Archiv der Kategorie: Küche

Traditionen bewahren


Traditionell isst man Karfreitag Fisch, das muss so, das gehört so! Da mein Mann auf Fisch aber lieber verzichtet – es könnte ja sein, dass sich im Filet noch eine Gräte versteckt hat – kommt bei uns Fisch in Klotzform auf den Tisch, Klotzfisch eben. Und da ich keine Lust habe, Kartoffeln zu kochen und zu schälen, oder umgekehrt, und dann mit Muskelkraft zu Pürree zu verarbeiten, gibt es zum Klotzfisch eben Pü aus der Packung, was übrigens sehr schmackhaft ist und auch optisch was hermacht.

So sind wir eben: Pü aus der Packung, dafür machen wir unsere Pasta selbst.

Nachgebacken


Ich habe lange nicht mehr gebacken, selbst zu Weihnachten blieb das Backrohr wieder kalt. Ab und zu denke ich, ich könnte ja mal wieder, aber dann verlässt mich die Lust – am Backen. Aber nun sollte es sein. Bei Robby(licious) fand ich ein Rezept, welches mich ansprach. Und da ich noch tiefgekühlte Himbeeren hatte, bot es sich an, den Himbeer-Joghurt-Kuchen zu backen.

Heute Vormittag machte ich mich also ans Werk und rührte und siebte, so wie Robby es aufgeschrieben hat. Dann rein in die Form und in den Ofen – alles genau nach Vorschrift.

Ich bin ja immer sehr vorsichtig mit den Backzeiten, jeder Herd bzw. Ofen ist da ja anders. Die erste Stäbchenprobe machte ich bereits nach 40 Minuten. Nö, muss noch ’n Moment, kommt wohl an die 50 Minuten ran. Also noch 10 Minuten weiterbacken. Stäbchenprobe, da wo der Kuchen am dicksten ist. Super alles ok, raus damit, ein Foto machen (sieht doch super aus) und abkühlen lassen.

Wir hatten noch einen Teller von den Nachbarn, auf dem sie uns vor ein paar Tagen ihr wohlgelungenes Backwerk zum Probieren kredenzten. Die Gelegenheit war also günstig, den Teller mit meinem Backwerk wieder zurückzubringen. Leider ist der Kuchen innerlich nicht so richtig toll geworden. Man könnte sagen: Außen hui – innen pfui! Nein, so schlimm ist es nicht. Der Kuchen ist in der Mitte zwar gut aber am Rand hapert es, da ist der glitschig. Wobei ich Glitschkuchen eigentlich sehr gern mag.

Früher gab es diesetwegen richtige Dramen in den Haushalten meiner Mutter und Schwiegermutter. Ein Aufschrei hallte beim Anschneiden durch die gute Stube wenn bemerkt wurde, dass der Kuchen stellenweise nicht ganz gar war. Fehlte nur noch, dass die Damen die Hände über dem Kopf zusammenschlugen und dabei die Kuchenzange ins Sonntagsporzellan fiel.

Ich habe es übrigens mal fertiggebracht, einen Sonntagsporzellankuchenteller meiner Schwägerin mit einer Kuchengabel zu halbieren. Der Boden des Sonntagsgebäcks war nicht glitschig, er war sehr hart. Beim Zerteilen des Bodens habe ich wohl zuviel Kraft aufgewandt so dass die Kuchengabel durch den Boden glitt und durch den Teller gleich mit.

Linguini selbstgemacht

Als wir unseren Pastamaker neu hatten, habe ich die Linguini auf dem Trockengestell zum Trocknen aufgehängt. Das Verfahren eignet sich gut, wenn man die Pasta ein Tage aufbewahren oder verschenken möchte, ist aber etwas umständlich. Frische Nudeln zum unmittelbaren Verzehr benötigen die Trockenzeit nicht, sie kommen ja eh gleich in kochendes Wasser.


Angeregt durch dieses Video haben wir die langen Dinger auch auf ein Blech gelegt. Das ist natürlich viel einfacher. Und sie waren auch nicht mehr oder weniger zusammengeklebt als gekaufte Nudeln als wir sie auf unsere Teller füllten.


Für die Pastasauce peppte ich „Sugo Bombolino“ aus dem Hause La Vialla etwas auf:
1 Ziebel in Olivenöl etwas anrösten, ein paar eingefrorene Stückchen Chilis dazu, anschließend mit dem Sugo aufgießen, mit Meersalz und getrockneten oder frischen Kräutern (was man halt so rumstehen hat) abschmecken, noch etwas Olivenöl dazu – fertig!
Zum Sugo kam noch die ermordete Mutterpaprika, die eigentlich schon auf die Pizza sollte, ich aber vergessen hatte, ebenso wie ein paar Kirschtomaten.

Wie üblich die Pasta in einem Sieb abtropfen lassen, in eine Schüssel geben und den Sugo unterheben.

Natürlich kann man auch jede andere Tomatenpampe nehmen, z.B. gestückelte Tomaten oder passierte Tomaten. Was man dann daraus macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Bordgemachte Pasta

Auf unseren Kreuzfahrten mit Mein Schiff 1 hatten wir ja auch die köstliche Italienische Küche des Restaurants La Vela kennengelernt, hauchdünne Pizza oder leckere Pasta. Und wir hatten uns gefragt, ob die Nudeln denn täglich frisch an Bord hergestell werden. Wir waren davon ausgegangen, dass das der Fall ist, fragen hätten wir natürlich auch können.

Unsere Vermutung hat sich bestätigt, Pasta werden täglich an Bord frisch hergestellt, wie im Video vom Mein Schiff Blog vorgeführt wird.

Das war nun nicht so überraschend für uns. Überraschend war eher die Tatsache, dass die bordeigene Nudelmaschine genauso funktioniert wie unser Pastamaker, nur dass der an Bord eine Nummer, na gut – eineinhalb Nummern -, größer ist als unser Küchengerät für den Hausgebrauch. Und das Ding an Bord ist natürlich aus Edelstahl, was ja auch viel haltbarer und leichter zu reinigen ist. Aber das System ist exakt das gleiche wie bei uns.

Interessant ist, dass die Bordpasta auch aus Hartweizengries hergestellt werden, wie wir es auch machen. Den Trick, das Wasser mit Safran zu färben, werde ich demnächst mal ausprobieren, dann sind die Nudeln nicht so blass.

Unser Pastamaker ist fast an jedem Wochenende im Einsatz. Selbst die Pasta für den Nudelauflauf machen wir nun selbst. An diesem Wochenende hat er mal Pause. Heute gibt es Griechisch beim Griechen und Sonntag gibt es Pizza statt Pasta.

Kartoffeln essen wir fast gar nicht, höchstens mal als Grateng. Ich kann mich wirklicht nicht erinnern, wann ich denn mal gekochte Kartoffeln als Beilage auf den Tisch gebracht habe. Wenn es keine Pasta gibt, dann gibt es Reis – basta!

Rotwein oder Essig?

Es gibt einen Wein, den ich immer aus dem Regal der Weinabteilung im Supermarkt nehme, Imiklikos lieblich, der Lieblingswein meines Mannes. Und da wir am Samstagabend Gyrospfanne essen wollten, landeten 2 Flaschen im Einkaufswagen, eine für Samstag und eine als Minivorrat.

Mein Mann kam von der Arbeit nach Hause und duschte während in der Pfanne das Gyros bruzelte und im Topf der Reis köchelte. Der Tisch war gedeckt, die Kerzen im Leuchter entzündet, ich stellte die Servierpfanne mit dem Gyros und eine Schüssel mit dem Reis auf den Tisch, dazu eine Flasche vom besagtem Wein. Tzaziki durfte natürlich auch nicht fehlen.

Hungrig setzten wir uns an den Tisch, füllten Reis und Gyros auf die Teller und schenkten Wein in die Gläser sein. Vor dem ersten Bissen stoßen wir immer erstmal mit dem Wein an, egal was wir essen und welchen Wein wir trinken – Kultur muss sein.

Wir nahmen beide einen Schluck, stutzten und schauten uns an. Kommentar von meinem Mann: Da stimmt was nicht! Nee, dieser Wein, den wir ab und zu mal trinken und dessen Geschmack uns bekannt ist, war nicht ok, irgendwie säuerlich. Sollte nicht, kann aber mal passieren. Ich hatte ja noch eine zweite Flasche im Regal. Flugs den Korken gezogen und einen Schluck in ein Probierglas gegossen – das gleiche Dilemma. Und das ist äußerst ungewöhnlich, dass gleich 2 Flaschen nicht in Ordnung sind. Ich entschied, dass ich beide Flaschen am Montag zum Supermarkt zurückbringen werde. Die kosten zwar kein Vermögen, aber 2 Flaschen – nö, das muss ich klären.

Zum Glück liegt das Regal voll mit diversen Rotweinflaschen von denen ich eine aussuchte und öffnete. Deren Inhalt war dann in Ordnung und einem entspanntem Abendessen bei Kerzenschein und mit Rotwein stand nichts mehr im Wege, auch wenn das nun ein Italiener war. Aber Griechenland (Gyros) und Italien (Wein) sind ja beides Mittelmeeranrainerstaaten, passt also.

Heute Morgen verstaute ich die beiden Flaschen kippsicher im Wagen und brachte sie zurück. Ich erklärte der Dame an der Information den Sachverhalt. Sie schaute zwar etwas skeptisch und stellte noch die eine oder andere Frage, aber es war ok, dass die Flaschen zurückgenommen werden würden. Ich wurde dann noch gefragt, ob ich neue Flaschen von der Sorte haben wollte. Das lehnte ich aber dankend ab. Wer weiß denn, ob nicht die ganze Charge dieser Abfüllung ungenießbar ist. Ich ließ mir dann das Geld auszahlen, ist wohl sicherer.

Es gibt noch eine andere Sorte Imiklikos lieblich, die werde ich dann nächstes Mal nehmen.

Die Reste vom Fondue

Man kennt das: Man will ja nicht zu wenig haben. Und man kennt seine Gäste – denkt man: Ach, A., sie isst eh immer wie ein Spatz. Wogegen mein Mann und ich reichlich zuschlagen. M., den Mann von A., konnte ich nicht so recht einschätzen, wie es sich beim ihm mit dem Essen verhält.

An der hervorragenden Fleischtheke im Supermarkt meines Vertrauens kann man Fonduefleisch vorbestellen, die kalkulieren 300 g pro Person, nur mal so als Anhaltspunkt. Ich hatte 3 Sorten Fleisch: Finderfilet, Schweinefilet und Pudel-, äh, Putenbrustfilet. 4 Personen á 300 g = 1.200 g – 1.200 g Fleisch geteilt durch 3 Fleischsorten = 400 g pro Sorte plus noch ein wenig obendrauf, man weiß ja nie.

Es hat gereicht obwohl A. doch mehr gegessen hat als erwartet. Sie aß immer noch als M. seine Fonduegabel schon beiseite gelegt hatte. Am Ende war dann doch ein Schüsselchen mit Fleisch übrig geblieben, gutes Fleisch. Für uns als Mahlzeit würde es nicht reichen.

Im Gefrierschrank lagen noch 2 Hähnchenbrustfilet, die ich dann aufgetaut in mundgerechte Stücke geschnitten haben. Im Vorratsschrank lag noch ein Päckchen Geflügelbratensauce, im Kühlschrank stand noch ein angebrochenes Glas Mangochutney, und Reis haben wir eh immer im Haus.

Das Fleisch habe ich angebraten, die Geflügelsauce zubereitet und in die Pfanne über das Fleisch geschüttet, das Mangochutney eingerührt, noch etwas Salz darübergemühlt und das ganze dann mit ein paar Ringen selbstgeernteter Chilischoten aufgepeppt. Zusammen mit dem Reis war das eine sättigende Mahlzeit. Wir wissen jetzt schon, was wir am 2. Weihnachtstag essen werden. Ich muss nur noch Hähnchenbrustfilet und Mangochutney besorgen.

Manchmal kreiert man rein zufällig ein völlig neues Gericht, welches in das Standardrepertoire aufgenommen wird. Es muss ja nicht immer Rinder- und Schweinefilet sein. Hähnchen- und/oder Pudel-, äh Putenbrustfilet reicht auch. Vielleicht staube ich nächstes Mal noch etwas Curry darüber, von dem guten Hotcurry aus Indien.

Italy meets Thailand


Unser Pastamaker ist echt der Hammer. Letzens hatten wir damit Penne für unseren Nudelauflauf gemacht, funktioniert einwandfrei. Und gestern gab es hausgemachte Ravioli.

Gut, Ravioli zu machen, ist etwas aufwändiger. Aber man weiß, was in den Teigtaschen verpackt ist, schließlich wurde die Füllung selbst zubereitet. Unsere Ravioli waren nach einem Rezept von Stefan, ein Foodblogger aus Holland. Aber wie das so ist, ich bekam keine rohen Shrimps mit Kopf und Schale, weder frisch noch gefroren. Also mussten rohe eingefrorene Shrimps ohne Kopf und Schale herhalten. Die Herstellung der Füllmasse dauert nur ein paar Minuten. Da Bernd mir bei der Fabrikation der Ravioli geholfen hat, war das dann auch ganz ok. Aber auch allein würde es kein Problem sein, es dauert dann eben nur etwas länger.

Geschmeckt hat es uns, gar keine Frage. Nur die Sauce dominierte den Geschmack der Krabbenfüllung etwas zu stark. Daran muss ich noch ein wenig arbeiten. Aber diese Sauce passt auch zu einfachen Pasta ganz gut. Mal was anderes als Tomatenpampe oder was sonst überlicherweise zu Pasta kredenzt wird.

Ich bin ja nun mal kein Foodblogger, also habe ich keine Fotos vom gesamten Herstellungsprozess, war wohl auch ein wenig aufgeregt, ob das auch alles klappt und habe an Fotos gar nicht gedacht. Und ausserdem waren wir hungrig!

Hausgemachte Pasta


Damals, noch in Hamburg, hatten wir uns eine Nudelmaschine für Handbetrieb zugelegt. Die Herstellung war mühsam da die Teigplatten mehrmals durch die Maschine gewalzt werden mussten um die richtige Dicke zu haben bevor daraus Nudeln gemacht werden konnten. Das Ergebnis war genial, die Pasta schmeckten uns vorzüglich. Zum Trocknen hatten wir die Lehnen unserer Stühle und die Verstrebungen zwischen den Stuhlbeinen benutzt. Überall hingen Nudeln um zu trocknen. Es sah so ähnlich aus wie auf dem einen Foto hier bei One Man’s Meat, ein Foodblogger, der mit viel Knoblauch kocht, sehr sympathisch.

Die Küche im Elbe-Penthouse hat leider keine Möglichkeit, die Nudelmaschine anzuschrauben. Wir fanden das schon immer sehr bedauerlich. Jetzt hat mein Mann uns zum Hochzeitstag einen Pastamaker geschenkt. Er hat extra betont, dass er das Ding uns gekauft hat und nicht ein Geschenk für mich ist.

Heute war nun Premiere und ich habe das erste Mal damit Pasta hergestellt, Fettuccine, schmale Bandnudeln. Hach, das geht ja so einfach: Zutaten einfüllen, in diesem Fall halb und halb Hartweizengries und übliches Haushaltsmehl – anstellen und die erforderliche Menge Wasser zugeben, welche von der Maschine automatisch errechnet wird, und dann knetet das Ding ca. 3 Minuten lang vor sich hin bevor vorn die Nudeln herausgepresst werden. Mit einem Spatel kann man die Dinger auf die gewünschte Länge bringen.

Vorsichtshalber habe ich die Pasta schon heute Mittag hergestellt damit ich notfalls noch welche kaufen kann für heute Abend, aber das ist nicht notwendig. Jetzt hängen sie zum trocknen auf dem Nudeltrockner um heute Abend verspeist zu werden. Frische Pasta können auch gleich in heißes Wassser gegeben werden. Aber aus Gründen der Sicherheit, um zu sehen, ob die Maschine auch gut funktioniert, habe ich schon mal vorgearbeitet.

Die Maschine stellt mit den entsprechenden Einsätzen auch Penne, Spaghetti und Platten für die Zubereitung von Lasagne und Ravioli her. Die nächste Produktion werden Penne.

Strawberrycheesecake 2.0


So muss das – und nicht so.
Ich habe dieses Mal 2 Packungen Gelatine fix eingerührt. Dieses Produkt benutze ich sehr gern, da muss nichts aufgelöst werden. Jede Packung enthält 2 Tütchen für je 250 ml Flüssigkeit. Da die Gesamtmenge an Zutaten ca. 1 Liter entspricht, habe ich also 4 Tütchen hineingerührt. Die Creme ist nicht zu fest, sie ist einfach perfetto!

Die Kekse für den Boden habe ich im Standmixer zerkleinert. Die Sache mit dem Nudelholz und dem Gefrierbeutel war mir zu mühsam. Wozu hat man denn den ganzen Gerätepark rumstehen wenn man den kaum benutzt?!