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Nichts los

Seit 2 Wochen sind wir von unserer Kreuzfahrt nun wieder zu Hause. In den ersten Tagen hatte ich mich ja reingekniet, den Reisebericht fertigzustellen. Je frischer die Erinnerung ist, umso besser ist das. Aber nun ruht still der See – es gibt im Moment absolut nichts, worüber ich schreiben könnte, außer dass ich schreibe, dass es nichts zu berichten gibt.

Vorhin hatte sich ein Schmetterling auf unser Chilipflanze niedergelassen und sich gesonnt. Hätte ein schönes Foto sein können, leider ist das nichts geworden. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich das Objektiv nicht fokossieren konnte. Wegen der Lichtverhältnisse konnte ich das Symbol nicht sehen. Pech.

In den letzten Tagen flattern hier vermehrt Schmetterlinge der Sorte Admiral umher. Und ich dachte immer, das seien Sommertiere. Jetzt im Herbst sind sie aber auch noch nett anzuschauen und versprühen einen Hauch von Sommer. Leider reicht es hier nicht, auf der Terrasse zu sitzen. Da die Sonne schon recht tief steht, werfen die Pappeln Schatten auf unsere Sitzecke.

So, jetzt habe ich ein wenig rumgeschwafelt, was vermutlich niemanden interessiert. Vielleicht gibt es ja in Kürze wieder Themen, die ich hier im Blog verbreiten kann.

Abschied

„Mein Schiff 1“ – immer noch mein Traumschiff – hat Hamburg, und damit Deutschland, gestern für immer verlassen. Das Schiff befindet sich jetzt auf der Reise nach Mallorca. Vom Mittelmeer aus geht es dann nach Asien. Im Februar geht das Schiff dann auf seine letzte Reise für TUICruises von Asien nach Mallorca.

Ein paar Leute haben sich gestern bereitgefunden, „Mein Schiff 1“ zu verabschieden. Passend dazu weint der Himmel. Wenn ich an der Elbe gewesen wäre, hätte ich wohl Rotz und Wasser geheult.

Viele mögen es ja für absurd halten, wie emotional ich damit umgehe. Tja, ich kann nichts dafür, so bin ich nun mal.

Rentner und Autos

Ich verstehe nicht, warum man als Renterehepaar 2 Autos haben muss. Und die sollen nicht mit dem Argument kommen, es wäre ja umweltfreundlicher, mit dem kleineren Fahrzeug die kleinen Besorgungen zu erledigen wie z.B. zum Einkaufen oder zum Doc zu fahren. Das geht nicht auf. Aber da sieht man mal, welche Fatzkes hinter der Autolobby stehen!

Hier in unserer Wohnanlage mit 5 „Stadtvillen“ und ca. 50 Wohnungen wohnen 2 solcher Paare. OK, jeder kann mit seinem Geld machen, was er will. Ich bin auch nicht neidisch darauf weil ich das ziemlich dekadent finde. So viel haben Rentner nun auch nicht zu tun, dass jeder sein eigenes Auto braucht.

Messages in bottles


Wie schon auf unserer Reise im vorigen Jahr werden uns auch in diesem Jahr ein paar Flaschen auf der Kreuzfahrt begleiten. Ina ist ja begeisterte Flaschenpostlerin und wir haben uns wieder bereiterklärt, 4 ihrer vorbereiteten Buddeln unterwegs auszusetzen.

Die rote Flasche in der Mitte soll auf Wunsch einer jungen Dame nach Amerika. Diese, also nicht die Dame sondern die Flasche, werden wir am Abend des letzten Seetages auf dem Weg von Halifax nach New York dem Meer übergeben. In Amerikanischen Hoheitsgewässern – und schon gar nicht bei Tageslicht – möchte ich lieber nichts ins Wasser werfen.

Von unserer letztjährigen Aktion gibt es bislang keine Fundmeldungen. Manchmal dauert es ja viele Jahre, bis eine Flaschenpost aufgefunden wird. Und wer weiß schon, ob nicht auch eine Flasche an einer felsigen Küste zerschellt und niemals gefunden wird?!

August 2017


Der Monat August ist in meiner Erinnerung der heißeste Monat des Jahres schlechthin. Eine meiner Großmütter hatte im August Geburtstag und meine ehemalige Schwiegermutter auch. Ich erinnere mich daran, dass die Geburtstage jeweils in eine ganz heiße Zeit fielen. Mein lieber Mann hat auch im August Geburtstag, aber mit dem habe ich schon seit 20 Jahren eine heiße Zeit, das zählt nicht.

Der August 2017 spotted dem Begriff „Sommer“ jeder Beschreibung. Gut, als Rentier kann ich die Zeit ausnutzen wenn das Wetter mal so ist, dass ich auf der Terrasse sitzen kann, deshalb kann ich mich nicht so richtig beschweren. Aber Abende lange draußen sitzen, in den Himmel gucken und nach den langsam aufgehenden Sternen ausschau halten oder nach Satelliten, die hell ihre Bahn am Himmel ziehen, dafür ist dieser Augst, wie der ganze Sommer 2017, nicht gemacht, jedenfalls nicht hier im Norden.

Kürzlich musste ich nun sogar feststellen, dass trotz der vielen Regentage das Laub rund um das Elbe-Penthouse langsam schon gelb wird. Es ist erstaunlich weil das sonst nur nach Perioden mit langer Trockenheit geschieht. Dieser Baum im Hintergrund, es handelt sich um eine Pappel, ist zwar immer sehr früh dran, aber wie unschwer zu erkennen ist, beginnt sich auch das Laub der Pappel im Vordergrund rechts bereits zu verfärben. Der Herbst kommt!

Moderne Zeiten

Wenn man ein neues Handy hat, ist es nicht gesagt, dass alle Apps darauf gleich wieder funktionstüchtig sind nachdem sie installiert wurden. Die Rede ist hier von den Apps der Banken zur Übermittlung der TANs die man für das Onlinebanking benötigt.

Gestern wollte ich eine Überweisung tätigen, eine TAN wurde auf den Weg gebracht. Als ich die App öffnete – manchmal bin ich schneller als die TAN eintrifft -, sollte ich mich komplett neu registrieren. Und das geht nur mit einem Registrierungsschlüssel, den die Bank mit der Briefpost zuschickt.

Meine Hausbank hat auch am Wochenende eine Hotline bei der ich den Brief gleich anfordern konnte. Der wird natürlich erst frühestens heute auf den Weg gebracht. Die Bank meiner Mutter ist eine Filialbank, da konnte ich erst heute anrufen und mein Anliegen vortragen.

Zum Glück sind keine dringenden Überweisungen notwendig. Und nicht alles ist online mit einer Kreditkarte zu regeln.

Die heiße Phase

Oder auch Planungsphase?! Man kennt das: Der Urlaub steht bevor, noch 2 Wochen. Und man beginnt mit den Überlegungen, was in den Koffer soll, was man davon bis dahin eventuell noch anziehen könnte und als Folge dessen noch gewaschen werden müsste. Medikamente, Hygieneartikel – was ist vorhanden, was muss eventuell ergänzt werden?

Wenn man morgens aufsteht und dann vormittags zum Flugplatz bzw. Hafen transferiert wird, sollte der Koffer bereits weitgehenst gepackt sein. Bei uns ist das in diesem Jahr etwas kompliziert: Samstag eine Geburtstagsfeier (was zieht man an?), Sonntag eine Übernachtung mit einem Event außerhalb (was zieht man man?) und Montag kommt vormittags der Shuttle, holt uns ab und bringt uns zu unserem Traumschiff.

Das heißt also, dass die Koffer am Samstag gepackt werden und wir auch noch Klamotten haben müssen, die wir auf der Geburstagsfeier und am folgenden Tag anziehen können. Und natürlich ist frisches Zeug am Montagmorgen notwendig.

Im Lauf der Jahre hat sich ein ganzer Schrank voll mit nichts anzuziehen angesammelt. Aus diesem Fundus werden wir uns dann wohl oder übel bedienen müssen, auch wenn das nicht unbedingt en vogue ist.

Finanzgeschäfte

Auch kurz vor dem Urlaub ist es hin und wieder notwendig, Zahlungen per Banküberweisung tätigen zu müssen. Vor fast einem Jahr haben wir die Bank gewechselt. Für unsere privaten Konten haben wir seit dem keine Filialbank mehr. Überweisungen gehen nur noch online. Auf das Cellphone wird dann die TAN übermittelt.

Heute wollte ich eine mühsam erarbeitete Karte über die Strecken unserer Kreuzfahrt erwerben damit unsere Mütter und die Leser und Leserinnen dieses Weblogs wissen, wo es lang geht. 99 Cent kostet sowas damit die Karte auch online zu sehen ist.

Man kennt das: Abspeichern, kaufen, wie kaufen?! Tja, und dann ging es nicht weiter. Da ich ein neues mobiles Endgerät benutze, auf dem ich die App zwar installiert habe, war ich nun am Ende. Eine TAN wurde zwar übermittelt, aber ich war nicht in der Lage, diese auch einzusehen. Meine Bank muss mir nun erstmal per Briefpost einen neuen Registrierungscode zusenden.

Zum Glück war die heisse Linie heute, am heiligen Sonntag, besetzt. Morgen geht also ein Schreiben an mich auf den Weg damit ich in die Lage versetzt werde, wieder mein Geld ausgeben zu können.

Für das Konto meiner Mutter, für das ich eine Vollmacht habe, verhält es sich ebenso, nur dass die Bank keine Hotline am Wochenende geschaltet hat. Ist ja auch eine Filalbank bzw. -sparkasse. Also werde ich da morgen zur Geschäftszeit anrufen müssen um ein Anliegen vorzutragen.