Archiv für den Monat: November 2017

Badewanne statt Backblech

Vor ein paar Tagen habe ich ja noch getönt, dass ich nun ganz tolles Weihnachtsgebäck herstellen werde. Aber statt mich mit den notwendigen Zutaten einzudecken blieb ich gestern lieber zu Hause. Mich hat mal wieder eine Bronchitis erwischt. Mit meinen Hausmittelchen versuche ich, ihrer Herr zu werden. Die Hauptsache, ich kann nachts schlafen und störe Bernd nicht mit meinem Gebell, der muss schließlich arbeiten.

Als wir vor mehr als 10 Jahren das Elbe-Penthouse planten, war ein absolutes Muss – neudeutsch must – eine Badewanne. Da wir auf ein Gäste-WC verzichtet haben, konnte eine geräumige Duschkabine und eine Badewanne eingebaut werden. So eine Wanne hat ja einen ganz ungeheuren Entspannungsfaktor, besonders wenn einem etwas kühl ist. Bei Erkältungen kommt ein Badezusatz „Erkältungsbad“ ins Badewasser. Ein Fläschchen Japanisches Heilplfanzenöl stell ich mir auf den Rand. Wenn ich in der mit sehr warmen Wasser gefüllte Wannen liege und sich der erste Schaum vom Badezusatz aufgelöst hat, kommen ein paar Tropfen des Öls auf die Wasseroberfläche. Ein paar tiefe Atemzüge später spüre ich die befreiende Wirkung. Ein Hoch auf die Badewanne!

Das Backbleck ist dann vielleicht in der 2. Wochenhälfte dran. Man soll ja auch nicht backen, wenn es einem nicht gut geht. Erstens sind das ungewohnte Arbeiten, die den Körper anstrengen. Und zweitens könnte es passieren, dass das Backgut nicht gelingt. Das Eigelb gerinnt, der Teig klumpt, es gibt viele Szenarien, die ich mir lieber gar nicht ausmalen möchte. Nein, wenn man sich nicht wohlfühlt, soll man die Finger davon lassen. Das hat schon meine Oma gesagt wenn der Kuchen mislungen war: Hach, mir ging es gestern gar nicht gut, hat wohl daran gelegen.

Jetzt schon genervt

Als Bernd heute morgen im Bad war und ich im Arbeitszimmer das Radio (sagt man das heute noch?) anstellte, schallte mir das erste Weihnachtslied dieser Saison entgegen. Gestern sagte ich noch zu Bernd, dass es heute wohl damit losgehen würde. Er meinte, dass das wohl erst am dem 1. Advent passiert – schön wär’s gewesen.

Vermutlicht ist es egal, welchen Sender wir hören, die werden alle das gleiche Schema haben, nämmlich ab jetzt und sofort Weihnachtslieder zu dudeln, mit steigender Intensität je näher Weihnachten rückt. Ich werde mir wohl ein paar CDs zurechtlegen, da stehen ja eine Menge von im Regal. Jedenfalls halte ich das nicht noch 5 Wochen aus.

Ich bedauere Bernd. Der muss ich den Kram den ganzen Tag auf seiner Verkaufsfläche anhören. Ich würde davon Blutdruck bekommen.

Rezept versust

Versust? Kennt jemand von euch diesen Ausdruck? Früher war der ziemlich geläufig bei uns zu Hause, nicht dass jemand immer was versust hätte. Aber was heißt das nun?: Das heißt nichts weiter als „verloren, verbummelt“. Irgendwie fiel mir das Wort gerade ein. Und dann fand ich es passend für diesen kleinen Blogeintrag.

Versust, verbummelt, verloren, was auch immer, habe ich ein Rezept, welches ich sehr ansprechend finde. Ein Rezept für die Weihnachtsbäckerei. Mit backen habe ich es ja nicht so, eher mit Backen *hust*. Und wenn ich mich schon mal aufraffe, was zu backen, muss ich das ausnutzen. Und nun ist das Rezept weg. Ich habe es online gesehen, irgendwo in einem Blog oder bei Instagram. Ich weiß noch, dass ich dachte, dass ich es auf der bestimmten Seite immer wieder finde. Klar, dachte ich. Aber nun weiß ich nicht mal mehr wo bzw. auf welcher Seite das Rezept ist, also doppelt versust.

Es handelt sich sozusagem um Türmchenkekse. Irgendwas mit Schoko und obendrauf als Abschluss diese Schokokringel mit den kleinen bunten Perlen. Hat das jemand zufällig gesehen?

Ich habe eine Idee, ich glaube, ich muss gleich mal in unserem Alpapier wühlen.

Osterhasi?

Ja, haben wir denn schon Ostern? Es werden zwar überall Weihnachtsartikel verkauft, sei es, um die Wohnung damit vollzuhängen damit es glitzert und blinkt, sei es, um Süßigkeiten in sich hineinzustopfen. Weihnachtsbraten kann man vorbestellen (hab ich heut auch gemacht), erste Weihnachtsbäume kann man schon kaufen, also richtig echte. Die Lebensmittelgeschäfte wetteifern darum, ihre angeblich besten Produkte anzbiedern, inklusive diverse alkoholischen Getränke.

Und was findet man in den ansprechend zurechtgemachten Angeboten?: Eierlikör! Ja, ihr habt richtig gelesen, Eierlikör. Ihr habt es womöglich selbst schon in den Hochglanzprospekten entdeckt, Eierlikör. Es scheint, dass sich irgendwie was verschoben hat. Eierlikör zu Weihnachten, nicht zu fassen! Wenn es denn wenigstens Eierpunsch wäre, aber nein, in jedem Angebotsprospekt findet sich Eierlikör.Ist das normal? Gab es das früher auch schon? Ich meine, Klötenköm gibt es doch eh das ganze Jahr, warum wird das Zeug ausgerechnet zu Weihnachten angeboten? Sehr merkwürdig das ist!

Spracherkennung

Heute Morgen habe ich den Einkaufszettel aktualisiert. Ich nahm das Handy zur Hand, deshalb sagt man ja auch Handy dazu obwohl kein Mensch außerhalb Deutschland weiß, was damit gemeint ist. Ich öffnete die App und suchte die entsprechende Liste, touchde auf das Symbol für Mikrofon und sprach laut und deutlich den Artikel, der des Nachschubs in unserem Haushalt bedarf und den ich immer in besagtem Geschäft kaufe.

Das Ergebnis meiner Sprachbemühungen ist recht amüsant. Wenn ich Kühe gewollt hätte, würde ich nicht dazu das englische Wort benutzen. Außerdem weiß ich, dass im Supermarkt keine Kühe angeboten werden, allenfalls zerkleinert als Tiefkühlware. Und die kaufe ich da ganz sicher nicht. Desweiteren wäre es etwas problematisch, im Elbe-Penthouse Kühe zu halten.

Was ich auf die Einkaufsliste haben wollte ist schlicht und einfach Kakao, was nicht ganz der Wahrheit entspricht. Aber „kakaohaltiges Getränkepulver“ ist mir dann doch entschied zu lang.

Neues Einkaufserlebnis

Elke hat’s gefunden und für die Allgemeinheit in ihrem Blog veröffentlicht, die App „Einkaufszettel“. Bisher war es so, dass ich meine notwendigen Einkäufe auf einem Zettel notierte. Wenn die Liste ziemlich lang war, was zu Feiertagen oder besonderen Anlässen schon mal der Fall sein kann, nahm ich sogar einen Kuli, also keinen Träger sondern einen Schreiber mit, um die Dinge, die schon im Drahtwagen liegen, auszustreichen. Das ist nicht immer ganz einfach, gilt es doch, eine passende Unterlage zu finden, auf welcher man den Zettel ablegen kann um dann den Artikel durchzustreichen.

Diese Zeiten sind vorbei. Am Samstag war ich das erste Mal mit einem elektronischen Einkaufszettel einkaufen. Das ist ja sowas von genial! Ich kann das ganz ohne Brille lesen ohne die Augen zusammenzukneifen oder zu versuchen zu entziffern, was ich da eigentlich aufgeschrieben habe weil ich meine eigene Schrift kaum noch lesen kann.

Ich habe mir 3 Listen für meine Standardgeschäfte eingerichtet. Sobald ein Artikel im Einkaufswagen liegt, wird das rote X getouched und der Artikel verschwindet in der Versenkung. Im Verlauf der Woche kann ich die Listen vervollständigen, ohne dass ich den Zettel suchen muss. Das geht ganz einfach mittels Spracheingabe, aber man kann das auch eintippen, was mir auf einem Handy eh nicht so gefällt. Meine alternden Wurstfinger haben Probleme, die richtigen Buchstaben auf dem Minikeyboard zu erwischen.

In der Küche liegt zwar noch ein kleiner Block um spontan etwas zu notieren, was im Haushalt ergänzt werden muss. Mein Handy schleppe ich nämlich nicht ständig mit mir in der Wohnung herum. Und wenn ich gerade dabei bein, Speisen zuzubereiten, möchte ich nicht mit fettigen oder sonstwie verschmutzten Fingern mein Handy antatschen.

Der Screenshot zeigt übirgens die ungefähre Originalgröße eines Einkaufszettels. Ist doch ganz easy, den zu lesen.

Die App hat noch ein paar Funktionen, mit denen ich mich noch nicht auseinandergesetzt habe. „Rezepte“ wird z.B. aufgeführt. Wenn man das anklickt, erscheint oben das Kamerasymbol. Ich vermute, dass man ein Rezept einfach abfotografieren damit man die Zutatenliste für den Einkauf parat hat.

Ab sofort werde ich jedenfalls nur noch mit dem paperless Einkaufszettel einkaufen gehen!

Offiziell verheiratet!


Viele viele Jahre tat sich der Gesetzgeber schwer damit, eine richtige Heirat unter gleichgeschlechtlichen Menschen zuzulassen. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell und diese blöde Verpartnerung war Geschichte, endlich! Ich habe diesen Ausdruck eh gehasst, ein Kunstwort, welches davon ablenken sollte, dass Mann und Mann oder Frau und Frau, die sich lieben, in den Augen konservativer Mitmenschen ein unnatürliches Leben führen wenn sie heiraten. Auch wir hatten uns vor 3 Jahren „verpartnert“. Für uns war das gleichbedeutend mit einer Hochzeit. Vor 3 Jahren waren wir 17 Jahre zusammen und das sollte endlich, der damaligen Gesetzgebung entsprechend, Hand und Fuß haben. Bernd war für mich mein Mann, und umgekehrt war ich der Mann von Bernd, auch wenn es Stimmen gab, die was anderes behaupteten.

Aber ab heute sind wir offiziell verheiratet, auch wenn unser eigentliches Hochzeitsdatum der 19.9.2014 bleiben wird. Diese Datum steht auch in unseren Eheringen. Die offizielle Hochzeit sollte für uns eigentlich nur eine Formalie sein, eine Umschreibung der Verpartnerung in eine Ehe, ein Verwaltungsakt, mehr nicht. Es kam dann doch etwas anders. Wir hatten uns zwar leicht schick gemacht, schwarze Jeans, graues Hemd, ich mit einem locker drapiertem Tuch, Bernd mit Weste. Aber auf einen Anzug sowie Ansteckblümchen haben wir dieses Mal verzichtet. Ich hatte kurzzeitig die Idee, die Ansteckblümchen von vor 3 Jahren zu nehmen. Vermutlich wären die aber unter den Jacken auf dem Weg zum Standesamt zerbröselt.

Im Standesamt meldeten wir uns um Büro. Frau Gellert, die Leiterin des Standesamtes brachte uns dann ins Trauzimmer. Auf dem Tisch brannten bereits 2 Kerzen. Wir nahmen Platz und Frau Gellert begann mit der kleinen Zeremonie. Ihre Ansprache bereitete uns dann doch widererwarten feuchte Augen, nein, nicht nur feucht waren die, es kullerte schon das eine oder andere Tränchen heraus. Die Frage, ob wir Taschentücher benötigten, konnten wir aber verneinen. Wischen mit den Fingern reichte.

Dann kam die Frage aller Fragen: „Wollen Sie usw usw“. Obwohl ich dieses Mal keine Erkältung hatte, versagte meine Stimme etwas als ich die Frage mit „ja“ beantwortete. Bernd war da cooler. Wir wurden danach als verheiratet erklärt. In dem Moment fragte ich mich, was denn passieren würde, wenn ich die noch folgende Unterschrift verweigern würde, was ich natürlich nicht beabsichtigte. Würde die Ehe dann doch nicht gültig sein? Egal, wir unterschrieben natürlich beide und bekamen dann die Urkunde ausgehändigt, verbunden mit den Glückwünschen der Standesbeamtin.

Unter dem herbstlich-blauen Himmel schlenderten wir unserem Zuhause entgegen, ein wunderbarer Tag zum Heiraten.

Astrid und Holger klingelten mit einem Blumenstrauß in der Hand. Zum Glück liegt immer eine Flasche Champagner im Kühlschrank und wir stießen auf unsere weitere glückliche Zukunft an. Dieser Tag wird einen ganz normalen Verlauf nehmen, etwas Küchenarbeit, im weltweiten Netz surfen, Blogs lesen und selbst schreiben. Heute Abend werden wir im kleinen intimen Kreis essen gehen, nämlich nur mein Mann und ich ganz allein!

Familienrezept ohne Namen

Und ohne Bild auch.

Ich war ja kürzlich bei unserer kleinen Familie in MG (NRW) und unsere süße Schwiegertochter servierte an einem Abend ein Gericht, welches ihre Mutter schon gekocht hat. Und wer weiß, auf welchen Weg das Gericht zur ihr gefunden hat. Ich werde sie danach befragen müssen. Der Hauptbestandteil, um den es hier geht, ist Fleisch, Schweinefleisch, z.B. Schweinerückensteak. Die NRWler oder MGler sagen auch Lummer dazu. Weiterlesen