Vor Wochen, nein, es muss schon vor ein paar Montaten gewesen sein, entdeckte ich im Supermarkt meines Vertrauens eine Packung mit Minitorteletts für pikanten Belag, Inhalt 24 Stück. Da das Mindesthaltbarkeitsdatum noch recht langfristig war, packte ich gleich 2 Packungen in den Einkaufswagen. Es würde sich schon eine Gelegenheit ergeben, damit was anzufangen. Und die war gestern.
Angeregt durch die Vorbereitungen zum 1. ESC-Semi in der Warmen Küche, fielen mir die Törtchen ein, als Überraschungssnack für meinen Mann wenn wir es uns vor dem Fernseher gemütlich machen. Schnell suchte ich ein paar Rezepte zusammen, wie die Törtchen ohne viel Aufwand gefüllt werden könnten. Cremes mit Frischkäse als Basis sind ja immer schnell zusammengerührt, ich bin ja immer noch im Schongang!
Pünktlich zum Beginn der Fernsehübertragung aus Malmö stellte ich die beiden Platten auf den Tisch. Nach dem 8. Titel waren die schon leergegessen, nach dem 10. war die Flasche Wein geleert. Nun ja, man soll ja so spät abends auch nicht mehr essen und Alkohol trinken, das soll nicht gerade förderlich für einen guten Schlaf sein.
Ich hatte mich im Vorfeld nicht so intensiv mit den einzelnen Bewerbern beschäftigt und liess mich einfach überraschen, was mir geboten werden würde. Manchmal ist es doch gut, sich spontan ein Bild zu machen, als sich schon vorher damit auseinanderzusetzen.
Österreich eröffnete den Reigen auf dem ungeliebten 1. Platz. Nun, das Liedchen war nicht schlecht, aber im Vergleich mit den folgenden Liedern wohl doch a bisserl fad, besonders wenn man die Wahl zwischen diverser anderer Balladen hat.
Dass Irland weitergekommen ist, hätte nicht nötig getan. Der Song selbst wäre als reiner Instrumentaltitel besser rübergekommen als mit dem dünnen Stimmchen von Ryan Dolan. Das gilt auch für Litauen und Andrius Pojavis. Andrius sieht ja ganz knuffig aus und wenn er die Arme hochreisst und dabei sein hochgerutschtes T-Shirt den Blick auf seinen Bauch freigibt …, sollte das etwa ein Ablenkungsmanövers sein? Auf Belgien mit dem jungen Chris de Burgh alias Roberto Bellarosa hätte ich auch verzichten können. Bedauerlich finde ich, dass Slowenien es nicht geschafft hat, ins Finale zu kommen. Nun, es ist passiert, die 10 ersten nicht ständigen Teilnehmer sind für das Finale nominiert. Morgenabend geht es weiter. Mal sehen, wer dann das Rennen macht.
Berührend empfand ich das Grand Opening, bei dem der Siegertitel aus dem letzten Jahr von zahlreichen Jugendlichen mit Gebärdensprache begleitet wurde. Gänsehaut pur!
Samstagabend werden wir das Finale zusammen mit einer Grupper netter und interessierter Menschen erleben, übrigens alles heterosexuelle Paare, wo es doch immer heisst, der ESC sei schwul. Wir wollen versuchen, uns Zierschmetterlinge zu besorgen um sie uns irgendwie ans Hemd zu stecken.
Weitere Anmerkungen zum 1. Semi gibt es bei
Ossi
in der warmen Küche
und keinesfalls versäumen bei
aufrechtgehn