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Bordgemachte Pasta

Auf unseren Kreuzfahrten mit Mein Schiff 1 hatten wir ja auch die köstliche Italienische Küche des Restaurants La Vela kennengelernt, hauchdünne Pizza oder leckere Pasta. Und wir hatten uns gefragt, ob die Nudeln denn täglich frisch an Bord hergestell werden. Wir waren davon ausgegangen, dass das der Fall ist, fragen hätten wir natürlich auch können.

Unsere Vermutung hat sich bestätigt, Pasta werden täglich an Bord frisch hergestellt, wie im Video vom Mein Schiff Blog vorgeführt wird.

Das war nun nicht so überraschend für uns. Überraschend war eher die Tatsache, dass die bordeigene Nudelmaschine genauso funktioniert wie unser Pastamaker, nur dass der an Bord eine Nummer, na gut – eineinhalb Nummern -, größer ist als unser Küchengerät für den Hausgebrauch. Und das Ding an Bord ist natürlich aus Edelstahl, was ja auch viel haltbarer und leichter zu reinigen ist. Aber das System ist exakt das gleiche wie bei uns.

Interessant ist, dass die Bordpasta auch aus Hartweizengries hergestellt werden, wie wir es auch machen. Den Trick, das Wasser mit Safran zu färben, werde ich demnächst mal ausprobieren, dann sind die Nudeln nicht so blass.

Unser Pastamaker ist fast an jedem Wochenende im Einsatz. Selbst die Pasta für den Nudelauflauf machen wir nun selbst. An diesem Wochenende hat er mal Pause. Heute gibt es Griechisch beim Griechen und Sonntag gibt es Pizza statt Pasta.

Kartoffeln essen wir fast gar nicht, höchstens mal als Grateng. Ich kann mich wirklicht nicht erinnern, wann ich denn mal gekochte Kartoffeln als Beilage auf den Tisch gebracht habe. Wenn es keine Pasta gibt, dann gibt es Reis – basta!

Rotwein oder Essig?

Es gibt einen Wein, den ich immer aus dem Regal der Weinabteilung im Supermarkt nehme, Imiklikos lieblich, der Lieblingswein meines Mannes. Und da wir am Samstagabend Gyrospfanne essen wollten, landeten 2 Flaschen im Einkaufswagen, eine für Samstag und eine als Minivorrat.

Mein Mann kam von der Arbeit nach Hause und duschte während in der Pfanne das Gyros bruzelte und im Topf der Reis köchelte. Der Tisch war gedeckt, die Kerzen im Leuchter entzündet, ich stellte die Servierpfanne mit dem Gyros und eine Schüssel mit dem Reis auf den Tisch, dazu eine Flasche vom besagtem Wein. Tzaziki durfte natürlich auch nicht fehlen.

Hungrig setzten wir uns an den Tisch, füllten Reis und Gyros auf die Teller und schenkten Wein in die Gläser sein. Vor dem ersten Bissen stoßen wir immer erstmal mit dem Wein an, egal was wir essen und welchen Wein wir trinken – Kultur muss sein.

Wir nahmen beide einen Schluck, stutzten und schauten uns an. Kommentar von meinem Mann: Da stimmt was nicht! Nee, dieser Wein, den wir ab und zu mal trinken und dessen Geschmack uns bekannt ist, war nicht ok, irgendwie säuerlich. Sollte nicht, kann aber mal passieren. Ich hatte ja noch eine zweite Flasche im Regal. Flugs den Korken gezogen und einen Schluck in ein Probierglas gegossen – das gleiche Dilemma. Und das ist äußerst ungewöhnlich, dass gleich 2 Flaschen nicht in Ordnung sind. Ich entschied, dass ich beide Flaschen am Montag zum Supermarkt zurückbringen werde. Die kosten zwar kein Vermögen, aber 2 Flaschen – nö, das muss ich klären.

Zum Glück liegt das Regal voll mit diversen Rotweinflaschen von denen ich eine aussuchte und öffnete. Deren Inhalt war dann in Ordnung und einem entspanntem Abendessen bei Kerzenschein und mit Rotwein stand nichts mehr im Wege, auch wenn das nun ein Italiener war. Aber Griechenland (Gyros) und Italien (Wein) sind ja beides Mittelmeeranrainerstaaten, passt also.

Heute Morgen verstaute ich die beiden Flaschen kippsicher im Wagen und brachte sie zurück. Ich erklärte der Dame an der Information den Sachverhalt. Sie schaute zwar etwas skeptisch und stellte noch die eine oder andere Frage, aber es war ok, dass die Flaschen zurückgenommen werden würden. Ich wurde dann noch gefragt, ob ich neue Flaschen von der Sorte haben wollte. Das lehnte ich aber dankend ab. Wer weiß denn, ob nicht die ganze Charge dieser Abfüllung ungenießbar ist. Ich ließ mir dann das Geld auszahlen, ist wohl sicherer.

Es gibt noch eine andere Sorte Imiklikos lieblich, die werde ich dann nächstes Mal nehmen.

Die Reste vom Fondue

Man kennt das: Man will ja nicht zu wenig haben. Und man kennt seine Gäste – denkt man: Ach, A., sie isst eh immer wie ein Spatz. Wogegen mein Mann und ich reichlich zuschlagen. M., den Mann von A., konnte ich nicht so recht einschätzen, wie es sich beim ihm mit dem Essen verhält.

An der hervorragenden Fleischtheke im Supermarkt meines Vertrauens kann man Fonduefleisch vorbestellen, die kalkulieren 300 g pro Person, nur mal so als Anhaltspunkt. Ich hatte 3 Sorten Fleisch: Finderfilet, Schweinefilet und Pudel-, äh, Putenbrustfilet. 4 Personen á 300 g = 1.200 g – 1.200 g Fleisch geteilt durch 3 Fleischsorten = 400 g pro Sorte plus noch ein wenig obendrauf, man weiß ja nie.

Es hat gereicht obwohl A. doch mehr gegessen hat als erwartet. Sie aß immer noch als M. seine Fonduegabel schon beiseite gelegt hatte. Am Ende war dann doch ein Schüsselchen mit Fleisch übrig geblieben, gutes Fleisch. Für uns als Mahlzeit würde es nicht reichen.

Im Gefrierschrank lagen noch 2 Hähnchenbrustfilet, die ich dann aufgetaut in mundgerechte Stücke geschnitten haben. Im Vorratsschrank lag noch ein Päckchen Geflügelbratensauce, im Kühlschrank stand noch ein angebrochenes Glas Mangochutney, und Reis haben wir eh immer im Haus.

Das Fleisch habe ich angebraten, die Geflügelsauce zubereitet und in die Pfanne über das Fleisch geschüttet, das Mangochutney eingerührt, noch etwas Salz darübergemühlt und das ganze dann mit ein paar Ringen selbstgeernteter Chilischoten aufgepeppt. Zusammen mit dem Reis war das eine sättigende Mahlzeit. Wir wissen jetzt schon, was wir am 2. Weihnachtstag essen werden. Ich muss nur noch Hähnchenbrustfilet und Mangochutney besorgen.

Manchmal kreiert man rein zufällig ein völlig neues Gericht, welches in das Standardrepertoire aufgenommen wird. Es muss ja nicht immer Rinder- und Schweinefilet sein. Hähnchen- und/oder Pudel-, äh Putenbrustfilet reicht auch. Vielleicht staube ich nächstes Mal noch etwas Curry darüber, von dem guten Hotcurry aus Indien.

Italy meets Thailand


Unser Pastamaker ist echt der Hammer. Letzens hatten wir damit Penne für unseren Nudelauflauf gemacht, funktioniert einwandfrei. Und gestern gab es hausgemachte Ravioli.

Gut, Ravioli zu machen, ist etwas aufwändiger. Aber man weiß, was in den Teigtaschen verpackt ist, schließlich wurde die Füllung selbst zubereitet. Unsere Ravioli waren nach einem Rezept von Stefan, ein Foodblogger aus Holland. Aber wie das so ist, ich bekam keine rohen Shrimps mit Kopf und Schale, weder frisch noch gefroren. Also mussten rohe eingefrorene Shrimps ohne Kopf und Schale herhalten. Die Herstellung der Füllmasse dauert nur ein paar Minuten. Da Bernd mir bei der Fabrikation der Ravioli geholfen hat, war das dann auch ganz ok. Aber auch allein würde es kein Problem sein, es dauert dann eben nur etwas länger.

Geschmeckt hat es uns, gar keine Frage. Nur die Sauce dominierte den Geschmack der Krabbenfüllung etwas zu stark. Daran muss ich noch ein wenig arbeiten. Aber diese Sauce passt auch zu einfachen Pasta ganz gut. Mal was anderes als Tomatenpampe oder was sonst überlicherweise zu Pasta kredenzt wird.

Ich bin ja nun mal kein Foodblogger, also habe ich keine Fotos vom gesamten Herstellungsprozess, war wohl auch ein wenig aufgeregt, ob das auch alles klappt und habe an Fotos gar nicht gedacht. Und ausserdem waren wir hungrig!

Hausgemachte Pasta


Damals, noch in Hamburg, hatten wir uns eine Nudelmaschine für Handbetrieb zugelegt. Die Herstellung war mühsam da die Teigplatten mehrmals durch die Maschine gewalzt werden mussten um die richtige Dicke zu haben bevor daraus Nudeln gemacht werden konnten. Das Ergebnis war genial, die Pasta schmeckten uns vorzüglich. Zum Trocknen hatten wir die Lehnen unserer Stühle und die Verstrebungen zwischen den Stuhlbeinen benutzt. Überall hingen Nudeln um zu trocknen. Es sah so ähnlich aus wie auf dem einen Foto hier bei One Man’s Meat, ein Foodblogger, der mit viel Knoblauch kocht, sehr sympathisch.

Die Küche im Elbe-Penthouse hat leider keine Möglichkeit, die Nudelmaschine anzuschrauben. Wir fanden das schon immer sehr bedauerlich. Jetzt hat mein Mann uns zum Hochzeitstag einen Pastamaker geschenkt. Er hat extra betont, dass er das Ding uns gekauft hat und nicht ein Geschenk für mich ist.

Heute war nun Premiere und ich habe das erste Mal damit Pasta hergestellt, Fettuccine, schmale Bandnudeln. Hach, das geht ja so einfach: Zutaten einfüllen, in diesem Fall halb und halb Hartweizengries und übliches Haushaltsmehl – anstellen und die erforderliche Menge Wasser zugeben, welche von der Maschine automatisch errechnet wird, und dann knetet das Ding ca. 3 Minuten lang vor sich hin bevor vorn die Nudeln herausgepresst werden. Mit einem Spatel kann man die Dinger auf die gewünschte Länge bringen.

Vorsichtshalber habe ich die Pasta schon heute Mittag hergestellt damit ich notfalls noch welche kaufen kann für heute Abend, aber das ist nicht notwendig. Jetzt hängen sie zum trocknen auf dem Nudeltrockner um heute Abend verspeist zu werden. Frische Pasta können auch gleich in heißes Wassser gegeben werden. Aber aus Gründen der Sicherheit, um zu sehen, ob die Maschine auch gut funktioniert, habe ich schon mal vorgearbeitet.

Die Maschine stellt mit den entsprechenden Einsätzen auch Penne, Spaghetti und Platten für die Zubereitung von Lasagne und Ravioli her. Die nächste Produktion werden Penne.

Strawberrycheesecake 2.0


So muss das – und nicht so.
Ich habe dieses Mal 2 Packungen Gelatine fix eingerührt. Dieses Produkt benutze ich sehr gern, da muss nichts aufgelöst werden. Jede Packung enthält 2 Tütchen für je 250 ml Flüssigkeit. Da die Gesamtmenge an Zutaten ca. 1 Liter entspricht, habe ich also 4 Tütchen hineingerührt. Die Creme ist nicht zu fest, sie ist einfach perfetto!

Die Kekse für den Boden habe ich im Standmixer zerkleinert. Die Sache mit dem Nudelholz und dem Gefrierbeutel war mir zu mühsam. Wozu hat man denn den ganzen Gerätepark rumstehen wenn man den kaum benutzt?!

Mein-Schiff-Bordeis


TuiCruises bietet auf der „Mein-Schiff-Flotte“ Eis an. Zum Dessert sowieso, aber auch auf dem Pooldeck. Das gehört zum „all inclusive“ und kostet nichts. 10 verschiedene Sorten sind es ganz bestimmt, vielleicht auch 12. Das ist eh egal, man weiß nicht, was man nehmen soll. Am liebsten würde ich sagen: Einmal von alles! Na ja, Eis mit Mandeln oder Nüssen mal ausgenommen.

Man sitzt da, gemütlich, vielleicht liest man oder guckt einfach nur, wie die anderen gucken, es ist ja alles so entspannt und entspannend an Bord. Da drüben, schräg gegenüber, steht die Eisbar, „lechz“. „Soll ich uns mal ein Eis holen?“ – „Eigentlich lieber nicht. Aber …“ Und schon steht einer von uns auf, schlendert über das Pooldeck zur Eisbar. Mal schauen, was im Angebot ist. 2 Kugeln im Becher, vielleicht auch 3. Die Waffel würde ja zusätzliches Hüftgold verursachen, auch wenn es erotischer ist, an einer Eistüte zu lecken als ganz unerotisch das Eis mit einem kleinen Plastiklöffelchen in die Figur zu schaufeln.

Durch einen Zufall entdeckte ich jetzt, wer für die sündhaften Eiskreationen verantwortlich ist: Bruno Gelato. Anlässlich der bevorstehenden Schiffstaufe des neusten Flottenzugangs, „Mein Schiff 5“, hat TuiCruises mit Bruno Gelato ein „TuiCruises-Eis“ kreiert. Ich befürchte zwar, dass ich davon abstand nehmen werde, ich bin ja nicht so der Nussfan. Grundsätzlich finde ich die Idee aber gut.

Das Bordeis von Bruno Gelato wird auch in der Eistruhe im Supermarkt angeboten. Leider ist die Vielfalt nicht so groß wie an Bord. So ein Schiff ist ja auch viel größer als ein Supermarkt. Ich suchte also 2 Sorten nach unserem Geschmack aus. Aber wie das immer so ist mit kulinarischen Genüssen, die man im Urlaub verzehrt: Zu Hause schmeckt das nicht so gut.

Das Eis mag ja das selbe sein wie jenes, dass an Bord angeboten wird. Aber an Bord ist es geschmeidiger, weicher. Wenn wir dieses Eis zu Hause essen wollen, müssen wir es mindestens 10 Minuten vor dem Verzehr aus dem Gefierschrank holen damit es möglich ist, es zu portionieren. Andernfalls würde entweder der Löffel abrechen oder die Finger. Und selbst nach 10 Minuten Antauzeit hat es nicht die Konsistenz wie an Bord. Und da das Eis dann zu Hause auch kälter ist, schmeckt es nicht so ausgeprägt aromatisch.

OK, ich könnte das Eis ja auch 20 Minuten antauen lassen, aber dann wäre es schon ziemlich weich. Und es dann wieder einfrieren? Ich glaube nicht, dass das so gut ist. Ergo: Wir werden dieses Eis zukünftig in der Gefriertruhe des Supermarktes lassen und uns lieber auf die nächste Kreuzfahrt und das Bordeis freuen.

Die Jungs

Ich fühle mich immer ziemlich geschmeichelt, wenn Astrid von Bernd und mir als „die Jungs“ redet. Immerhin bin ich schon Rentner – auch wenn ich mich nicht so fühle und nicht im typischen Renterbeige und Sandalen umherlaufe.

Kürzlich habe ich Jungs entdeckt, die man gut und gern noch so bezeichnen kann. Diese Jungs, Torsten und Sascha, kochen und backen. Deshalb heisst ihr Foodblog auch so, nämlich „Die Jungs kochen und backen“. Und was die alles kochen und backen – da kann man echt neidisch werden. Besonders wenn man sich anschaut, mit wieviel Liebe die Backwaren und Gerichte angerichtet und dekoriert und auch noch in Szene gesetzt werden.

OK, ich bemühe mich ja auch, mein Zeugs einigermaßen nett aussehen zu lassen. Doch, auch wenn ich mit Bernd allein bin und zu Tisch sitze wird nett gedeckt, Kerzen kommen auf den Tisch, die guten Gläser von Holmegaard werden hingestellt und nicht das Senfkristall aus dem Küchenschrank. Und wenn wir Gäste bewirten, werden die langstieligen Gläser genommen. Doch ja, ich gebe mir Mühe. Aber den letzten Schliff, den habe ich nicht drauf.

Die Jungs können das, die waren sogar schon im Fernsehen! Die probieren auch selbst was neues aus während ich immer nur nach Rezepten arbeite. Gut, die werden schon mal abgewandelt oder ergänzt. Aber das ist nicht zu vergleichen mit dem, was Torsten und Sascha auf die Beine stellen. Aber macht euch selbst ein Bild. Ab sofort sind sie mit ihrem Foodblog bei mir in der Rubrik „Foodblog“ zu finden. Viel Spaß beim Stöbern!

Schneegestöber

Der Winter hat uns in diesem Jahr wieder mal schmälich im Stich gelassen, bisher jedenfalls. Ich bin nicht traurig deswegen. Laut Wettervorhersage für die nächsten 2 Wochen ist auch weiterhin nicht mit einem Wintereinbruch zu rechnen. Trotzdem, die Schneegefahr ist noch nicht vorrüber. Von extremer Kälte werden wir aber bis zum meteorologischem Frühlingsanfang am 1. März verschont bleiben.

Wer aber gern mal ein Schneegestöber hätte, kann sich jenes leicht und schnell selbstmachen, und ausgesprochen lecker ist es noch dazu. Weiterlesen