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Abseits

Es gibt Menschen, die schauen nicht links oder rechts wenn sie unterwegs sind. Wie ich schon mal erwähnte, habe ich immer meine Hosentaschenkamera dabei wenn ich aus dem Haus gehe, und sei es, wenn ich nur zum Einkaufen unterwegs bin auf Wegen, die ich schon hundertmal gegangen bin. Und plötzlich, eines guten Tages, so wie heute, entdecke ich dann etwas in einem Garten. Bisher war mir dieser mit Moos bewachsene Baumstumpf entgangen. Er befindet etwas abseits, also nicht direkt am Wegesrand. Ich vermute, der Grund dafür, warum ich das Objekt bisher noch nicht bemerkt hatte, ist die Beleuchtung. Unterschiedliche Tageszeiten, manchmal reichen schon 30 Minuten, vielleicht sogar weniger, und der Zeitpunkt, an welchem die Sonne ein Objekt erreicht, ist vorrüber.

Nun könnte man darüber philosophieren, wenn ich dies oder jenes vor oder nach dem Einkauf gemacht hätte usw. usw. Tatsache ist, dass wir heute etwas länger geschlafen haben und ich deshalb heute Morgen nicht ins Schwimmbad gegangen bin sondern ins Dorf zum Wochenmarkt. Und gerade in da beschien die Sonne diesen Baumstumpf.

ESC 2017 – Portugal gewinnt

Zum ersten Mal in der Geschichte des ESC hat Portugal diesen gewonnen. Was heißt Portugal, gewonnen haben der Interpret Salvador Sobral und seine Schwester Luisa, die den Song geschrieben hat. Im nächsten Jahr findet der größte Musikwettstreit der Welt also in Portugal statt. Mal sehen, was die Portugiesen für eine Show auf die Beine stellen. Besser als die Show in Kiew wird sie sicherlich.

Mich reißt der Gewinnersong nicht vom Hocker. Mein Favorit war Rumänien mit „Yodel It“, gefolgt von Moldau mit „Hey Mamma“ und Belgien mit „City Lights“. Wobei ich auch Belgien gern auf dem ersten Platz gesehen hätte oder Moldau. Jedem der Titel hätte ich 12 Punkte geben können. Moldau hat es immerhin auf den 3. Platz geschafft und Belgien auf den 4., ich lag also gar nicht so verkehrt. Auch Rumänien ist noch in den Top Ten. Was Australien auf dem 9. Platz soll erschließt sich mir nicht. Ich will ja nicht sagen, dass Deutschland der 9. Platz gebührt hätte, aber Australien hätte unser 25. Platz gut zu Gesicht gestanden.

So schlicht wie der Siegertitel aus Portugal wurde auch „Perfect Life“ von Levina aus Deutschland präsentiert. Der vorletzte Platz ist wirklich nicht angemessen, wie auch die Platzierungen von Ungarn, Armenien, Aserbaidschan und Kroatien im Mittelfeld unangemessen sind.

Egal wie es ausgegangen ist, wir hatten mit unseren Freunden einen vergnüglichen Abend mit gemeinsamen Spargel und Kartoffeln schälen und dann natürlich auch essen. Zum Dessert gab es eine selbstgemachte Torte mit Feuerwerk, den vielen Flammen auf der Bühne in Kiew durchaus ebenbürtig.

Vielen Dank an Claudia und Thomas, die in diesem Jahr ihre Wohnung und den Spargel zur Verfügung gestellt haben sowie den anderen Freunden, die mit Schinken, Torte, Schnaps und Naschereien den Abend bereichert haben. Und Dank auch an Bernd und mich, wir waren für den Wein zuständig, und natürlich darf ich Ossi nicht vergessen, der auch in diesem Jahr wieder die Votingsheets gebastelt und zum Download auf seiner Homepage zur Verfügung gestellt hat.

ESC 2017 – 2. Semi

Heute fang ich mal ganz vorn an, beim Opening der Show. Anfangs dachte ich, was die wohl jetzt wollen, die beiden sogenannten Horsts, Blockflöte blasend und Akkordeon quetschend, mit bunten Aplikationen auf Anzügen und Hemd. Die beiden musizierenden Herren integrierten sich dann aber recht schnell in eine bunte Trachtengruppe, die folkloristisch die ESC-Siegertitel der letzen Jahre in die Welt hinaus schickten. Das Finale dieses kleinen Medleys war dann „Rise Like A Phoenix“, sogar mit Bändern in Regebogenfarben auf der LED-Wand – wer hätte das erwartet. Der Auftakt war dann aber auch schon alles, was die Show kurzweilig machte. Die Tanztruppe als Pausenakt nutze mein Mann, um schon mal die Zähne für die Nacht zu putzen.

Aber es ging ja um 10 weitere Nationen, deren Lieder sich für das Finale am Samstagabend qualifizieren sollten. Ich hab dann mal beim Schnelldurchlauf mitgezählt, wen ich denn gern nochmal sehen bzw. hören möchte. Ich kam nur auf 9, alles andere war für mich uninteressant. Meine Wünsche haben sich natürlich nur zum Teil erfüllt. Ungarn, Österreich, Norwegen und Kroatien waren nicht auf meiner Wunschliste, aber die sind nun mal drin im Finale. Leider nicht dabei sind Irland, Estland und Malta.

Mein absolutes Highlight im 2. Semi sind die Rumänen mit „Yodel It!“ – sehr genial und mit einer ausgefallenen bunten LED-Show im Hintergrund.

Die vorherrschenden Farben bei der Garderobe der Protagnoisten waren, wie auch schon im 1. Halbfinale, schwarz und weiß. Haben die sich alle abgesprochen?

Wir freuen uns jetzt auf das Grand Finale am Samstagabend, welches wir mit vielen Freunden zusammen anschauen werden.

Mein Schiff 6

Gestern erfolgte in Turku die Übergabe des jüngsten Flottenzugangs, die „Mein Schiff 6“, an die Reederei TUICruises. Von Tag zu Tag freuen wir uns mehr auf unsere Reise auf dem neuesten Schiff der Flotte.

Ein Frühlingssonntag

Endlich mal ein schöner Sonntag, aber leider musste mein Mann arbeiten. In der kleinen Stadt an der Elbe war Marktsonntag, volkstümlich „Verkaufsoffener Sonntag“. Nachdem wir unserer Kreuz auf dem Wahlzettel zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein gemacht hatten, schlenderten wir zur Einkaufsstraße. Dort fand das diesjähre White Dinner statt. Selbst ein weißer nostalgischer Kinderwagen war dabei. Mein Mann grüßte mal hier und mal da, er hatte ein paar Kunden entdeckt bzw. sie ihn.

Kurz vor der Geschäftsöffnung trennten wir uns. Das Wetter lockte mich dazu, ein paar überwinterte Pflanzen hinauszustellen, umpflanzen, eintopfen, alles das, was man im Frühling so macht. Ich hatte also auch meine Arbeit, mit dem Unterschied, dass ich mich nach getaner Arbeit gemütlich in die Polster flegeln und genießen konnte. Der Ron Botucal, ein Rum aus Venezuela, den uns Freunde zur Walpurgisnacht mitgebracht hatten, harrte der Probe. Er lässt harmoniert ganz wunderbar zu einem Tässchen Espresso, eine sehr gute Alternatative zum Cardenal Mendoza, den ich sonst gern im Sommer auf der Terrasse zum Espresso trinke.

Um 18:00 Uhr schlossen die Geschäfte, kurz darauf war mein Mann zu Hause. Nachdem er sich kurz frisch gemacht hatte, trafen wir uns mit Holger und Astrid in Dimi’s Taverne zu Holgers nachträglichem Geburstagsessen. Wir bekamen unseren Stammplatz hinten rechts in der Ecke neben dem kleinen Fenster. Die untergehende Sonne beleuchtete das Gesicht meines Liebsten, der mit unserem Gastgeber im Gespräch vertieft war.

Und heute? Nach dem tollen Wetter gestern ist es nun wieder nass, wolkig und kühl. Meine Wetterapp signalisierte vor ein paar Minuten Bodenfrost für die kommende Nacht! Ein paar der Pflanzen, die ich gestern arrangiert hatte, muss ich heute Abend vorsichtshalber in Sicherheit bringen. Ich will ja nichts riskieren, wäre ärgerlich, wenn die jungen Triebe dem Frost zum Opfer fallen würden. Es heißt zwar Bodenfrost, aber es ist nicht gesagt, dass unsere Terrasse in der 3. Etage frostfrei bleibt.

Warum machen wir das?


Diese Frage stellte mir heute Vormittag eine Dame im Freizeitbad Geesthacht. Wetter: Regen / Lufttemperatur 8 Grad / Wassertemperatur 20 Grad. Und ich muss wirklich sagen, dass es sehr sehr unwarm war im Wasser, trotz der intensiven Bewegung.

Die Aufnahmen entstanden mit Genehmigung der Badeaufsicht, eigentlich darf man nämlich nicht fotografieren, man könnte ja spannern. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen waren 4 Personen im Wasser, ganz sicher Saisonkarteninhaber. Bei diesem Wetter wird wohl niemand 4 Euro für eine Tageskarte ausgeben.

Warum wir das machen? Natürlich für uns! Und irgendwie macht es auch spaß, wenn so wenig Leute im Schwimmbad sind, dann kann man nämlich richtig toll schwimmen weil kein dümpelndes Treibholz im Weg ist.

Immer noch gut

Die Ranunkeln, die auf der Walpurgisnacht als Tischdeko gedient haben, sind immer noch hübsch anzuschauen. Ab und zu liegt mal ein zartes Blütenblatt daneben. Doch solange es keinen Blütenblätterregen gibt, bleiben die strahlenden Blüten noch als Blickfang in der Küche bzw. auf dem Tischchen im Wintergarten erhalten.

Der Einstieg ins Nass


Eigentlich wollte ich gestern ja schon in die diesjährige Schwimmsaison einsteigen. Als ich jedoch vor der Abfahrt nach Lübeck zu meiner Mutter aus Gründen noch mal schnell die Hände waschen wollte, bekam ich plötzlich nasse Füße. Hatte zwar auch mit Wasser zu tun, aber ich hatte mir das anders vorgestellt.

Ein Blick in den Schrank des Waschtisches offenbarte das Dilemma: Das Abflussrohr hatte sich vom Ablauf des Waschbeckens gelöst. Es muss sich hier um Korrosion handeln, und zwar dergestalt, dass sich das Metall des Rohres nicht mit dem Metall des Ablaufs des Waschbeckens vertragen hat. Ganz klar, ich musste für Ersatz sorgen. Nach der Rückkehr aus Lübeck besorgte ich eine neue Garnitur aus Kunststoff und baute die dann ein. Da sich der Abfluss im Schrank befindet, muss das nicht hübsch verchromt sein.

Aber eigentlich wollte ich ja gestern schon Schwimmen gehen, stattdessen betätigte ich mich als Installateur. Den Start in die Schwimmsaison holte ich dann heute nach. Mit 88,2 kg Lebendgewicht stieg ich in die 20 Grad warmen Fluten bei 11 Grad Lufttemperatur. Mit mir befanden sich dann 6 Personen im Wasser, davon dümpelten 5 im „Badebereich“. Die „Schwimmerbahn“ hatte ich ganz für mich allein. 1000 m habe ich für den Einstieg geschafft. Vielleicht wäre noch etwas mehr gegangen, aber man soll es ja nicht gleich übertreiben. Außerdem wurde es leicht unwarm. Eine heiße Dusche war dann doch recht angenehm.

Für die Gästezahlen des Freizeitbades ist das Wetter ja nicht so gut, aber für mich als Schwimmer kann es nichts besseres geben.

Tanz in den Mai?


In gewisser Weise ja. Bernd und ich sind nämlich aufräumend durch die Wohnung getänzelt nachdem unsere Gäste schon vor Mitternacht unsere Wohnung verlassen haben. Sie waren quasi auf der Flucht. Vermutlich hatten sie Angst vor den Hexen, besonders die Damen, wir hatten ja zur Walpurgisnacht geladen. Und wer weiß schon, ob die eine oder andere Dame nicht doch auf einem Besen auf und davon geflogen wäre.

Zum Empfang kredenzten wir einen Hexentrunk, Maibowle mit Waldmeister aus eigenem Anbau. Damit der Trunk auch schön giftig aussieht, hatten wir ihn mit grüner Lebensmittelfarbe „verstärkt“.

Dass es den Gästen bei uns nicht geschmeck hat, kann man nicht behaupten, sie haben nämlich reichlich zugeschlagen, obwohl der Mettigel auch eine Mettratte hätte sein können. Und das freut uns natürlich sehr.

Zum Dessert gab es eine Quarktorte. Dass ich bei der Füllung 125 g zerlassene Butter vergessen hatte – wir fanden sie später wiedererstarrt in der Mikrowelle – tat dem Geschmack keinen Abbruck. Die Besen der Damen hätten es mir eh gedankt.

Für unseren neuen Tisch war es die Premiere mit 12 Personen. Mit den 3 Einlegeplatten hat er eine Länge von 295 cm. Alles war super, alles war fein. Für jeden war reichlich Platz vorhanden. Mit etwas Schieben und etwas Drücken hätten auch 14 Personen Platz, aber dann wird es schon sehr sehr eng. Und so fein eindecken ist dann auch nicht drin.

Am 13. Mai sehen wir uns alle wieder, zum traditionellen Spargelessen mit ESC-schauen. Das ist ’ne tolle Truppe, in die wir da reingeraten sind!