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Vorfreudetag

31. Juli 2017 – ein Tag mit einer doppelten Bedeutung für uns:
Heute in 3 Wochen beginnt die nächste Reise mit TUICruises, nämlich mit Mein Schiff 6 nach New York
und
heute in einem Jahr beginnt die 6. Reise mit TUICruises, mit Mein Schiff 5 entlang der Norwegischen Küste.

Vorfreude pur!

Die Vorfreude steigt


Wenn die Reiseunterlagen eintreffen steigert sich die Vorfreude nochmal um ein Vielfaches! Noch 26 Tage und 3 Stunden bis zur Abfahrt!

Dieses Mal wird es spannend wegen der Einreise in die USA. 2.500 Passagiere müssen von den Behörden kontrolliert werden. In den Informationen steht, dass das einige Stunden dauern kann. Für ausreichend Sitzplätze im Terminal sei gesorgt. Einfach mal abwarten. Wir sehen das locker.

Die Diashow


Wer erinnert sich noch an die Zeiten, als im Wohnzimmer die Leinwand und der Diaprojektor aufgebaut wurde, mit einem Stapel dicker Bücher darunter, das Licht wurde gelöscht und dann musste man sich, ob man wollte oder nicht, die langweiligen Urlaubsfotos ansehen: Und das ist Mama vor dem Wasserall XY. Und das ist Mamma im Tal AB, usw usw. Maximal wurden die Urlaubsfotos 2 Mal „an die Wand geworfen“ und danach fristeten sie ihr Dasein in dunklen Kästen. Bei meinen Eltern war das nicht anders.

Als Mutter im März vorigen Jahres in das Seniorenheim zog und im Sommer ihre Wohnung aufgelöst wurde, hatten wir das Glück, ein Mansardenzimmer in ihrem Elternhaus behalten zu können, in welchem ein paar – oder ein paar mehr – Dinge aufbewahrt werden, u.a. auch etliche Diakästen. Kürzlich erwähnte ich ja, dass Mutter sich die Kästen nach und nach ins Heim bringen lässt. Mittels eines Diabetrachters sortiert sie nun die Aufnahmen. Alles, wovon sie meint, dass es mich nicht interessieren würde, entsorgt sie in eine Papiertasche. Dazu gehören die oben erwähnten Urlaubsfotos aus den Bergen, von denen sie selbst nicht mehr weiß, wo das gewesen ist. Dias, von denen sie meint, sie würden mich interessieren, steckt sie in ein Magazin und wenn ich sie besuche, bekomme ich immer einen Kasten mit. Leider ist ein großer Teil der Rähmchen nicht mit Jahreszahlen versehen.

Einen Diabetrachter habe ich nicht. Also bliebe mir nichts anderes übrig, als meinen Diaprojektor aufzustellen, der in irgendeinem Karton im Keller steht – oder Dias einzuscannen. Das Gerät, welches ich mir zu dem Zweck von Thomas ausgeliehen hatte, gefiel mir nicht so gut, ich brauchte was anderes. Wenn ich die Bilder digitalisieren will, sollen sie auch von relativ guter Qualität sein.

Nachdem ich mit einem Canon-Scanner nicht zufrieden war, bestellte ich den EPSON V550 Photo – und ich bin begeistert. Das Ding scannt 4 Dias am Stück, die Qualität entspricht den Originalen, wobei die nicht immer perfekt sind. Was besseres als das Original kann also nicht herauskommen. Notfalls kann man die Aufnahmen mit Photoshop ein wenig auffrischen.

Inzwischen habe ich ca. 150 Dias damit gescannt. Und ich sage euch, da sind wirklich ein paar Schätze dabei. Die meisten Menschen sind inzwischen verstorben, wie z.B. meine Großeltern, Onkel und Tanten, Freunde meiner Eltern. Mutter hat sie alle überlebt. Einzig meine Basen und Vettern wandeln noch auf Erden, wenn auch inzwischen, wie ich selbst, mit anderen Partnern. Muss wohl in der Familie liegen.

Ich habe mir vorgenommen, einen Teil der Dias zu einer digitalisierten Diashow zu verarbeiten und im Winter ein Cousins-/Cousinentreffen zu veranstalten. Wir müssen ja nicht mit 8 Personen vor dem Fernseher sitzen und gucken. Die Show wird in einer Endlosschleife laufen während wir zusammen essen und uns nett unterhalten. Das wird eine ziemlich lustige Angelegenheit, das ist sicher.

Das bin ja ich!


Zum Abschluss eines Projektes der Kita und der Betreuten Grundschule Lauerholz in Lübeck-Israelsdorf besuchten 13 Kinder das DRK Senioren- und Pflegezentrumin dem auch meine Mutter seit nunmer fast 1-1/2 Jahren wohnt. Es ging um das Thema Glück zu dem einige der alten Leute interviewt wurden. Meine Mutter gehört zu den glücklichen Menschen, die noch in der Lage sind, zu kommunizieren und am Leben teilzunehmen. Sie hat z.B. immer noch die regionale Tageszeitung „Lübecker Nachrichten“ aboniert. Deshalb gehörte sie zu den Auserwählten, die von den Kindern befragt wurden.

Am Samstagmorgen der letzten Woche blätterte Mutter langsam durch die Seiten der LN und gelangte dann zum Regionalteil auf Seite 14, auf dem ein buntes Bild zu sehen ist. Ihr erster Gedanke als sie das Foto sah: Das ist ja mein Pullover! Sekunden später wurde sie gewahr, dass das wirklich IHR Pullover ist in welchem sie auch noch selbst steckt.

Mutter war natürlich total aus dem Häuschen, d.h. sie ist es immer noch, dass sie in ihrem hohen Alter nochmal in der Lübecker Tageszeitung zu sehen ist, und dass auch noch mit ihrem vollen Namen. Sie behauptet zwar, dass sie gar nicht wusste, dass die Presse da vertreten war. Aber ganz sicher wird man das den Bewohnern, die an der Aktion teilgenommen haben, erklärt haben. Mutter ist zwar noch fit im Kopf, aber ihr Gehör lässt sehr zu wünschen übrig.

Und nun ist Mutter in ihrem hohen Alter auch noch im Internet gelandet.

Vor vielen Jahren


Meine Mutter sortiert Dias, sie hat sich ins Heim die alten Diakästen bringen lassen. Mit einem Diabetrachter schaut sie alle an und sortiert die aus, von denen sie meint, dass das eh keinen interessiert. Reisen mit meinem Vater z.B. in der Berge, von denen sie selbst nicht mal mehr weiß, wo die Fotos aufgenommen worden sind, mit Leuten drauf, die wir eh alle nicht kennen. Sie bewahrt jene Fotos auf, auf denen Familienmitglieder zu sehen sind, Fotos von Familienfeiern und von den Sommern in Travemünde. Leider kann ich nun raten, wann die Aufnahmen in etwa entstanden sind. Auf Dias mit Papprahmen hat Vater Stichworte notiert, auch mit Jahresangaben. Auf den Kunststoffrahmen sind keine Angaben zu finden.

Unser Freund Thomas hat einen Scanner für Dias und Fotonegative. Den habe ich mir ausgeliehen. Das erste Dia, welches ich damit digitalisierte, ist jenes oben. Darauf sind mein Sohn Oliver und ich auf der Yacht meiner Eltern zu sehen, im Passathafen von Travemünde. Oliver wurder im Dezember 1980 geboren. Ich vermute, die Aufnahme ist im Sommer 1984 entstanden, dann wäre Oliver da 4 Jahre alt. Das könnte passen. Oder war es doch 1983? Schade, dass ich das nicht herausfinden kann.

Das Scannen ist ein wenig kompliziert, aber das macht nichts. Auf diese Art kann ich die Aufnahmen erhalten und gelegentlich mal auf dem Rechner anschauen. Im Keller steht zwar noch ein Diaprojektor und hunderte Dias aus meinem früheren Leben. Aber wer macht heute noch eine Diashow mit Leinwand?

Stagnation

Es geht nicht so recht weiter, also eher geht es nicht so recht rückwärts – mein Gewicht. Ich hoffe ja, dass ich in dieser Woche noch die 3 kg schaffe, zu sehen sind sie ja. Diverse Feiertage, Einladungen und Versuchungen waren der Grund, dass es noch nicht mehr geworden ist nach meinem Schwimmstart im Mai. Ich muss zugeben, dass ich mir mehr erhofft habe.

Anderseits will ich mich nicht zum Sklaven meines Körpers machen und auf Genuss verzichten. Ein Freund hat im vorigen Jahr Vater und Mutter verloren, beide waren an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Sie haben immer darauf geachtet, gesund zu essen. Sie waren mit den Fahrrädern unterwegs. Und was hat es genützt? Nichts!

Natürlich soll man maßhalten bei gewissen Dingen. Ich sage aber immer: Man soll essen was einem schmeckt und worauf man Appetit hat. Sport, wie bei mir das Schwimmen, mag ein gesundes Leben unterstützen und für ein gewisses Gleichgewicht sorgen. Bewegung ist nie verkehrt. Man soll aber nie den Genuss vergessen und sich geißeln.

Ich hoffe ja, dass bis zum Beginn unseres Urlaubs in der 2. Augusthälfte noch das eine oder andere Kilo purzelt. Aber drei Einladungen haben wir bis dahin schon angenommen und dreimal werden wir essengehen. Wenn das Wetter mitspielt, werden wir sicher auch noch wieder grillen. Das Schwimmen wird also vermutlich nur den Level halten. Egal, die Hauptsache ist, dass ich mich bewege. Und Schwimmen macht mir Spaß und ist gesund!

Genehmigung erteilt!

Dienstag waren wir im Reisebüro und haben zusammen mit dem Chef, Herrn H. den ESTA-Antrag für die Einreise in die USA ausgefüllt. Herr H. fragte jeweils die geforderten Daten ab und ob wir an diversen Krankheiten leiden würden, z.B. wurde nach der Plage gefragt. Dass Plage unter den Begriff Krankheit fällt, war mir bis dato nicht bekannt. Wenn ich allerdings auf mein langes Arbeitsleben zurückblicke, war das manchmal schon eine Plage. Nur hätte ich dafür wohl nie und nimmer eine Krankschreibung vom Arzt erhalten.

Unsere Anträge für die Einreise in die USA wurden mittlerweile genehmigt, kann man ja alles online nachschauen. Die endgültige Erlaubnis erteilt dann aber der Customs and Border Protection Beamte am Einreiseort. Er wird dann in seinem dicken Buch nachschauen, heute vermutlich im Computer, ob wir irgendwie negativ aufgefallen sind und dann entweder „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ zeigen.

Ich bin 1975 und 1978 mit dem Flugzeug in die USA gereist. Da lag an der Immigration das dicke Buch, in dem der Immigrationofficer nachgesehen hat, ob was gegen mich vorliegt – trotz des erteilten Visums. Von 1978 habe ich noch ein gültiges Visum zur Einreise in die USA. Ob das aber noch anerkannt wird, wo es doch heute das ESTA-Verfahren gibt, weiß ich nicht. Da war es mir sicherer, 14 Dollar für die ESTA-Genehmigung auszugeben.

Juchuuuu!

Am 1. Juli bekomme ich eine „Gehaltserhöhung“ von 1,9 %. Ist nicht so viel, aber auch nicht viel weniger als mein ehemaliger Arbeitgeber gewährt hat, und das dann auch nicht in jedem Jahr. Da kann ich als Rentner dann doch ganz zufrieden sein.

Mutter – die Heimbewohnerin

Seit einem Jahr wohnt meine Mutter jetzt im Seniorenheim. Einmal in der Woche besuche ich sie dort, so wie gestern. Das Heim liegt in einem Wohngebiet, ihr Zimmer liegt zur Straße, ihr Zimmer ist hell, so wie sie es liebt. Fast den ganzen Tag hat sie dort Sonne. Meine Mutter ist eine Tochter der Sonne, so wie ich ein Sohn der Sonne bin.

Wir unterhielten uns gestern darüber, dass sie nun schon 1 Jahr dort wohnt. Sie bestätigte mir erneut, dass sie es dort gut hat und sie sich dort gut aufgehoben fühlt. Wenn ihr was nicht passt, beschwert sich sich dezent, wissend, dass man es nicht übertreiben soll – das Personal würde es sie merken lassen.

Im Gespräch ließ sie verlauten, dass sie sich morgen – also heute – „fein machen“ müsste. Auf meine Frage nach dem Warum erzählte sie, dass ja heute das Frühlingsfest stattfindet. Nun ist es nicht so, dass meine Mutter dort im Schlabberlook und ungepflegt im Rolli sitzt. Immer hat sie gepflegte Garderobe an und dezenten Schmuck. Ich habe noch nie einen Fleck auf Blusen, Pullover oder Hosen gesehen. Sie kleidet sich nicht in Sack und Asche und in grau und beige sondern durchaus auch mal farbenfroh.

Abends trinkt sie gern mal einen Schnaps. Obstler war ihr zu scharf, den Ozuo mag sie nun auch nicht mehr. Ich soll ihr nächste Woche Gin mitbringen. Gin! Vermutlich möchte sie Elizabeth Bowes-Lyon, die Mutter von Themse-Lizzy, nacheifern. Die wurde ja über hundert Jahre alt. Meinetwegen soll sie wenn sie sich nicht quälen muss. Denn gefüttert und gewindelt werden zu müssen ist wohl ziemlich erniedrigend.

Die Auto-Frage

Im November 2015, als die Rechnung der Autoversicherung ins Haus flatterte, stellten wir uns die Frage, ob wir den Wagen abschaffen könnten. Möglich wäre es. Einkäufe könnte ich auch ohne Wagen bewerkstelligen, ich könnte z.B. einen Hackenporsche anschaffen oder 3 x in der Woche 2 Liter Milch kaufen und 2 Flaschen Wasser. Man könnte sich das auch kistenweise ins Haus liefern lassen. Für individuelle Fahrten könnte man sich auch mal einen Wagen leihen.

Im Nachhinein war es gut, dass wir den Wagen behalten haben. Ein paar Wochen nachdem wir die Rechnungen erhalten haben, begannen die ständigen Klinikaufenthalte meiner Mutter während der ich 3 x in der Woche nach Lübeck gefahren bin um sie zu besuchen. Jetzt, wo sie im Seniorenheim wohnt, besuche ich sie einmal wöchentlich. Es wäre wohl teurer, dafür immer einen Leihwagen zu nehmen.

Wir stehen jetzt vor der Entscheidung, uns ein neues Auto anzuschaffen. Fest steht, dass es nicht wieder ein Cabrio sei wird. Für eine Fahrt von 3 Minuten zum Supermarkt ist das ja wohl lächerlich. Einzig bei den Fahrten nach Lübeck im Sommer bei schönem Wetter wäre es nett mit dem Cabrio. Aber das bringt es dann auch nicht, dafür viel Geld auszugeben.

Unser jetziger Wagen, ein Peugeot 308CC, war eine Tageszulassung und stand beim Händler mehrere Monate in der Ausstellungshalle und musste weg und war dementsprechend preiswert. Der Wagen hat eine tolle Ausstattung mit vielen kleinen Extras, an die wir uns gewöhnt haben – nice to have. Aber in der uns vorschwebenden Preisklasse gibt es z.B. nicht die Möglichkeit, den Beifahrersitz elektrisch zu verstellen – erstehe das wer will. Es ist aber einfach toll, das so machen zu können, und bei unserem 2-Türer eben praktisch wenn die Schwiegermutter mal mitfährt und einer von uns sich hinten reinquetschen muss.

Dann stellten wir uns die Frage, ob wir uns ein E-Auto anschaffen. Die Reichweite in unserer Preisklasse würde ausreichen, um die Strecke Geesthacht-Lübeck-Geesthacht bewältigen zu können. Auch eine Fahrt nach Hamburg ins Theater und wieder zurück an die heimatliche Steckdose wäre kein Problem.
Die Ladestation im Carport wäre eine zusätzliche Investition. Ein Kabel müsste verlegt werden, aufgrund der baulichen Situation in der Erde. Die Kellerwand müsste für einen Kabeldurchlass aufgebohrt werden. Ich schätze, dass die Installation mit allem Drum und Dran ca. 2.000 Euro kosten würde. Da das eine bauliche Veränderung ist, müssten wir die Genehmigung der Mehrheit der Wohnungseigentümer einholen und wir wären für eventuelle Durchfeuchtungen des Mauerwerks veranwortlich.

Längere Fahrten, z.B. nach Mönchengladbach zu unserer kleinen Familie, sind ohne eine ca. 4-stündige Ladeunterbrechung nicht möglich, vorausgesetzt, es ist eine Ladestation an der Raststätte frei. Und dann ist da noch das Gefühl, nicht spontan den Wagen nehmen zu können um mal schnell irgendwohin zu fahren …, jede Fahrt muss quasi geplant werden. Und das kenn ich zur Genüge aus meinem Job: Das Schiff X muss von A nach B fahren, hat es genügend Treibstoff an Bord? Vieviel Tonnen muss ich wo bestellen damit das Schiff die Reise ausführen kann? Wo bekomme ich Treibstoff?

Natürlich gibt es E-Autos, die eine große Reichweite haben, aber da kommen wir in eine Preisklasse, für die ein Banküberfall notwendig wäre.

Wir uns auf 2 Autos mit Verbrennungsmotor konzentriert. Uns ist aber klar, dass wir bei der Rubrik „nice to have“ ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Alles reine Gewohnheitssache!