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Der Einstieg ins Nass


Eigentlich wollte ich gestern ja schon in die diesjährige Schwimmsaison einsteigen. Als ich jedoch vor der Abfahrt nach Lübeck zu meiner Mutter aus Gründen noch mal schnell die Hände waschen wollte, bekam ich plötzlich nasse Füße. Hatte zwar auch mit Wasser zu tun, aber ich hatte mir das anders vorgestellt.

Ein Blick in den Schrank des Waschtisches offenbarte das Dilemma: Das Abflussrohr hatte sich vom Ablauf des Waschbeckens gelöst. Es muss sich hier um Korrosion handeln, und zwar dergestalt, dass sich das Metall des Rohres nicht mit dem Metall des Ablaufs des Waschbeckens vertragen hat. Ganz klar, ich musste für Ersatz sorgen. Nach der Rückkehr aus Lübeck besorgte ich eine neue Garnitur aus Kunststoff und baute die dann ein. Da sich der Abfluss im Schrank befindet, muss das nicht hübsch verchromt sein.

Aber eigentlich wollte ich ja gestern schon Schwimmen gehen, stattdessen betätigte ich mich als Installateur. Den Start in die Schwimmsaison holte ich dann heute nach. Mit 88,2 kg Lebendgewicht stieg ich in die 20 Grad warmen Fluten bei 11 Grad Lufttemperatur. Mit mir befanden sich dann 6 Personen im Wasser, davon dümpelten 5 im „Badebereich“. Die „Schwimmerbahn“ hatte ich ganz für mich allein. 1000 m habe ich für den Einstieg geschafft. Vielleicht wäre noch etwas mehr gegangen, aber man soll es ja nicht gleich übertreiben. Außerdem wurde es leicht unwarm. Eine heiße Dusche war dann doch recht angenehm.

Für die Gästezahlen des Freizeitbades ist das Wetter ja nicht so gut, aber für mich als Schwimmer kann es nichts besseres geben.

Tanz in den Mai?


In gewisser Weise ja. Bernd und ich sind nämlich aufräumend durch die Wohnung getänzelt nachdem unsere Gäste schon vor Mitternacht unsere Wohnung verlassen haben. Sie waren quasi auf der Flucht. Vermutlich hatten sie Angst vor den Hexen, besonders die Damen, wir hatten ja zur Walpurgisnacht geladen. Und wer weiß schon, ob die eine oder andere Dame nicht doch auf einem Besen auf und davon geflogen wäre.

Zum Empfang kredenzten wir einen Hexentrunk, Maibowle mit Waldmeister aus eigenem Anbau. Damit der Trunk auch schön giftig aussieht, hatten wir ihn mit grüner Lebensmittelfarbe „verstärkt“.

Dass es den Gästen bei uns nicht geschmeck hat, kann man nicht behaupten, sie haben nämlich reichlich zugeschlagen, obwohl der Mettigel auch eine Mettratte hätte sein können. Und das freut uns natürlich sehr.

Zum Dessert gab es eine Quarktorte. Dass ich bei der Füllung 125 g zerlassene Butter vergessen hatte – wir fanden sie später wiedererstarrt in der Mikrowelle – tat dem Geschmack keinen Abbruck. Die Besen der Damen hätten es mir eh gedankt.

Für unseren neuen Tisch war es die Premiere mit 12 Personen. Mit den 3 Einlegeplatten hat er eine Länge von 295 cm. Alles war super, alles war fein. Für jeden war reichlich Platz vorhanden. Mit etwas Schieben und etwas Drücken hätten auch 14 Personen Platz, aber dann wird es schon sehr sehr eng. Und so fein eindecken ist dann auch nicht drin.

Am 13. Mai sehen wir uns alle wieder, zum traditionellen Spargelessen mit ESC-schauen. Das ist ’ne tolle Truppe, in die wir da reingeraten sind!

Containerschiff von oben

Ein interessantes kleines Video, vermutlich aufgenommen von einer Brücke:

Es geht wieder los!


Am Montag öffnet das Freizeitbad Geesthacht für die diesjährige Saison seine Pforten. Meine Saisonkarte habe ich bereits besorgt. Da wir am Sonntagabend Gäste haben, werde ich garantiert nicht einer der Ersten sein, die am Montag ins beheizte Nass steigen. Da Dienstag immer „Muttertag“ ist, muss ich mal sehen, wie ich das dann einrichten kann oder ob ich erst Mittwoch starte.

In der vorigen Saison war ich wegen der Probleme mit meiner Mutter ziemlich unregelmäßig zum Schwimmen. Ich hoffe, dass ich es in dieser Saison schaffe, regelmäßig 5 Mal in der Woche was für meinen Körper, mein Gewicht und damit für meine Gesundheit zu tun.

Urlaub mit der App?


Jeder hat andere Ansprüche an seinen Urlaub, der die schönste – und oft die teuerste – Zeit des Jahres ist bzw. sein sollte. Allein das Aussuchen des Reiseziels, dann die Suche nach dem Hotel, was in das persönliche Budget passt und in diesem Rahmen natürlich das perfekte Hotel sein soll, nimmt Zeit in Anspruch. In Onlineportalen werden Vergleiche angestellt, Meinungen und Erfahrungen anderer Gäste verglichen. So ist das heute. Und wer endlich am Ziel seiner Träume eingetroffen ist, hat stets sein Handy mit einer passenden App zur Hand, in der man weiter Vergleiche anstellen und nach dem nächstbesten Restaurant suchen kann.

Muss immer alles perfekt sein? Muss ich am Urlaubsziel meine von zu Hause gewohnten Cerealien auf dem Frühstücksbüffet haben, müssen Eisbein und Kraut auf der Speisekarte stehen, mein Bier, welches ich gewohnt bin zu trinken, auf der Getränkekarte zu finden sein? Nein, denn dann kann ich zu Hause bleiben. Urlaub muss auch ein wenig Abenteuer sein, mal was neues probieren, mal von gewohnten Pfaden abweichen, und man muss sich auch mal überraschen lassen, positiv wie negativ.

Wer immer mit dem Handy in der Hand und der darauf geöffneten App rumsitzt, verpasst das Naheliegende, das vielleicht viel schöner ist, als das, was man eigentlich finden wollte. Ich erinnere mich an unsere letzte Kreuzfahrt, das Schiff blieb übernacht in Lissabon. Natürlich gingen wir abends an Land. Und wir hatten die Handies dabei und darauf die App CityMaps2go, Stadtkarten, auf denen man sich Ziele programmieren kann, die man ggf. in dieser oder jener Stadt sehen möchte oder die einfach der Orientierung dienen. Wir waren ungwollt mit einer Familie (Papa, Mama und 2 Kinder) unterwegs. Papa lief mit seinem Handy in der Hand vorweg und gab die Richtung an, die Familie folgte. Zum Glück verloren wir die bald aus den Augen, denn es nervte ganz fürchterlich zu sehen, wie sich die Familie durch das auch bei Nacht schöne Lissabon bewegte. Auch wir schauten ab und zu in die Karte. Aber wir hatten hauptsächlich Augen für das, was am Wegesrand lag, schöne oder verkommene Fassaden, Gärten, in die man durch Gittertore hineinblicken konnte, berankte Mauern, kleine Gassen, in denen Tische und Stühle vor einem Restaurant standen. Die Liste ließe sich beliebig verlängern. „Lass uns doch mal durch die Gasse dort gehen, das sieht nett aus.“ – so ließen wir uns im Dunkeln durch Lissabon treiben, ein kleines Abenteuer eben. Ziele, die wir uns ausgesucht hatten, ließen wir links liegen und fanden ganz was anderes.

So war es übrigens in allen Häfen, die wir auf unserer Reise angesteuert hatten. Lissabon dient hier nur als Beispiel, wie man sich heute auf eine App verlässt, wie der besagte Familienvater, der mehr oder weniger blind durch Lissabon lief, die Augen nur auf der Karte.

Auch in diesem Jahr werden wir uns die entsprechenden Karten auf unser Handy laden und bei Bedarf darauf zurückgreifen. Im Vorwege werden wir uns im Internet darüber informieren, was es in den Häfen zu sehen gibt und wenn es uns interessiert, werden wir die Punkte in der Karte markieren. Ob wir das dann auch „ablaufen“ werden wir sehen. „Lass uns mal hier gehen.“ – und vielleicht stehen wir dann staunend vor etwas, was wir gar nicht auf „auf der Rechnung“ hatten.

Die Urlaubskultur hat sich verändert in Zeiten von Apps. Ob das immer hilfreich und entspannend ist, sei mal dahingestellt. Einen interessanten Artikel dazu habe ich in der MOPO gefunden. Mag sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie er seinen Urlaub verbringen möchte. Für uns ist ein kleines Abenteuer abseits der Pfade und Erfahrungen anderer Menschen viel interessanter als ihnen zu folgen.

Genau so verhält es sich mit ganz vielen Reiseblogs. Die Überschrift „Was du unbedingt in Lissabon gesehen haben solltest!“ Lissabon ließe sich beliebig austauschen durch jede andere Stadt. Woher will der Autor wissen, ob ich das sehen will, ob mich das interessiert, ob ich genau das auch so toll finde?

Meine Mutter!

Gestern war wieder „Muttertag“, will sagen, der wöchentliche Besuch bei meiner Mutter im Seniorenheim und sie erzählte mir folgendes: Sie hat jetzt eine Dame kennengelernt, eine Zimmernachbarin, eine Dame, die sprechen kann und auch will. Die beiden Damen haben auch einen Platz bei den Mahlzeiten am gleichen Tisch.

Besagte Dame sitzt im Rollstuhl. Ein Bein ist amputiert, ein Arm ist nur beschränkt einsatzfähig. Den Rollstuhl kann sie nur mit einer Hand vorwärtsbewegen, was entsprechend langsam geht. Meine Mutter benutzt den Rollator wenn sie zu den Mahlzeiten geht, dafür reicht ihre Kraft, während sie ja sonst auch im Rollstuhl sitzt.

Wenn die Damen ihre Mahlzeiten beendet haben, begeben sie sich gemeinsam zu ihren Zimmern, sie haben ja den gleichen Weg. Und was macht meine Mutter dann?: Damit die andere Dame es etwas leichter hat, schiebt meine Mutter den Rollstuhl mit ihrem Rollator! Ich möchte bei dieser Gelegenheit in Erinnerung rufen, dass meine Mutter im nächsten Monat ihre 93. Geburtstag begeht.

In der Binnenschifffahrt kennt man so was in der Art auch, da nennt man das einen Schubverband.

Titanic – 15. April 1912

Traditionen bewahren


Traditionell isst man Karfreitag Fisch, das muss so, das gehört so! Da mein Mann auf Fisch aber lieber verzichtet – es könnte ja sein, dass sich im Filet noch eine Gräte versteckt hat – kommt bei uns Fisch in Klotzform auf den Tisch, Klotzfisch eben. Und da ich keine Lust habe, Kartoffeln zu kochen und zu schälen, oder umgekehrt, und dann mit Muskelkraft zu Pürree zu verarbeiten, gibt es zum Klotzfisch eben Pü aus der Packung, was übrigens sehr schmackhaft ist und auch optisch was hermacht.

So sind wir eben: Pü aus der Packung, dafür machen wir unsere Pasta selbst.