Archiv der Kategorie: persönlich

Vor vielen Jahren


Meine Mutter sortiert Dias, sie hat sich ins Heim die alten Diakästen bringen lassen. Mit einem Diabetrachter schaut sie alle an und sortiert die aus, von denen sie meint, dass das eh keinen interessiert. Reisen mit meinem Vater z.B. in der Berge, von denen sie selbst nicht mal mehr weiß, wo die Fotos aufgenommen worden sind, mit Leuten drauf, die wir eh alle nicht kennen. Sie bewahrt jene Fotos auf, auf denen Familienmitglieder zu sehen sind, Fotos von Familienfeiern und von den Sommern in Travemünde. Leider kann ich nun raten, wann die Aufnahmen in etwa entstanden sind. Auf Dias mit Papprahmen hat Vater Stichworte notiert, auch mit Jahresangaben. Auf den Kunststoffrahmen sind keine Angaben zu finden.

Unser Freund Thomas hat einen Scanner für Dias und Fotonegative. Den habe ich mir ausgeliehen. Das erste Dia, welches ich damit digitalisierte, ist jenes oben. Darauf sind mein Sohn Oliver und ich auf der Yacht meiner Eltern zu sehen, im Passathafen von Travemünde. Oliver wurder im Dezember 1980 geboren. Ich vermute, die Aufnahme ist im Sommer 1984 entstanden, dann wäre Oliver da 4 Jahre alt. Das könnte passen. Oder war es doch 1983? Schade, dass ich das nicht herausfinden kann.

Das Scannen ist ein wenig kompliziert, aber das macht nichts. Auf diese Art kann ich die Aufnahmen erhalten und gelegentlich mal auf dem Rechner anschauen. Im Keller steht zwar noch ein Diaprojektor und hunderte Dias aus meinem früheren Leben. Aber wer macht heute noch eine Diashow mit Leinwand?

Stagnation

Es geht nicht so recht weiter, also eher geht es nicht so recht rückwärts – mein Gewicht. Ich hoffe ja, dass ich in dieser Woche noch die 3 kg schaffe, zu sehen sind sie ja. Diverse Feiertage, Einladungen und Versuchungen waren der Grund, dass es noch nicht mehr geworden ist nach meinem Schwimmstart im Mai. Ich muss zugeben, dass ich mir mehr erhofft habe.

Anderseits will ich mich nicht zum Sklaven meines Körpers machen und auf Genuss verzichten. Ein Freund hat im vorigen Jahr Vater und Mutter verloren, beide waren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Sie haben immer darauf geachtet, gesund zu essen. Sie waren mit den Fahrrädern unterwegs. Und was hat es genützt? Nichts!

Natürlich soll man maßhalten bei gewissen Dingen. Ich sage aber immer: Man soll essen was einem schmeckt und worauf man Appetit hat. Sport, wie bei mir das Schwimmen, mag ein gesundes Leben unterstützen und für ein gewisses Gleichgewicht sorgen. Bewegung ist nie verkehrt. Man soll aber nie den Genuss vergessen und sich geißeln.

Ich hoffe ja, dass bis zum Beginn unseres Urlaubs in der 2. Augusthälfte noch das eine oder andere Kilo purzelt. Aber drei Einladungen haben wir bis dahin schon angenommen und dreimal werden wir essengehen. Wenn das Wetter mitspielt, werden wir sicher auch noch wieder grillen. Das Schwimmen wird also vermutlich nur den Level halten. Egal, die Hauptsache ist, dass ich mich bewege. Und Schwimmen macht mir Spaß und ist gesund!

Genehmigung erteilt!

Dienstag waren wir im Reisebüro und haben zusammen mit dem Chef, Herrn H. den ESTA-Antrag für die Einreise in die USA ausgefüllt. Herr H. fragte jeweils die geforderten Daten ab und ob wir an diversen Krankheiten leiden würden, z.B. wurde nach der Plage gefragt. Dass Plage unter den Begriff Krankheit fällt, war mir bis dato nicht bekannt. Wenn ich allerdings auf mein langes Arbeitsleben zurückblicke, war das manchmal schon eine Plage. Nur hätte ich dafür wohl nie und nimmer eine Krankschreibung vom Arzt erhalten.

Unsere Anträge für die Einreise in die USA wurden mittlerweile genehmigt, kann man ja alles online nachschauen. Die endgültige Erlaubnis erteilt dann aber der Customs and Border Protection Beamte am Einreiseort. Er wird dann in seinem dicken Buch nachschauen, heute vermutlich im Computer, ob wir irgendwie negativ aufgefallen sind und dann entweder „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ zeigen.

Ich bin 1975 und 1978 mit dem Flugzeug in die USA gereist. Da lag an der Immigration das dicke Buch, in dem der Immigrationofficer nachgesehen hat, ob was gegen mich vorliegt – trotz des erteilten Visums. Von 1978 habe ich noch ein gültiges Visum zur Einreise in die USA. Ob das aber noch anerkannt wird, wo es doch heute das ESTA-Verfahren gibt, weiß ich nicht. Da war es mir sicherer, 14 Dollar für die ESTA-Genehmigung auszugeben.

Juchuuuu!

Am 1. Juli bekomme ich eine „Gehaltserhöhung“ von 1,9 %. Ist nicht so viel, aber auch nicht viel weniger als mein ehemaliger Arbeitgeber gewährt hat, und das dann auch nicht in jedem Jahr. Da kann ich als Rentner dann doch ganz zufrieden sein.

Mutter – die Heimbewohnerin

Seit einem Jahr wohnt meine Mutter jetzt im Seniorenheim. Einmal in der Woche besuche ich sie dort, so wie gestern. Das Heim liegt in einem Wohngebiet, ihr Zimmer liegt zur Straße, ihr Zimmer ist hell, so wie sie es liebt. Fast den ganzen Tag hat sie dort Sonne. Meine Mutter ist eine Tochter der Sonne, so wie ich ein Sohn der Sonne bin.

Wir unterhielten uns gestern darüber, dass sie nun schon 1 Jahr dort wohnt. Sie bestätigte mir erneut, dass sie es dort gut hat und sie sich dort gut aufgehoben fühlt. Wenn ihr was nicht passt, beschwert sich sich dezent, wissend, dass man es nicht übertreiben soll – das Personal würde es sie merken lassen.

Im Gespräch ließ sie verlauten, dass sie sich morgen – also heute – „fein machen“ müsste. Auf meine Frage nach dem Warum erzählte sie, dass ja heute das Frühlingsfest stattfindet. Nun ist es nicht so, dass meine Mutter dort im Schlabberlook und ungepflegt im Rolli sitzt. Immer hat sie gepflegte Garderobe an und dezenten Schmuck. Ich habe noch nie einen Fleck auf Blusen, Pullover oder Hosen gesehen. Sie kleidet sich nicht in Sack und Asche und in grau und beige sondern durchaus auch mal farbenfroh.

Abends trinkt sie gern mal einen Schnaps. Obstler war ihr zu scharf, den Ozuo mag sie nun auch nicht mehr. Ich soll ihr nächste Woche Gin mitbringen. Gin! Vermutlich möchte sie Elizabeth Bowes-Lyon, die Mutter von Themse-Lizzy, nacheifern. Die wurde ja über hundert Jahre alt. Meinetwegen soll sie wenn sie sich nicht quälen muss. Denn gefüttert und gewindelt werden zu müssen ist wohl ziemlich erniedrigend.

Die Auto-Frage

Im November 2015, als die Rechnung der Autoversicherung ins Haus flatterte, stellten wir uns die Frage, ob wir den Wagen abschaffen könnten. Möglich wäre es. Einkäufe könnte ich auch ohne Wagen bewerkstelligen, ich könnte z.B. einen Hackenporsche anschaffen oder 3 x in der Woche 2 Liter Milch kaufen und 2 Flaschen Wasser. Man könnte sich das auch kistenweise ins Haus liefern lassen. Für individuelle Fahrten könnte man sich auch mal einen Wagen leihen.

Im Nachhinein war es gut, dass wir den Wagen behalten haben. Ein paar Wochen nachdem wir die Rechnungen erhalten haben, begannen die ständigen Klinikaufenthalte meiner Mutter während der ich 3 x in der Woche nach Lübeck gefahren bin um sie zu besuchen. Jetzt, wo sie im Seniorenheim wohnt, besuche ich sie einmal wöchentlich. Es wäre wohl teurer, dafür immer einen Leihwagen zu nehmen.

Wir stehen jetzt vor der Entscheidung, uns ein neues Auto anzuschaffen. Fest steht, dass es nicht wieder ein Cabrio sei wird. Für eine Fahrt von 3 Minuten zum Supermarkt ist das ja wohl lächerlich. Einzig bei den Fahrten nach Lübeck im Sommer bei schönem Wetter wäre es nett mit dem Cabrio. Aber das bringt es dann auch nicht, dafür viel Geld auszugeben.

Unser jetziger Wagen, ein Peugeot 308CC, war eine Tageszulassung und stand beim Händler mehrere Monate in der Ausstellungshalle und musste weg und war dementsprechend preiswert. Der Wagen hat eine tolle Ausstattung mit vielen kleinen Extras, an die wir uns gewöhnt haben – nice to have. Aber in der uns vorschwebenden Preisklasse gibt es z.B. nicht die Möglichkeit, den Beifahrersitz elektrisch zu verstellen – erstehe das wer will. Es ist aber einfach toll, das so machen zu können, und bei unserem 2-Türer eben praktisch wenn die Schwiegermutter mal mitfährt und einer von uns sich hinten reinquetschen muss.

Dann stellten wir uns die Frage, ob wir uns ein E-Auto anschaffen. Die Reichweite in unserer Preisklasse würde ausreichen, um die Strecke Geesthacht-Lübeck-Geesthacht bewältigen zu können. Auch eine Fahrt nach Hamburg ins Theater und wieder zurück an die heimatliche Steckdose wäre kein Problem.
Die Ladestation im Carport wäre eine zusätzliche Investition. Ein Kabel müsste verlegt werden, aufgrund der baulichen Situation in der Erde. Die Kellerwand müsste für einen Kabeldurchlass aufgebohrt werden. Ich schätze, dass die Installation mit allem Drum und Dran ca. 2.000 Euro kosten würde. Da das eine bauliche Veränderung ist, müssten wir die Genehmigung der Mehrheit der Wohnungseigentümer einholen und wir wären für eventuelle Durchfeuchtungen des Mauerwerks veranwortlich.

Längere Fahrten, z.B. nach Mönchengladbach zu unserer kleinen Familie, sind ohne eine ca. 4-stündige Ladeunterbrechung nicht möglich, vorausgesetzt, es ist eine Ladestation an der Raststätte frei. Und dann ist da noch das Gefühl, nicht spontan den Wagen nehmen zu können um mal schnell irgendwohin zu fahren …, jede Fahrt muss quasi geplant werden. Und das kenn ich zur Genüge aus meinem Job: Das Schiff X muss von A nach B fahren, hat es genügend Treibstoff an Bord? Vieviel Tonnen muss ich wo bestellen damit das Schiff die Reise ausführen kann? Wo bekomme ich Treibstoff?

Natürlich gibt es E-Autos, die eine große Reichweite haben, aber da kommen wir in eine Preisklasse, für die ein Banküberfall notwendig wäre.

Wir uns auf 2 Autos mit Verbrennungsmotor konzentriert. Uns ist aber klar, dass wir bei der Rubrik „nice to have“ ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Alles reine Gewohnheitssache!

Persönlicher Jahresrückblick – Teil 3


Das letzte Drittel dieses Jahres war wesentlich ruhiger als die ersten 8 Monate. Langsam hat sich alles eingespielt. Wenn das nun auch im nächsten Jahr so bleibt, ist alles gut. Wenn nicht – dann müssen das akzeptieren. Vieles lässt sich ja gar nicht beeinflussen.

September
Das Highlight dieses Monats war das Treffen mit Freunden auf dem Konzert von Max Giesinger anlässlich des diesjährigen Elbfestes.

Mitte September ist es noch schön warm und Schmetterlinge lassen sich auf unserer Dachterrasse nieder als sei es Hochsommer. Eine Woche später bestellte ich die Stühle für unser neues Esszimmer. Auf der Rückfahrt von Buchholz kann ich sogar noch offen fahren. Am Nachmittag sitze ich, von herbstlichem Laub umgeben, auf der Terrasse und genieße ein Glas meines Lieblingsbrandys.

Wir nehmen unseren Pastamaker in Betrieb. Seit dem haben wir noch nie wieder Nudeln gekauft. Das Ding ist echt toll. Gut, für 49 Cent kriegt man das nicht hin wenn man Pasta mit Hartweizengries macht. Aber ich glaube auch nicht, dass die für 49 Cent aus dem Supermarktregal aus Hartzweizengries hergestellt werden.

Oktober
Dieser Monat war überwiegend politisch geprägt in meinem Blog, und das nicht gerade positiv. Wer meine Meinung zu den Themen nochmal nachlesen möchte, möge doch bitte den Link im Archiv anklicken.

Ganz persönlich war aber mein Besuch in Mönchengladbach von dem ich dann leider mit einer starken Erkältung zurückgekehrt bin.

November
Im Theater Lübeck haben wir die großartige Gitte Hænning in der Rolle der Norma Desmond auf der Bühne erleben dürfen. Alle Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Wir hoffen, dass es gelingt, Gitte auch für die nächste Spielzeit für ein paar Vorstellungen des Musicals Sunset Boulevard zu verpflichten. Dann wären wir wieder dabei.

Am 8. November gab es Schnee in der kleinen Stadt an der Elbe. Mal abwarten, was dieser Winter so bringen wird.

Die Bronchitis plagt mich noch immer und ich hadere mit den Tropfen.

Dezember
Der letzte Monat des Jahres beginnt mit einem Paukenschlag: Nico Rosberg verlässt nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft den Formel1-Zirkus.

Am 10. Dezember schrieb ich über meine favorisierten Weihnachtslieder, u.a. der December Song von George Michael …

Das Weihnachtsgefühl stellte sich in diesem Jahr 4 Tage vor Weihnachten ein.

Das Weihnachtsfest ist auch bei uns anders als in den Jahren zuvor. Am 1. Weihnachtstag kann ich keine Weihnachtsmusik mehr hören, Abba muss her.

Beim letzten Besuch in diesem Jahr bei meiner Mutter brachte ich ihr einen kleinen Frühlingsgruß mit, eine Primel mit einem Schornsteinfeger als Glücksbringer. Und für uns kaufte ich einen Strauß Tulpen, das gehört so nach Weihnachten! Die Fuchsien blühen in diesem Jahr nicht mehr, die hat der Frost dahingerafft. Ich bin immer noch darauf gespannt, wie dieser Winter wird.

Das war unser ganz persönliches 2016, anfangs stressig, später normalisierte es sich dann. Wir sind sehr froh darüber, dass meine Mutter sich in ihrem neuen Zuhause gut eingelebt hat und sie sagt: „Das ist jetzt eben so!“

< Teil 2

Alles war anders

Ich erwähnte ja schon, dass Weihnachten in diesem Jahr anders sein würde. Das war auch nicht schlimm, wir wussten, dass es so ist und damit waren wir auch zufrieden. Nur organisatorisch wird es im nächsten Jahr anders ablaufen.

Hätte ich gewusst, dass am Heiligabend nachmittags und abends im Seniorenheim kein gemütliches Beisammensein stattfindet (ich hatte mich da auf die Aussage einer Freundin verlassen), wäre ich nicht 2 Tage hintereinander nach Lübeck gefahren. Es war zwar nett, besagte Freundin mit ihrem Mann am Tag vor Weihnachten bei meiner Mutter zu treffen, insgesamt gesehen war die Fahrerei dann aber doch etwas viel.

Bernd musste dann am 24. nach dem Fondue seine Mutter wieder nach Hause fahren. Am 1. Weihnachtstag hat er sie wieder abgeholt. Dann sind wir essen gegangen und danach hat er sie wieder nach Hause gefahren. Dass man dann einfach nur noch seine Ruhe haben möchte, ist wohl verständlich. Zum Glück hat er heute seinen wöchentlichen freien Tag, sozusagen ein Nachweihnachtstag für uns.

Dem allgemeinen Trend, sich zu Weihnachten nichts zu schenken, mögen wir uns nicht anschließen. Meine Mutter überraschten wir mit einem Radio damit sie tagsüber mal ihren Lieblingssender hören kann. Sie ist nicht der Typ, der den ganzen Tag den Fernseher laufen hat.

Bernd schenkte mir den Besuch eines Konzertes in der Elphi. Darauf freue ich mich sehr.

Ein Überraschungspaket kam von der Warmen Küche aus Wien welches wir selbstverständlich erst am Heiligabend geöffnet haben. Es enthielt ein Glas selbstgemachte Marmelade.

Unsere kleine Familie aus Mönchengladbach schickte uns ein Fotobuch mit ganz vielen netten Fotos aus diesem Jahr.

Weihnachten und Überraschungen – das gehört einfach zusammen, und das soll auch in Zukunft so bleiben.

Persönlicher Jahresrückblick – Teil 2

2016 war ein sehr vielfältiges Jahr. Deshalb war es notwendig, den Jahresrückblick etwas aufzuteilen. Heute geht es weiter mit den Monaten Mai bis August.

Mai
Am 3. Mai begann für mich die diesjähre Schwimmsaison im Geesthachter Freibad. Bei 14 Grad Lufttemperatur stieg ich mutig in die Fluten. Leider war die Schwimmerei in diesem Jahr sehr unregelmäßig, bedingt durch diverse Termine, hauptsächlich meine Mutter betreffend.

Langsam begannen wir damit, die Wohnung meiner Mutter aufzulösen. Manchmal war es wie eine Reise in die Vergangenheit.

Am 15. Mai feierte Mutter ihren 92. Geburtstag mit der Familie und mit Freunden. Sie war glücklich und zufrieden, dass sie alle, bis auf Enkel und Ur-Enkel, umsich haben konnte.

Juni
Mir ist ein Strawberry Cheescake verunglückt, aber sowas von! Reiner Matsch war’s, hat aber trotzdem geschmeckt. Mit der Hilfe von Gelatine, die im ursprünglichen Rezept nicht vorgesehen ist, hab ich dann doch einen schönen, also optisch schönen, Kuchen hinbekommen. Geschmeckt hat er natürlich auch gut.

Der Juni stand im Zeichen von 2 tollen Veranstaltungen: Eine öffentliche Veranstaltung war das Sommerfest am Hafen der Ballettschule Tanzbasis, eine Leistungsshow der diversen Ballettgruppen. Ich war ziemlich beeindruckt, welch gute Ausbildung in der kleinen Stadt an der Elbe geboten wird.
Das zweite Fest war eine „geschlossene Veranstaltung“, die Silberhochzeit unserer Freunde Heike und Norbert, ein tolles Fest, auf dem wir mal wieder richtig abgezappelt haben.

Juli
Das wohl schönste Ereignis in diesem Monat war das 4-Generationentreffen. Besonders für die Ur-Oma ist es schön, wenn sie mit dem Enkel und den Enkelkindern zusammensein kann. Gerade kürzlich erwähnte meine Mutter noch, dass es schade ist, dass man sich nicht so oft sehen kann. Aber man muss ja heute auch sehen, wo man einen Job findet, in dem man möglichst auch noch zufrieden ist. Und den hat Oliver nun mal nicht in Norddeutschland gefunden.

Sommerzeit = Festzeit: Die NDR-Sommertour war in Geesthacht zu Gast und wir hatten einen vergnüglichen Abend mit all unseren Freunden.

Reich sind wir davon nicht geworden, aber es reichte für ein neues Esszimmer: Ich habe einige glänzende Erbstücke und mein Zahngold versilbert. Sehr schade, dass nicht mehr davon da ist. Allein das ganze drum und dran des Verkaufs und das alte Ladengeschäft der Firma Schiefer & Co. war ein Erlebnis.

Was macht man eigentlich mit alten Kameras? Also alt im eigentlich Sinn sind sich nicht, nur eben nicht mehr auf dem neuesten Stand bzw. nicht mehr hundertprozentig ok. Ich musste mir eine neue Hosentaschenkamera zulegen weil die alte Altersflecken bekommen hatte. Die Flecken hab ich auch, ich hoffe, mein Mann legt sich nicht auch ein neues Modell zu.

August
Der August stand im Zeichen unserer 4. Kreuzfahrt. Nur ganz nebenbei möchte ich bemerken, dass mein Mann am Tag unserer Abfahrt von Hamburg seinen 50. Geburstag feierte. Der Geburstag war eigentlich der Hauptgrund, dass wir diese Reise gebucht hatten. Ein Hinweis in eigener Sache: Der vorherige Link führt zum 1. Teil des Reiseberichtes, weiterführende Links sind jeweils unter den Reiseberichten zu finden.

Übrigens: In 8 Monaten geht es wieder auf Große Fahrt. Wir brauchen dieses Mal noch Pässe.

< Teil 1 Teil 3>

Persönlicher Jahresrückblick 2016 – Teil 1

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, ein Jahr mit viel Aufregung. Das muss wohl manchmal so sein und ist der Lauf der Zeit. Von den politischen Dingen soll in meinem Jahresrückblick nicht die Rede sein, nur von den persönlichen – und das reicht auch schon. Ein durchgehendes Thema war meine Mutter. Das hat viele Nerven gekostet, also nicht meine Mutter selbst, aber alles das, was mit ihr passierte. Zum Glück hat sich alles zum Guten gewendet.

Januar
Ich habe ein neues Wort gelernt: defäkieren. Ich sollte das öfter mal benutzen, also das Wort. Aber da geht es ja um Dinge, über die man eher nicht spricht.

Am 21. Januar habe ich behauptet, dass es das jetzt war mit dem Winter. Und damit hatte ich recht.

Am 27. Januar gab es einen Krankenhaustag: Bernd kam ins Krankenhaus mit einer Gallenkolik, meine Mutter wurde stationär in der Hautklinik der Uniklinik Lübeck aufgenommen.

Bernd wurden am 30. Januar „schwarze Oliven“ entfernt.

Dieses Blog feierte am 31. Januar den 14. Geburstag!

Februar
Am 1. Tag des Monats konnte ich Bernd aus dem Krankenhaus abholen.

Der Valentinstag wird, wie in jedem Jahr, von uns ignoriert.

Mutter ist in einer Reha-Maßnahme und es ist abzusehen, dass sie einen Platz im Seniorenheim benötigt. Mit unserer Freundin Karin schau ich mir ein paar Heime an und wir bekommen auch von einem Heim die Zusage für einen Platz in der Kurzzeitpflege.

Mein Butdruck ist aufgrund der Aufregungen der letzten Wochen in die Höhe geschossen, ich greife wieder zu blutdrucksenkenden Mitteln.

Der Antrag auf eine Pflegestufe für meine Mutter wurde abgelehnt. Dabei ist die Frau so schwach, dass sie gar nichts alleine kann. Wir sind fassungslos. Bei einem Besuch in der Rehaklinik habe ich den Eindruck, dass sie sich langsam selbst aufgibt – zum Glück ein Trugschluss wie sich im Lauf des Jahres herausstellen sollte.

März
Am 2. März wird ein Eilantrag auf eine Pflegestufe gestellt, der dann am Tag darauf abgelehnt wurde.

Ich bin total durch den Wind und mach Dinge, die ich noch nie gemacht habe.

Am 12. März zieht meine Mutter nach wochenlangen Klinikaufenthalten in ein Seniorenheim. Am 30. März feiern wir dort meinen Geburtstag.

April
Am 1. April, und das ist kein Aprilscherz, begann die langwierige Erneuerung meines Esszimmers. Eine Woche später hatte ich dann einen weiteren Termin, der doch sehr unangenehm war.

Meine Mutter wurde im Pflegeheim im Hinblick auf eine Pflegestufe „begutachtet“. Ende April hatten wir Gewissheit: Meine Mutter hat Pflegestufe 1 bekommen. Ein großer, ein sehr großer, Stein ist uns allen vom Herzen gefallen.

> Teil 2