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Messages in bottles


Wie schon auf unserer Reise im vorigen Jahr werden uns auch in diesem Jahr ein paar Flaschen auf der Kreuzfahrt begleiten. Ina ist ja begeisterte Flaschenpostlerin und wir haben uns wieder bereiterklärt, 4 ihrer vorbereiteten Buddeln unterwegs auszusetzen.

Die rote Flasche in der Mitte soll auf Wunsch einer jungen Dame nach Amerika. Diese, also nicht die Dame sondern die Flasche, werden wir am Abend des letzten Seetages auf dem Weg von Halifax nach New York dem Meer übergeben. In Amerikanischen Hoheitsgewässern – und schon gar nicht bei Tageslicht – möchte ich lieber nichts ins Wasser werfen.

Von unserer letztjährigen Aktion gibt es bislang keine Fundmeldungen. Manchmal dauert es ja viele Jahre, bis eine Flaschenpost aufgefunden wird. Und wer weiß schon, ob nicht auch eine Flasche an einer felsigen Küste zerschellt und niemals gefunden wird?!

August 2017


Der Monat August ist in meiner Erinnerung der heißeste Monat des Jahres schlechthin. Eine meiner Großmütter hatte im August Geburtstag und meine ehemalige Schwiegermutter auch. Ich erinnere mich daran, dass die Geburtstage jeweils in eine ganz heiße Zeit fielen. Mein lieber Mann hat auch im August Geburtstag, aber mit dem habe ich schon seit 20 Jahren eine heiße Zeit, das zählt nicht.

Der August 2017 spotted dem Begriff „Sommer“ jeder Beschreibung. Gut, als Rentier kann ich die Zeit ausnutzen wenn das Wetter mal so ist, dass ich auf der Terrasse sitzen kann, deshalb kann ich mich nicht so richtig beschweren. Aber Abende lange draußen sitzen, in den Himmel gucken und nach den langsam aufgehenden Sternen ausschau halten oder nach Satelliten, die hell ihre Bahn am Himmel ziehen, dafür ist dieser Augst, wie der ganze Sommer 2017, nicht gemacht, jedenfalls nicht hier im Norden.

Kürzlich musste ich nun sogar feststellen, dass trotz der vielen Regentage das Laub rund um das Elbe-Penthouse langsam schon gelb wird. Es ist erstaunlich weil das sonst nur nach Perioden mit langer Trockenheit geschieht. Dieser Baum im Hintergrund, es handelt sich um eine Pappel, ist zwar immer sehr früh dran, aber wie unschwer zu erkennen ist, beginnt sich auch das Laub der Pappel im Vordergrund rechts bereits zu verfärben. Der Herbst kommt!

Moderne Zeiten

Wenn man ein neues Handy hat, ist es nicht gesagt, dass alle Apps darauf gleich wieder funktionstüchtig sind nachdem sie installiert wurden. Die Rede ist hier von den Apps der Banken zur Übermittlung der TANs die man für das Onlinebanking benötigt.

Gestern wollte ich eine Überweisung tätigen, eine TAN wurde auf den Weg gebracht. Als ich die App öffnete – manchmal bin ich schneller als die TAN eintrifft -, sollte ich mich komplett neu registrieren. Und das geht nur mit einem Registrierungsschlüssel, den die Bank mit der Briefpost zuschickt.

Meine Hausbank hat auch am Wochenende eine Hotline bei der ich den Brief gleich anfordern konnte. Der wird natürlich erst frühestens heute auf den Weg gebracht. Die Bank meiner Mutter ist eine Filialbank, da konnte ich erst heute anrufen und mein Anliegen vortragen.

Zum Glück sind keine dringenden Überweisungen notwendig. Und nicht alles ist online mit einer Kreditkarte zu regeln.

Die heiße Phase

Oder auch Planungsphase?! Man kennt das: Der Urlaub steht bevor, noch 2 Wochen. Und man beginnt mit den Überlegungen, was in den Koffer soll, was man davon bis dahin eventuell noch anziehen könnte und als Folge dessen noch gewaschen werden müsste. Medikamente, Hygieneartikel – was ist vorhanden, was muss eventuell ergänzt werden?

Wenn man morgens aufsteht und dann vormittags zum Flugplatz bzw. Hafen transferiert wird, sollte der Koffer bereits weitgehenst gepackt sein. Bei uns ist das in diesem Jahr etwas kompliziert: Samstag eine Geburtstagsfeier (was zieht man an?), Sonntag eine Übernachtung mit einem Event außerhalb (was zieht man man?) und Montag kommt vormittags der Shuttle, holt uns ab und bringt uns zu unserem Traumschiff.

Das heißt also, dass die Koffer am Samstag gepackt werden und wir auch noch Klamotten haben müssen, die wir auf der Geburstagsfeier und am folgenden Tag anziehen können. Und natürlich ist frisches Zeug am Montagmorgen notwendig.

Im Lauf der Jahre hat sich ein ganzer Schrank voll mit nichts anzuziehen angesammelt. Aus diesem Fundus werden wir uns dann wohl oder übel bedienen müssen, auch wenn das nicht unbedingt en vogue ist.

Finanzgeschäfte

Auch kurz vor dem Urlaub ist es hin und wieder notwendig, Zahlungen per Banküberweisung tätigen zu müssen. Vor fast einem Jahr haben wir die Bank gewechselt. Für unsere privaten Konten haben wir seit dem keine Filialbank mehr. Überweisungen gehen nur noch online. Auf das Cellphone wird dann die TAN übermittelt.

Heute wollte ich eine mühsam erarbeitete Karte über die Strecken unserer Kreuzfahrt erwerben damit unsere Mütter und die Leser und Leserinnen dieses Weblogs wissen, wo es lang geht. 99 Cent kostet sowas damit die Karte auch online zu sehen ist.

Man kennt das: Abspeichern, kaufen, wie kaufen?! Tja, und dann ging es nicht weiter. Da ich ein neues mobiles Endgerät benutze, auf dem ich die App zwar installiert habe, war ich nun am Ende. Eine TAN wurde zwar übermittelt, aber ich war nicht in der Lage, diese auch einzusehen. Meine Bank muss mir nun erstmal per Briefpost einen neuen Registrierungscode zusenden.

Zum Glück war die heisse Linie heute, am heiligen Sonntag, besetzt. Morgen geht also ein Schreiben an mich auf den Weg damit ich in die Lage versetzt werde, wieder mein Geld ausgeben zu können.

Für das Konto meiner Mutter, für das ich eine Vollmacht habe, verhält es sich ebenso, nur dass die Bank keine Hotline am Wochenende geschaltet hat. Ist ja auch eine Filalbank bzw. -sparkasse. Also werde ich da morgen zur Geschäftszeit anrufen müssen um ein Anliegen vorzutragen.

Wie bestellt – ein Kormoran


Kürzlich führte mich ein kleiner Spaziergang mal wieder runter zum kleinen Hafen. Und wie ich da so rumstand und auf die gegenüberliegende, neuentstehende Hafencity schaute und ich gerade dachte, wie eng die Häuser da stehen und wie groß doch die Abstände beim Elbepenthouse sind, landete auf einem alten rostigen Pfahl ein Kormoran.

Erst schaute er nur so um sich, doch plötzlich breitete der seine Flügel aus und ich dachte, er würde nun gleich wieder starten. Nee, das machte er nicht. Er blieb mit seinen ausgebreiteten Flügeln dort eine ganze Weile sitzen, gerade so, als wollte er sich mir in seiner ganzen Pracht präsentieren.

Bisweilen habe ich schon Kormorane auf der Elbe gesehen und habe beobachten können, wie sie blitzschnell tauchten um im Elbwasser nach Fischen zu jagen. Dieser Anblick jedoch war völlig neu für mich. Wieder mal war ich zum rechten Zeitpunkt am richtigen Ort – und die Hosentaschenkamera war wie immer dabei.

Die Ehre


Seit einiger Zeit befasste ich mich unterschwellig damit, dass ich vielleichteventuellgegebenenfallsunterumständen ein neues cell phone haben möchte. Wenn, dann sollte es nicht allzu teuer sein. Kamera? Nebensache. Die Hauptsache, ich kann damit telefonieren, was ich sowieso äußerst selten mache. Ein Großteil der Komunikation läuft ja heute über WhatsApp. Und ja, ein paar andere Apps benutze ich auch ab und zu, hauptsächlich Wetterapps und auf der Terrasse Flightradar24. Und ein Fan von angebissenen Äppeln bin ich auch nicht.

In der vorigen Woche wurde das Thema Handy nun akut. Es war mir nämlich aus der Hosentasche auf die Bodenfliesen gefallen. Das war zwar schon ein paar Mal passiert, bisher gab es nur angestoßene Ecken. Aber jetzt hatte das Display einen Diagonalen Riss bekommen. Es funktionierte zwar noch alles, aber Mann hat es gern ordentlich, schick und schier. Die Suche nach einem neuen Gerät begann, soll ja auch allens nix kosten, ca. 200 Euro wollte ich ausgeben.

Den Zuschlag bekam die Ehre, nämlich amerikanisch Honor. Honor gehört zur Huaweigruppe und kommt demnach nicht aus den USA sondern aus China. Wer kauft heute auch noch Produkte aus Amerika?! Es wurde also das Honor 6X. Mit 200 Euro kam ich zwar nicht aus, jedenfalls blieb ich ganz weit unter 300 Euro.

Das neue Teil für drahtlose Telefonie sieht schick aus und hat alles, was ich benötige. 2 Tage brauchte es, alles so herzurichten, wie ich es gern hättte. Alle mehr oder weniger notwendigen Apps sind wieder installiert, die Kontakte waren in Sekundenbruchteilen vom alten auf das neue Handy übertragen. Alles das, was ich nicht benötige, ist deaktiviert bzw. deinstalliert, alles ist gut. Zum Schutz des neuen Stücks habe ich es in eine transparente Hülle gesteckt.

Vor ein paar Tagen entdeckte ich auf der HP des großen Internethändlers, dass der Preis für das Teil um ca. 50 Euro angezogen hatte – und ich rieb mir die Hände, hach, ein Schnäppchen gemacht! Und heute? Ts, das Schnäppchen hätte ich heute gemacht, heute ist das Ding für 199 Euro im Markt. Aber ich sagte ja schon weiter oben: Irgendwas ist ja immer!

OK, es sieht etwas tuntig aus, vorne weiß und hinten gold, aber irgendwas … Außerdem ist gerade Pride Week in Hamburg, passt also.

Eine gute Entscheidung

Als wir uns für ein neues Auto interessierten, hatten wir überhaupt nicht darüber nachgedacht, ob es ein PKW mit Dieselantrieb werden könnte. Der Abgasskandal war – und ist noch immer – allgegenwärtig. Eher dachten wir ja darüber nach, uns ein E-Auto zu kaufen, kamen ja aber zu der Erkenntnis, dass die Reichweite dieser Fahrzeuge noch nicht ausreichen sei, jedenfalls jene, die unserem Budget entsprechen.

Beim Beratungsgespräch des Volvohändlers tauchte seinerseits die Frage auf, ob es denn auch ein Dieselmotor sein dürfte, was wir sofort und vehemment ablehnten. Weitere Nachfragen seitens des Verkäufers gab es nicht, er versuchte gar nicht erst, uns ein Dieselfahrzeug schmackhaft zu machen.

In den letzten Wochen ist die Deutsche Autoindustrie ja fast täglich in den Schlagzeilen, sei es wegen des Abgasskandals oder neuerdings auch wegen eines angeblichen Auto-Kartells. Mein Vertrauen in Deutsche Autos und deren Hersteller ist jedenfalls nicht mehr vorhanden.

Das Urteil, welches heute in Stuttgart gefällt wurde, bestätigt mir, dass unsere Entscheidung, kein Diesefahrzeug zu kaufen, richtig war, auch wenn es sich nicht um ein Deutsches Fabrikat gehandelt hat.

Volvo wird sich ab 2019 nur noch mit der Entwicklung von E-Autos beschäftigen. Die Deutschen Autobauer setzen weiterhin auf den Verbrennungsmotor und setzen die Politik mal wieder unter Druck: Angeblich würden 600.000 Arbeitsplätz daran hängen! Selbst in Großbritannien, ein Land, welches als nicht gerade sehr fortschrittlich gilt, gibt es scheinbar Bestrebungen, ab 2040 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu verbieten.

Die Politik in Deutschland ist eh ein Büttel der Autoindustrie. Anders ist es nicht zu erklären, dass nicht längst eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h auf den Autobahnen eingeführt worden ist. Man kann nur hoffen, dass sich die Gerichte nicht beeinflussen lassen. Der VDA (Verband der Automobilindustrie) rechnet jetzt schon damit, dass bei einer Revision das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu einem anderen Ergebnis kommt als das Gericht in Stuttgart.

Die Vorfreude steigt


Wenn die Reiseunterlagen eintreffen steigert sich die Vorfreude nochmal um ein Vielfaches! Noch 26 Tage und 3 Stunden bis zur Abfahrt!

Dieses Mal wird es spannend wegen der Einreise in die USA. 2.500 Passagiere müssen von den Behörden kontrolliert werden. In den Informationen steht, dass das einige Stunden dauern kann. Für ausreichend Sitzplätze im Terminal sei gesorgt. Einfach mal abwarten. Wir sehen das locker.