schlimm genug, dass die braune Suppe sich in den Bundestag ergießt, noch schlimmer ist, dass die auf den 3. Platz gelandet sind. Es ist eine Schande!

Zur Wahl

Morgen ist Bundestagswahl. Welche Partei die meisten Stimmen bekommt, ist wohl klar. Wer an 2. Stelle liegen wird, ist wohl auch so gut wie sicher. Um den 3. Platz streiten sich gleich 3 Parteien. Die NSAfD wird diesen Platz hoffentlich nicht belegen, ist schon schlimm genug, dass dieser braune Verein es wohl schaffen wird, Sitze im Deutschen Bundestag zu ergattern.

Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie man die einzelnen Parteien, die sich um die Sitze im Deutschen Bundestag bewerben, beschreiben soll? Ich nicht, obwohl man natürlich so einiges über sie weiß. Eine recht gute Beschreibung der Parteienlandschaft hat das Fräulein Read On gemacht. Allerdings ist das sehr verwirrend für die, die immer noch nicht wissen, was sie wählen sollen. Aber es ist auch recht amüsant geschrieben, wenn auch gleichzeitg irgendwie traurig. Der Titel ihrer Beschreibung: Die Qual der Wahl. Und damit hat das Fräulein verdammt ganz recht.

Hinweis zur Wahl

„Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen, später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man muß den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf.“ Erich Kästner

Ich denke, jeder weiß, wie aktuell dieses Zitat ist.

Gefunden bei Spontiv.

Der Abgasskandal

Dieses Thema wird die Politik und Automobilindustrie noch eine Weile beschäftigen, und damit auch die Deutschen Autofahrer. Während in Großbrittannien ab 2040 keine Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr gebaut werden sollen, während Volvo sich ab 2019 nur noch mit E-Autos beschäftigen will, ist all das für die Deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries keine Option. Sie setzt auf eine einheitliche EU-Regelung.

Wer hätte auch was anderes gedacht?! Deutschland hat vermutlich europaweit, wenn nicht sogar weltweit, die größte Automobilindustrie. Warum kann Deutschland nicht Vorreiter sein in der EU? Wer weiß schon, was die Automobilindustrie der Ministerin wieder zugeflüstert hat?!

Der Abgasskandal

Gleich am frühem Morgen muss ich mich schon wieder aufregen über die verfluchte Autoindustrie, welche die Schuld am Abgasskandal nun der Politik in die Schuhe schiebt. Der VDA behauptet, dass zu große gesetzliche Spielräume die Ursache sind.

Klar, die Politik ist schuldig daran, nämlich deshalb, weil sie sich darauf eingelassen hat, was die Automobilindustrie wollte. Deren Lobbyisten sind es doch, die Einfluss auf die Politik nehmen und mit Abwanderung und Abbau von Arbeitsplätzen drohen. Die Vertreter die Automobilindustrie, sowie anderer Branchen auch, werden doch gefragt, was sie wollen, was machbar ist und was nicht. Die sitzen doch mit am Tisch, wenn Gesetze beraten und Gesetzestexte ausgearbeitet werden. Aber nein, die Automobilindustrie ist unschuldig an dem Dilemma. Ich könnte kotzen!

Wisst ihr übrigens, dass im Reichstag mehr Lobbyisten ein- und ausgehen als der Bundestag Abgeordnete hat?!

Eine gute Entscheidung

Als wir uns für ein neues Auto interessierten, hatten wir überhaupt nicht darüber nachgedacht, ob es ein PKW mit Dieselantrieb werden könnte. Der Abgasskandal war – und ist noch immer – allgegenwärtig. Eher dachten wir ja darüber nach, uns ein E-Auto zu kaufen, kamen ja aber zu der Erkenntnis, dass die Reichweite dieser Fahrzeuge noch nicht ausreichen sei, jedenfalls jene, die unserem Budget entsprechen.

Beim Beratungsgespräch des Volvohändlers tauchte seinerseits die Frage auf, ob es denn auch ein Dieselmotor sein dürfte, was wir sofort und vehemment ablehnten. Weitere Nachfragen seitens des Verkäufers gab es nicht, er versuchte gar nicht erst, uns ein Dieselfahrzeug schmackhaft zu machen.

In den letzten Wochen ist die Deutsche Autoindustrie ja fast täglich in den Schlagzeilen, sei es wegen des Abgasskandals oder neuerdings auch wegen eines angeblichen Auto-Kartells. Mein Vertrauen in Deutsche Autos und deren Hersteller ist jedenfalls nicht mehr vorhanden.

Das Urteil, welches heute in Stuttgart gefällt wurde, bestätigt mir, dass unsere Entscheidung, kein Diesefahrzeug zu kaufen, richtig war, auch wenn es sich nicht um ein Deutsches Fabrikat gehandelt hat.

Volvo wird sich ab 2019 nur noch mit der Entwicklung von E-Autos beschäftigen. Die Deutschen Autobauer setzen weiterhin auf den Verbrennungsmotor und setzen die Politik mal wieder unter Druck: Angeblich würden 600.000 Arbeitsplätz daran hängen! Selbst in Großbritannien, ein Land, welches als nicht gerade sehr fortschrittlich gilt, gibt es scheinbar Bestrebungen, ab 2040 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu verbieten.

Die Politik in Deutschland ist eh ein Büttel der Autoindustrie. Anders ist es nicht zu erklären, dass nicht längst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf den Autobahnen eingeführt worden ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Gerichte nicht beeinflussen lassen. Der VDA (Verband der Automobilindustrie) rechnet jetzt schon damit, dass bei einer Revision das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu einem anderen Ergebnis kommt als das Gericht in Stuttgart.